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Trotz Finanzkrise ist die Fürstlich Castell'sche Bank im abgelaufenen Geschäftsjahr in der Marktregion Heilbronn weiter gewachsen. „Wir haben von unserem eher konservativen Geschäftsmodell profitiert“, sagte Regionaldirektor Thomas Schwerdtle bei der Vorlage der Bilanz am Dienstag. Für dieses Jahr plant die Privatbank, ihren Wachstumskurs fortzusetzen.
Freilich: Regionale Zahlen gibt das Geldinstitut nicht preis. Der Blick auf die Gesamtbilanz offenbart jedoch, dass auch die Castell-Bank die Finanzkrise zu spüren bekommen hat. Da die Kunden sich vermehrt aus dem Wertpapiergeschäft zurückgezogen haben, sank der Gewinn aus dem Provisionsgeschäft um 4,3 Millionen Euro auf 12,3 Millionen Euro. Dafür hat die Castell-Bank bei den Einlagen und den Krediten ein Wachstum erzielen können: Der Erlös aus dem Zinsgeschäft kletterte um eine Million Euro auf 22,4 Millionen Euro. Die Bilanzsumme stieg um 104 Millionen Euro auf 1,1 Milliarden Euro. Unter dem Strich steht ein Bilanzgewinn von zwei Millionen Euro, der - anders als in vergangenen Jahren - komplett in die Rücklagen fließt.
In Zukunft will die Bank, die in den Händen der Adelsfamilien Castell-Castell und Castell-Rüdenhausen ist, weiter auf das Vermögensanlagegeschäft für Privatkunden sowie das Firmenkundengeschäft setzen. In Heilbronn-Franken dominiert das Privatkundengeschäft.
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