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50 000 Heilbronner Haushalte sind jetzt ans superschnelle VDSL-Netz angebunden.
Im ländlichen Raum kämpft noch manche Gemeinde um den Anschluss ans normale Breitband-Internet, Heilbronn wird jetzt ans superschnelle VDSL-Netz angebunden. Bis Herbst wollen die Firmen Vodafone und Deutsche Telekom insgesamt 50 000 Haushalte im Bereich der Telefonvorwahl 07131 an das Glasfasernetz angeschlossen haben, das eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 50 Megabit pro Sekunde ermöglicht. Herkömmliche DSL-Abschlüsse schaffen nur bis zu sechs Megabit.
„Das ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil für die Stadt“, sagte Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach am Freitag beim Startschuss für den Netzausbau. Für Wirtschaftsstaatssekretär Richard Drautz wird mit dem Projekt gar Telekommunikationsgeschichte geschrieben - weil die Wettbewerber Telekom und Vodafone erstmals kooperieren. Drautz schrieb den Anbietern aber auch mit großer Deutlichkeit ins Stammbuch, dass sie den Kunden „faire Zugangsbedingungen“ ins Hochgeschwindigkeits-Internet einräumen müssen. „Es fehlt an attraktiven und bezahlbaren Diensten.“
Schneller
Als „kostengünstiges Modell für beide Unternehmen“, lobte Georg Benzer von Vodafone das Heilbronner Pilotprojekt. So sei es möglich, die Technik schneller auch außerhalb der Ballungszentren zur Verfügung zu stellen. Insgesamt 159 Multifunktionsgehäuse stellt Vodafone in Heilbronn auf, in denen Platz für die Elektronik beider Anbieter ist.
Wettbewerb
Auch bei der Anbindung der unscheinbaren, aber mit Hightech gefüllten Kästen mit Glasfaserkabeln an die überregionalen Datenautobahnen der Konzerne - im Fachjargon Backbones genannt - kooperieren die Wettbewerber erstmals. Der Großteil der Kosten für das Projekt fällt nämlich bei den Erdarbeiten an. Anderswo biete die Telekom den Wettbewerbern ihre Infrastruktur zur Miete an, erklärte Benzer.
Für Stephan Gammersbach von der Deutschen Telekom geht es bei dem Pilotprojekt vor allem darum, technische und organisatorische Fragen der Zusammenarbeit zu klären. Denn ihm ist klar, dass ein Unternehmen allein die Versorgung aller Haushalte in Deutschland mit VDSL nicht schaffen kann. „Der Wettbewerb muss mitbauen. Wie das technisch zusammengeführt wird, muss geprobt werden.“
VDSL ermöglicht unter anderem hochauflösendes Internet-TV. Genauso kann man damit Computerprogramme übers Internet im Remote-Betrieb verwenden oder in Echtzeit auf Daten zugreifen, die anderswo abgespeichert sind.
Quelle Heilbronner Stimme vom 11. Juli 2009 von Manfred Stockburger www.stimme.de
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