|
Bei der Kurzarbeit im Kreis zeichnet sich eine Entspannung ab. Bei der Arbeitsagentur Schwäbisch Hall haben im Juni nur noch 48 Betriebe mit 851 Beschäftigten Kurzarbeit angezeigt.
Im Mai waren es noch 73 Firmen mit 1171 Mitarbeitern. Vor allem aber gehen einige Betriebe bereits wieder zurück in Vollzeitbeschäftigung. Nach Würth in Künzelsau, wo die Beschäftigten stattdessen auf Lohn verzichten, gilt dies nun auch für die Automobil-Sparte des Öhringer Mahle-Werks, berichtet Heidi Scharf, erste Bevollmächtigte der IG Metall Schwäbisch Hall.
Der Öhringer Verpackungshersteller Huber (Foto: Archiv / Huber) habe ebenfalls die Produktion wieder auf Vollzeit hochgefahren, nur noch in einigen Innenbereichen gelte Kurzarbeit. Und beim Getriebehersteller Getrag gehen wegen eines neuen Großauftrags weit weniger Beschäftigte als geplant in Kurzarbeit - nach Gewerkschaftsinformationen allenfalls 50 von insgesamt 950 in Neuenstein.
Region profitiert vom Spezialmaschinenbau
"Im Juli kommt in unserem Bezirk niemand mehr dazu", sagt Heidi Scharf. "Es gibt leichte Anzeichen, dass es wieder anzieht. Wie lange das anhält, ist aber schwer abzuschätzen." Nach wie vor profitiere die Region vom Spezialmaschinenbau: Die Verpackungsapparate-Hersteller rund um Schwäbisch Hall seien immer noch bis ins nächste Jahr ausgelastet, da sie für die wenig krisengeschüttelten Branchen Lebensmittel- und Pharmaindustrie produzieren.
Stellenabbau
Andererseits hat es aber auch schon Stellenabbau gegeben, unter anderem bei Terex-Schaeff in Langenburg; in Gerabronn ist er geplant. Wie berichtet, stehen außerdem beim Forchtenberger Schraubenhersteller Arnold bis zu 90 Stellen auf der Kippe. "Aber ansonsten ist momentan nichts bekannt", sagt Heidi Scharf.
Quelle Heilbronner Stimme vom 4. Juli 2009 www.stimme.de
Foto Heilbronner Stimme
|