|
Rund 40 Prozent der Handwerksbetriebe in der Region Heilbronn-Franken bilden derzeit aus. Dies ergab eine Umfrage der Handwerkskammer Heilbronn-Franken unter ihren Mitgliedsbetrieben. 88 Prozent der befragten Betriebe bilden gleich viele oder sogar mehr Jugendliche als im Vorjahr aus. Nur zehn Prozent haben ihr Lehrstellenangebot reduziert.
Trotz unsicherer Wirtschaftslage wollen elf Prozent der Unternehmen ab Herbst 2009 mehr jungen Menschen eine Lehre im Handwerk ermöglichen als heute. Vier Prozent wollen weniger ausbilden. Fast jeder fünfte Handwerksbetrieb hat noch keine Entscheidung über seine künftigen Ausbildungsaktivitäten getroffen.
Für 27 Prozent der Befragten spielen bei der Ausbildungsentscheidung die schlechten Geschäftsaussichten eine wichtige Rolle. Gut jeder dritte Betrieb gab an, dass er ausbildet, um seinen zukünftigen Fachkräftebedarf zu sichern.
Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken ist sich sicher: „Auch wenn uns die konjunkturelle Lage zu schaffen macht, dürfen wir im Handwerk die Ausbildung nicht vernachlässigen. Im Gegenteil: Um für die Zeit des nächsten Aufschwungs gewappnet zu sein, ist es wichtig, weiterhin in die Ausbildung junger Menschen zu investieren.“
Info über Lehre im Handwerk
Viele Lehrstellen im Handwerk bleiben jedes Jahr unbesetzt: Zum einen fehlt es den Betrieben häufig an qualifizierten Bewerbern. Zum anderen wissen viele Schulabgänger nicht, welche Karrierechancen das Handwerk bietet. Um künftige Lehrlinge über ihre Möglichkeiten zu informieren und ihnen den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern, hat der Baden-Württembergische Handwerkstag seine Kampagnen-Website www.handwerks-power.de komplett überarbeitet.
Neben der Lehrstellen- und Praktikumsbörse beinhaltet die Internetseite detaillierte Beschreibungen von mehr als 100 Handwerksberufen. Links zu unterschiedlichen Berufswahltests helfen Unentschlossenen bei der Orientierung.
Weitere Informationen:
|