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Was Bosch als weltweit führender Automobilzulieferer im Großen leistet, bietet Bosch-Engineering in Kleinserie
Ein bisschen stolz ist Uli Zima schon darauf, an der Erfolgsgeschichte von Bosch Engineering mitgewirkt zu haben. Zehn Jahre erst ist es her, dass 13 Spezialisten damit begonnen haben, unter dem Firmennamen ASSET GmbH Ingenieurdienstleistungen anzubieten.
Heute ist Zima einer von weltweit mehr als 1 400 Mitarbeitern jener Abstatter Firma, die sich seit Januar 2003 Bosch Engineering GmbH nennt und damals bereits rund 500 Mitarbeiter beschäftigte. Immer wieder habe es vor der Firmengründung Anfragen bei Bosch gegeben. Hersteller von edlen Sportwagen hätten gerne beispielsweise elektronische Motorsteuerungen beim größten Zulieferer der Autoindustrie geordert. Doch die Verkäufer mussten regelmäßig abwinken: die kleinen Stückzahlen ließen sich für das Großunternehmen viel zu selten wirtschaftlich darstellen.
Individuelle Systeme
Das sollte sich dann ab 1999 gründlich ändern. Ausgangspunkt war die umfangreiche Sammlung von Hard- und Software – alles erprobte und ausgereifte Bosch-Komponenten aus der Großserie. Diese lässt sich auch bei Fahrzeugen von Kleinserien verwenden, wenn der potenzielle Neukunde den Bosch-Komponenten rein bautechnisch ein wenig entgegen käme, also beispielsweise Bohrungen und Kabelanschlüsse für eine Motorsteuerung aus einer Bosch-Großserie seinem Fahrzeug anpasst. Der Vorteil: eine enorme Kostenersparnis, da die Hardware dann bereits vorhanden wäre und nicht mehr neu entwickelt werden müsste. ”Der Kunde müsste lediglich noch für die fahrzeugspezifische Anpassung der Software aufkommen und hätte dann sein eigenes individuelles System”, erklärt Zima.
Rasante Entwicklung
Das war der Anfang. Und während zahlreiche Mitbewerber im Bereich Ingenieurdienstleistungen am Markt auftauchten und bald wieder verschwanden, hat sich die Bosch Engineering rasant entwickelt. Kernkompetenzen sind Leistungsbereiche wie Antriebsstrang oder Sicherheit und Komfort. Inzwischen können auch Sportwagenschmieden in Stuttgart, Maranello oder Modena ABS oder Fahrdynamiksysteme preisgünstig bei gleichzeitig hoher Qualität für ihre Kleinserien oder Sonderanfertigungen beziehen. Aber auch Tests führt das Unternehmen für seine Kunden durch. So stehen den Experten neben Teststrecken in Spanien, Boxberg und Nordschweden auch drei Rollenprüfstände für die Bereiche Abgas, Kälte und Leistung in Abstatt zur Verfügung. Ebenso sind mit der Zeit Dienstleistungen wie Beratung und Projekt- und Qualitätsmanagement dazugekommen.
Potenzial
Mit den Lösungen aus dem Bosch-Großseriengeschäft lassen sich nicht nur auf dem Einsatzgebiet der automotiven Anwendungen, sondern auch bei Nutzfahrzeugen, Arbeits-, Land- und Baumaschinen, bei maritimen Anwendungen oder im Bereich Kleinflugzeuge maßgeschneiderte Komponenten für kleine Serien anbieten. Kein Wunder, dass die hundertprozentige Bosch-Tochter heute nicht nur in Abstatt bei Heilbronn zu finden ist, sondern auch Niederlassungen in den USA, Japan und Österreich betreibt.
Projektteams reisen aber auch direkt zu den Kunden vor Ort und die sind praktisch überall auf der Welt.
Quelle w.news der IHK Heilbronn-Franken Ausgabe März 2009 von Martin Nied
http://www.heilbronn.ihk.de/News/wnews/default.htm
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