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Mit dem neuen A7 wird Audi im nächsten Jahr am Standort Neckarsulm eine weitere Baureihe produzieren.
Das sagte Vorstandschef Rupert Stadler am Mittwoch bei der Hauptversammlung im Audi-Forum und legte ein „klares Bekenntnis zum Standort mit seiner Kompetenz im Leichtbau, bei Motoren und im Rennsport“ ab.
Das neue Coupé wird „ein wichtiger Wegbereiter“ sein für den Modellwechsel des wichtigsten Neckarsulmer Volumenmodells A6, sagte Werkleiter Albrecht Reimold. Für Betriebsratschef Norbert Rank ist der A7 ein „wichtiger Baustein“ für die Sicherung des Produktionsstandorts.
In den nächsten 24 Monaten wartet auf die Neckarsulmer Belegschaft viel Arbeit: Bis in zwei Jahren will Stadler die Erneuerung der A6-Reihe abgeschlossen haben; der Nachfolger der A8-Limousine kommt bereits in diesem Herbst (siehe untern).

Nostalgische Reminiszenz an das Audi-100-Coupé: Der A7, der im Werk Neckarsulm gebaut werden soll. Skizze: Audi
Mit dem Rückenwind der neuen Modelle und mit Absatzzahlen, die im April nur noch um 5,6 Prozent zurückgegangen sind, verkündete Stadler bei der Hauptversammlung das Ende der Kurzarbeit, wenngleich Neckarsulm noch einige Restumfänge ausstehen: „Wir waren die letzten, die Kurzarbeit gemacht haben, und wir sind die ersten, die wieder herausgekommen sind.“ Audi habe in den vergangenen Monaten die Produktion stärker gedrosselt, als die Zahl der Auslieferungen, um Lagerbestände zu reduzieren.
Der Chef der VW-Tochter erwartet eine „weitere Entspannung“ beim Absatz und bekräftigte das Ziel, dieses Jahr 900.000 Autos auszuliefern, was einem Rückgang um zehn Prozent entspricht. Nach vier Monaten habe das Minus bei Audi 13,6 Prozent betragen, BMW und Mercedes hätten 21,6 und 25 Prozent verloren. „Mit unserem positiven Ergebnis haben wir einen Handlungsspielraum, den andere nicht mehr haben“, sagte Stadler.
Audi verschiebt Premiere des A8

Die Computer-Animation zeigt, wie der neue Audi A8 aussehen soll. Auffällig ist der dominante Kühlergrill. Computerillustration: Schulte Design
Wie die Heilbronner Stimme erfahren hat, wird der neue Audi A8 nicht wie ursprünglich geplant bei der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt der Öffentlichkeit präsentiert. Das Flaggschiff aus dem Werk Neckarsulm kommt im März 2010 auf den Markt und sollte bei der größten Branchenschau der Welt im September in der Bankenmetropole enthüllt werden. Stattdessen zeigt Audi ein weiteres Modell aus dem Unterland: Auf der IAA feiert die offene Version des Supersportwagens R8 ihre Premiere. Neben dem R8 Spyder enthüllt die Marke mit den vier Ringen in Frankfurt eine Technologie-Studie mit Elektroantrieb.
Gründe
Der neue A8, die vierte Generation von Audis Luxuslimousinen, soll nun bei einer separaten Veranstaltung nach der IAA vorgestellt werden. „Wir wollen für die Premiere unseres Flaggschiffs die ungeteilte Aufmerksamkeit“, heißt es offiziell von Audi. Bei der IAA müsse man sich die Messe-Plattform mit vielen anderen Herstellern und Themen teilen. Nach Stimme-Informationen fürchten Teile des Audi-Vorstands aufgrund der anhaltenden Klimadebatte sowie der Weltwirtschaftskrise negative Reaktionen auf die Vorstellung einer Luxuslimousine bei der weltweit größten Automesse. Der A8 wird im März 2010 zunächst mit Achtzylindermotoren starten, später ist aber auch eine besonders sparsame Vierzylinder-Variante geplant.
A5 Sportback
Offen ist nach wie vor, welches Modell Audi beim Festakt zum 100-jährigen Bestehen der Marke am 16. Juli in Ingolstadt zeigen wird. Als sehr wahrscheinlich gilt der neue A5 Sportback, der im Spätsommer auf den Markt kommt. Als nächste Modelle bringt Audi den überarbeiteten Q7 und den 340 PS starken Audi TT-RS der Quattro GmbH in den Handel. Beim GTI-Treffen Ende Mai am Wörthersee (Österreich) zeigt die Marke zudem, wie sich der Q5 veredeln lässt. aos/lsw
Quelle Heilbronner Stimme vom 14. Mai 2009 von Manfred Stockburger und Jürgen Stammer www.stimme.de
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