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Der Gewerbepark Hohenlohe direkt an der A 6 stellt die Weichen auf Zukunft und vergrößert.
Auch wenn die Wirtschaftskrise die Region gerade in Atem hält: Die Verbandsversammlung des Gewerbeparks Hohenlohe stellte bereits die Weichen für die Zeiten danach. Zum einen, indem eine weitere Vergrößerung mit der Aufstellung des Bebauungsplans Toräcker beschlossen wurde. Und zum anderen, indem sie zwei Baugesuche befürwortete.
Was künftig Toräcker heißt, lautete bislang „Verkehrsanbindung B19 - Erweiterung 3“: Schon im November hatte die Verbandsversammlung für eine Fläche zwischen der Autobahn und der Max-Eyth-Straße die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen, zumal die Hälfte der dortigen Fläche bereits 2008 vom Ventilhersteller Gemü gekauft worden ist. Die andere Hälfte ist für ihn als Reservefläche vorgesehen. Nun ist die Gesamtfläche nochmals ein bisschen erweitert worden und umfasst jetzt 6,4 Hektar.
Baugesuche
Wann Gemü dort baut, steht aber noch nicht fest, sagte Betriebsleiter Hermann Walter: „Das hängt von der wirtschaftlichen Lage ab.“ Gemü brauche aber zusätzliche Fläche, da es am Stammsitz in Ingelfingen keine Erweiterungsflächen mehr gebe. „Wir werden den Standort dort nicht aufgeben, aber einige Abteilungen müssen dann wohl umziehen.“
Auch in anderen Firmen wird trotz der momentanen Flaute zumindest an Neubauten geplant. So hat der Künzelsauer Würth-Konzern ein Baugesuch für den Neubau und die Erweiterung eines Bürogebäudes eingereicht. Diesem wurde in der Verbandsversammlung ebenso zugestimmt wie dem Gesuch des Waldenburger Explosionsschutz-Herstellers R. Stahl, Raumcontainer zur Nutzung als Bürofläche aufzustellen.
Die Würth Elektronik Eisos GmbH Co. KG plant im Gewerbepark einen Erweiterungsbau ihres Verwaltungsgebäudes. Im neuen Gebäude sollen Büroräume, eine Kantine, ein Rechenzentrum und Mess- und Prüflabor-Räumlichkeiten entstehen, berichtete Marketingleiter Mathias Kalmbach. Der vierstöckige Bau wird eine Gesamtfläche von 2380 Quadratmetern haben. Der Anbau wurde aufgrund von Platzmangel im bestehenden Lager- und Verwaltungsgebäude notwendig, sagte er. Seit etwa 13 Monaten seien 35 Mitarbeiter bereits in Bürocontainer ausgelagert, die auf dem Firmengelände in Waldenburg stehen. Im Zuge des Erweiterungsbaus seien auch weitere Arbeitsplätze geplant. Durch die momentane wirtschaftliche Situation ist der Bau aber für dieses Jahr zurückgestellt, so Kalmbach weiter. Am Bauvorhaben werde dennoch festgehalten.
Zu eng
Auch R. Stahl muss Container aufstellen, weil der Platz im Stammsitz zu eng geworden ist: Bereits jetzt ist die Kantine in Container ausgelagert, die weiteren Behälter werden für die Entwicklungsabteilung benötigt, erläuterte Unternehmenssprecherin Judith Schäuble. Die ursprünglich für dieses Jahr geplante Erweiterung des Verwaltungsgebäudes wurde jedoch zunächst zurückgestellt, sagte sie.
Einstimmig verabschiedet wurde der Haushaltplan des Zweckverbandes für 2009. Er hat im Verwaltungshaushalt ein Volumen von knapp fünf Millionen Euro - 1,4 Millionen weniger als im Vorjahr, was vor allem auf sinkende Gewerbesteuereinnahmen zurückzuführen sei, hieß es. Dennoch beträgt die Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt mehr als 250 000 Euro. Der Vermögenshaushalt selbst hat ein Volumen von 4,3 Millionen Euro, nach 3,5 Millionen vor einem Jahr. Größter Brocken sind hier die Abwassserbehandlungsanlagen, die unmittelbar neben dem Gemü-Grundstück gebaut werden müssen. Dafür werden in diesem Jahr etwas mehr als vier Millionen Euro ausgegeben.
Vergeben wurden in der Sitzung die Straßenunterhaltungsarbeiten für das laufende Jahr: Sie gingen an die Firma Rolf Scheuermann aus Heilbronn zum Angebotspreis von 61.265,42 Euro.
Quelle Heilbronner Stimme vom 11. April 2009 von Heiko Fritze www.stimme.de
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