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Start-up-Firma Kinsa entwickelt Software für Bewerbungsgespräche per Video-Konferenz.
Als Design-Schüler haben Tim Küstner und Nicole König ihren Freunden Arbeitsplätze besorgt. Wie? Indem sie die Bewerbungsunterlagen ins richtige Format brachten.
Die Freunde sind alle untergebracht, arbeitslos sind die beiden Jungunternehmer, die seit der Kolping-Schulzeit auch privat ein Paar sind, dennoch nicht. Das Papier ist inzwischen aber dem Computer gewichen. Und längst versuchen sie nicht mehr, gut gestaltete Bewerbungsvorlagen über E-Bay zu verkaufen. Eines ist aber geblieben: Noch immer arbeiten sie daran, durch intelligentes Design Bewerber und Stellen möglichst passgenau zusammenzubringen.
Papierlos
Bewerbungsmappen aus Papier sind inzwischen einer elektronischen Plattform gewichen, die sie zusammen mit Nicole Königs Bruder Mario entwickelt haben. Der Clou: Die digitale Bewerbungsmappe lässt sich mit der Kinsa-Software Interlounge um ein Video ergänzen. Entweder kann sich ein Bewerber selbst vorstellen, oder es findet ein Bewerbungsgespräch per Video-Konferenz statt, das mitgeschnitten wird. Inzwischen sind sie schon mit Personalagenturen und Headhuntern ins Geschäft gekommen. „Jetzt wollen wir die Hidden Champions in Baden-Württemberg angehen“, sagt Tim Küstner.
Startkapital hat die Bad Rappenauer Kinsa Applications GmbH Co. KG über den Heilbronner Investorenverein Venture Forum Neckar (VFN) bekommen - vor knapp zwei Jahren haben sich die Gründer bei einer Matchingveranstaltung den VFN-Mitgliedern präsentiert und sind mit mehreren Investoren ins Gespräch gekommen. Gleich drei Unternehmer haben sich an Kinsa beteiligt. VFN-Geschäftsführerin Sigrid Rögner ist begeistert von der Software - und will sie für ihre Arbeit einsetzen. Schließlich führt auch sie viele Gespräche mit Bewerbern, die allerdings nicht Arbeitsplätze, sondern Eigenkapital suchen. So wie vor zwei Jahren Kinsa.
Quelle Heilbronner Stimme vom 2. Juni 2009 www.stimme.de
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