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Die ersten Unternehmen werden schon bald mit dem Neubau beginnen. Mit der Erschließung wird in Schwabbach künftig ein schneller Internetzugang zur Verfügung stehen.
Nicht nur Bretzfelds Bürgermeister Thomas Föhl wartete gespannt auf den ersten Spatenstich für das neue Gewerbegebiet Schwabbach Nord. Auch Siegfried Kronbach fieberte der Erschließung entgegen: Der Unternehmer hat den ersten Bauplatz im neuen Gewerbegebiet gekauft und will schon im Herbst mit dem Neubau beginnen, um sein Unternehmen der Automatisierungsbranche vom Unterland nach Hohenlohe zu verlegen.
Schnelles Internet
Ihm wie auch anderen Schwabbacher Gewerbetreibenden konnte Bürgermeister Thomas Föhl beim Spatenstich eine gute Nachricht verkünden: Mit der Erschließung des neuen Gewerbegebiets wird in Schwabbach künftig ein schneller Internetzugang zur Verfügung stehen. „Wir hatten bisher drei Schwachstellen in der Gemeinde“, erinnerte Föhl. Das Problem in Dimbach habe gemeinsam mit den Bürgern gelöst werden können. Für Waldbach und Schwabbach sei nun mit der Telekom und der EnBW eine Lösung gefunden worden. Grundstücke zwischen 15 Ar und zwei Hektar werden in dem insgesamt 15 Hektar großen neuen Gewerbegebiet an der Autobahn verkauft.
Nach Plänen des Ingenieurbüros Koch und Käser erschließt die Bretzfelder Firma Dietz & Strobl das Areal, das mit einem Kreisverkehr an die Landesstraße angebunden wird. 2,85 Millionen Euro hatten die Planer für die Erschließung veranschlagt. Zum Angebotspreis von 2,4 Millionen Euro wurde der Auftrag an Dietz & Strobl vergeben.
Erfolgsgeschichte
Dietz & Strobl hat 1992 bereits das alte Gewerbegebiet erschlossen. Dort stellen mittlerweile rund 45 Betriebe hunderte von sozialversicherungspflichtigen Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung. „Eine Erfolgsgeschichte für den Standort und die Gemeinde“, freute sich Föhl. Landrat Helmut M. Jahn beglückwünschte Bretzfeld zu der Entwicklung der vergangenen Jahre.
Konzentration
Als Erster Landesbeamter habe er damals die Diskussion im Bretzfelder Gemeinderat verfolgt und sei froh gewesen, dass der Gemeinderat den Mut gehabt habe, das Gewerbe an der Autobahn zu konzentrieren. Eine gute Entscheidung für die Gemeinde und den Kreis, sagte Jahn.
„Wir brauchten die Entwicklung von einem landwirtschaftlich geprägten Landkreis hin zu einem gewerblichen.“ Jahn lobte die Gemeinde Bretzfeld, nicht dem Charme der einfachsten Lösung erlegen zu sein und nur zwei bis drei große Unternehmen mit großem Flächenbedarf angesiedelt zu haben, sondern viele Unternehmen der verschiedensten Branchen. Auf eine ähnlich gute Entwicklung hoffen Bürgermeister und Räte trotz der momentanen Wirtschaftskrise auch für das neue Gebiet. Mit günstigen Bauplatzpreisen von rund 70 Euro pro Quadratmeter forciert Bretzfeld den Flächenverkauf und unterstützt ansiedlungswillige Unternehmen, indem ihnen bei Bedarf Fördermittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) zur Verfügung gestellt werden.
„Wir haben darauf verzichtet, mit den ELR-Mitteln unsere Dorfplätze zu richten. Das können wir bei unserer Finanzlage selber“, sagte Föhl. „Die Ansiedlung neuer Unternehmen war uns immer wichtiger.“

Hintergrund: Schwabbach Nord
1997 hat Bretzfeld mit einer Ausnahme alle Grundstücke für das 15 Hektar große Gewerbegebiet Schwabbach Nord gekauft. Der Bebauungsplan wurde am 19. Januar 2006 auf den Weg gebracht und trat am 12. September 2008 in Kraft. Spatenstich für die erste Hälfte des Gebiets war am 20. April.
Quelle Heilbronner Stimme vom 22. April 2009 von Yvonne Tscherwitschke www.stimme.de
Foto Stadt Heilbronn
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