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2. Innovationspreis Main-Tauber: Gläserne Trophäe geht an vier Unternehmen.
Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung vor weit über 100 namhaften Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung wurden am 8. Mai 2009 in der Sparkasse Tauberfranken in Bad Mergentheim die Preisträger des zweiten Innovationspreises Main-Tauber geehrt.
„Wir freuen uns, dass sich wiederum so viele Unternehmen aus dem Main-Tauber-Kreis für diesen in der Region Heilbronn-Franken einmaligen Innovationspreis beworben haben“, erklärte Landrat Reinhard Frank, der auch Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Wirtschaftsförderung Main-Tauber GmbH (wmt) ist. Dies unterstreiche eindrucksvoll, dass unsere Unternehmen auch in wirtschaftlich schweren Zeiten mit Hochdruck daran arbeiten, ihre Position am Markt mit innovativen Produkten zu verbessern. Der von der wmt gemeinsam mit der Sparkasse Tauberfranken ausgelobte Preis werde zum zweiten Mal nach 2007 verliehen. „Wichtig ist es, mit dem Innovationspreis eine Unternehmensplattform zu schaffen, auf der unsere Unternehmen ihr Leistungsvermögen präsentieren können,“ ergänzte Landrat Frank weiter.
In einer Festrede machte der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten Prof. Dr. Wolfgang Reinhart die Bedeutung von Mittelstand und Innovation gerade in Zeiten der Krise deutlich. "Die Idee eines Innovationspreises ist eine Pionierarbeit und ein wichtiges Signal für Optimismus, Zukunftszuversicht und Orientierung", erklärte der Minister. "Baden-Württemberg ist ein High-Tech-Standort der Spitzenklasse, der in Deutschland führend bei Patentanmeldungen und in Forschung und Entwicklung ist." Der Innovationsindex 2008 habe gezeigt, dass Baden-Württemberg innerhalb der Europäischen Union die höchste Innovationsfähigkeit habe. "Ohne Unternehmer keine Innovation", unterstrich der Minister.
Hier komme der großen Zahl an mittelständischen Betrieben, die die meisten Arbeits- und Ausbildungsplätze stellten und 50 % des Bruttoinlandsprodukts erwirtschafteten, eine entscheidende Bedeutung zu. Im dynamischen und innovativen Mittelstand pulsiere das Herz der Sozialen Marktwirtschaft, er sei Garant für Beschäftigung, Wohlstand und technologischen Fortschritt. "Die Träger des Innovationspreises sind herausragende Vorzeigeunternehmen und zeigen die Stärke der Innovationsregion Heilbronn-Franken", betonte Minister Reinhart nachdrücklich.
Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Tauberfranken, Thomas Menke, schilderte die Gründe für das Engagement seines im Landkreis führenden Geldinstitutes. So sei „die Frderung der mittelständischen Unternehmen unserer Region eine wesentliche Aufgabe“.
Aus seiner Sicht ist es wichtig, dass sich die Sparkasse dort engagiert, „wo Arbeitsplätze und amit Werte für die Region geschaffen werden.“ Der Geschäftsführer der wmt, Ralf Lauterwasser, dankt der Sparkasse für die enge und intensive Zusammenarbeit und die wichtige finanzielle Unterstützung. „Ohne die kooperative und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Sparkasse und deren finanzielles Engagement wäre der Innovationspreis Main-Tauber so nicht denkbar. Mein besonderer Dank gilt dem gesamten Vorstand und den Mitarbeitern, die an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt waren.“
Mit der Verleihung des Innovationspreises soll die Leistungsfähigkeit der Unternehmen im Main-Tauber-Kreis unterstrichen und damit die Arbeit der Wirtschaftsförderung im Standortmarketing unterstützt werden.
Die Zahl der Bewerber an der zweiten Ausschreibung des Innovationspreises Main-Tauber war mit 16 Unternehmen wiederum sehr positiv und lag damit fast in Höhe der 22 Bewerber bei der ersten Ausschreibung. Das Spektrum der teilnehmenden Unternehmen geht vom Ein-Mann-Betrieb bis hin zu weltweit tätigen großen Unternehmen und ist ein Spiegelbild der vielfältigen Wirtschaftsstruktur im Main-Tauber-Kreis. Die beim zweiten Mal nun eingeführte Kategorie der Kleinstunternehmen bis zehn Mitarbeiter zog eine große Teilnehmerzahl nach sich und hat sich auf Anhieb bewährt. Daneben blieben die Kategorien kleine und mittlere Unternehmen bis 250 Mitarbeiter und Großunternehmen über 250 Mitarbeiter bestehen.
Die Teilnehmer am Innovationspreis 2009 sind geordnet nach der jeweiligen Kategorie:

Der neunköpfigen Jury fiel angesichts der zahlreichen hochwertigen Bewerbungen die Entscheidung nicht leicht und es wurde auch dieses Mal ein Sonderpreis der Jury vergeben.
Die Preisträger des Innovationspreises Main-Tauber 2009 sind:
Gewinner der Kategorie I – Kleinstunternehmen beim Innovationspreis Main-Tauber 2009 ist Chemical Test-Systems Ltd. & Co. KG aus Tauberbischofsheim mit der Innovation „MATS - Mobiles Analyse- und Testsystem“.
Begründung der Jury:
MATS ermöglicht als mobiles Prüfsystem mit der qualitativen und quantitativen Prüfung von Waren auf Schadstoffe vor Ort die sichere und schnelle Erkennung von giftigen und gesundheitsschädlichen Produkten, bevor sie in den Markt kommen.
