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Die Neckarsulmer TDS AG meldet sich eindrucksvoll zurück: Am heutigen Dienstag feiert der IT-Dienstleister in Neuenstadt die Grundsteinlegung für ein neues Rechenzentrum.
Mehr als zehn Millionen Euro investiert das Unternehmen, das mehrheitlich zum japanischen Computerkonzern Fujitsu gehört, alleine in das Gebäude und die dazugehörende Infrastruktur. Die über 3500 Hochleistungscomputer, auf denen die Daten der Kunden gespeichert und verarbeitet werden, sind in dieser Summe nicht mitgerechnet.
Wachstum in Europa
Von dem Neuenstadter Rechenzentrum aus, so erklärt TDS-Vorstand Konrad Meier, sollen künftig Kunden aus ganz Kontinentaleuropa bedient werden. Bisher ist die TDS mit ihrem Neckarsulmer Rechenzentrum in erster Linie auf dem deutschen Markt aktiv. Die existierenden Rechenzentren im Neckarsulmer Trendpark platzen aufgrund des nach wie vor stark wachsenden IT-Outsourcing-Geschäfts aus allen Nähten.
Direkt entstehen durch die Investition zwar zunächst nur 15 Arbeitsplätze. Mittelfristig sieht der Manager aber das Potenzial für einen dreistelligen Personalaufbau, wenn mit dem neuen Rechenzentrum zusätzliche Kunden angebunden werden können.
Schnelle Verbindung
Warum aber Neuenstadt? Der neue Standort liegt nah genug am Neckarsulmer Turm, so dass das neue Rechnenzentrum mit den bestehenden Zentren mit einer schnellen Verbindung gekoppelt werden kann. Gleichzeitig ist Neuenstadt weit genug weg. Die Entfernung wird deshalb zusätzliche Risikoabsicherung gewertet. Dazu ist auch wichtig, dass sich in der Nachbarschaft keine als gefährlich eingestuften Betriebe befinden.
Zudem biete, wie Konrad Meier erklärt, der Gewerbe- und Industriepark Unteres Kochertal eine moderne Infrastruktur - und eine genügend stark ausgelegte Stromversorgung: Ein Rechenzentrum verschlingt nämlich, selbst wenn es mit „grüner“ IT-Technologie ausgestattet ist, jede Menge Elektrizität. Nicht nur die Rechner verbrauchen Energie: Der gesamte Gebäudekomplex muss das ganze Jahr über rund um die Uhr klimatisiert werden, damit es den Computern nicht zu warm wird.
Sicherheitsrelevant
Überhaupt spielt die Datensicherheit in dem neuen Unternehmen eine bedeutende Rolle: Damit eine unterbrechungsfreie Versorgung der Kunden mit Rechnerleistung garantiert werden kann, werden sämtliche sicherheitsrelevanten Komponenten in dem Neubau mehrfach installiert. Selbstverständlich wird das Rechenzentrum auch mit allen verfügbaren Einbruchmeldeanlagen und Zutrittskontrolltechniken versehen, die keine Wünsche der Kunden offen lassen.
Die Sicherheit der Daten, sagt Konrad Meier, sei auch ein Grund für die Entscheidung gewesen, das Rechenzentrum nicht im Billig-Lohn-Ausland zu bauen: „In Deutschland sind die Daten sicher. Das wissen auch unsere Kunden.“
Quelle Heilbronner Stimme vom 12. Mai 2009 von Manfred Stockburger www.stimme.de
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