Solche mobile Detektoren sind weltweit bisher einmalig. MATS leistet einen großen Beitrag zum Verbraucherschutz und hat einen weltweiten Einsatzbereich.
Mit dem Einsatz von MATS können große Rückrufaktionen, wie sie beispielsweise von Mattel durchgeführt werden mussten, verhindert werden.
Die Firma Chemical Test-Systems wurde 2007 gegründet und hat gegenwärtig drei Mitarbeiter. Das prämierte Testsystem ist das erste Produkt des Unternehmens und wurde gemeinsam mit Prof. Dr. Kiefer von der Universität Würzburg in zwei Jahren entwickelt.
Gewinner der Kategorie II – Kleine und mittlere Unternehmen beim Innovationspreis Main-Tauber 2009 ist ANSMANN AG aus Assamstadt mit der Innovation „Akku-Management-System XC3000“.
Begründung der Jury:
Es handelt sich um ein kompaktes Gerät zum Laden und Reaktivieren von Akkus. Als bisher einziges Gerät auf dem Markt können Nickel-Metallhybrid- bzw. Nickel-Cadmium-Akkus und Lithium-Ionen-Akkupacks geladen sowie die Restkapazität von Akkus und Batterien getestet werden.
Durch die Möglichkeit, Akkus zu reaktivieren, kann deren Lebensdauer signifikant erhöht und damit die Belastung der Umwelt reduziert werden.
Das System gewährleistet durch Temperatur- und Ladestromüberwachung ein Maximum an Sicherheit. Bei sicherheitsrelevanten mobilen Geräten wird ein Plus an Verfügbarkeit gewährleistet.
Die Firma Ansmann wurde 1991 in Assamstadt gegründet und hat zwischenzeitlich 250 Mitarbeiter weltweit. Als Spezialist für Stromversorgung und mobile Energie zählen zahlreiche Unternehmen aus Handel wie Industrie zu den Kunden.
Gewinner der Kategorie III – Große Unternehmen beim Innovationspreis Main-Tauber 2009 ist WITTENSTEIN aerospace & simulation GmbH aus Igersheim mit der Innovation „High Lift Actuator Concept”.
Begründung der Jury:
Es handelt sich um einen neuartigen elektromechanischen Antrieb für Flugzeugklappen.
Getriebe, Servomotor, Haltebremse und Sensorik sind in einem kompakten Leichtbau-Gehäuse auf minimalem Platz untergebracht. Die elektromechanische Steuerung der Klappen über einen Motor anstelle einer hydraulischen Lösung ist wesentlich zuverlässiger und bietet den Passagieren ein erhebliches Sicherheitsplus. Alle wichtigen Elemente inklusive der Motorwicklung sind redundant ausgelegt. Der Klappenantrieb ist damit auch bei Fehlfunktion stets in einem beherrschbaren Zustand und leistet einen Beitrag zur Treibstoffeinsparung in Flugzeugen.
Die Konstruktion erfüllt in Bezug auf Integration der Systemlösung, Drehmoment, Gewichtsreduktion, Drehzahlverstellbereich und Überlastsicherheit höchste Anforderungen.
Das Unternehmen wurde 2003 innerhalb der WITTENSTEIN Firmengruppe mit insgesamt über 1.000 Mitarbeitern gegründet und hat selbst 50 Mitarbeiter. Geschäftstätigkeit sind Forschung, Entwicklung, Design und Herstellung von Aktuatorsystemen für die Luft- und Raumfahrt-Technologie sowie für Flugsimulatoren.
Gewinner der Kategorie Sonderpreis beim Innovationspreis Main-Tauber 2009 ist atg Luther & Maelzer GmbH aus Wertheim mit der Innovation “Flying Probe Test System S1”.
Begründung der Jury:
Das neue Test System S1 führt elektrische Tests an Leiterplatten durch. Es erreicht die doppelte Testgeschwindigkeit und die dreifache Genauigkeit gegenüber bisherigen Systemen.
Die Firma atg Luther & Maelzer hat damit gegenüber den Wettbewerbern einen erheblichen Innovationsvorsprung und von der Jury im Bereich Fortschritt - innovatorische Leistung herausragende Bewertungen erhalten, die zur Auslobung eines Sonderpreises geführt haben.
Mit Werten von bis zu 80-facher Erdbeschleunigung, 100 Auf- und Abbewegungen sowie der Messung von bis zu 400 Messpunkten je Sekunde bei einer Positioniergenauigkeit von 0,04 μm auf einer Platine stellt das Test System eine herausragende Innovation an der Schnittstelle von Mechanik und Elektronik dar. Dabei wird die gestestete Leiterplatte nur mit 0,1 bis 2 Gramm beaufschlagt.
Das Unternehmen wurde 1983 gegründet und hat weltweit ca. 200 Mitarbeiter, davon 100 in Deutschland. Es befasst sich mit Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von halb- und vollautomatischen Maschinen. insbesondere von Test- und Automatisierungssystemen für den elektrischen Test unbestückter Leiterplatten.
Kompetent moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Nicole Graf, Leiterin des Campus Bad Mergentheim der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach, einer profunden Kennerin der Unternehmen und der Region.
Neben der Urkunde erhielten die Preisträger eine vom Glashaus Ittig individuell gefertigte Glasskulptur, welche durch ihre Dynamik und ihre Farbgebung die Ziele und Gestaltung des Innovationspreises aufgreift und exklusiv für die Preisträger verfügbar ist. Die Glas- undLaborgeräteindustrie ist zudem einer der Innovationstreiber im Main-Tauber-Kreis.
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