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Die Firma hat in den letzten Wochen zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, bis zum Jahresende ist die Fertigung ausgelastet und neue Aufträge kommen ins Haus.
Der Umzug des Heilbronner Hochregallagerbauers M-Log nach Neuenstadt ist „im Plan, im Griff und im Budget“, sagt Geschäftsführer Stefan Seidl. Und wirtschaftlich steht die Firma auch weiterhin vergleichsweise gut da. Den Rekordumsatz von 70 Millionen Euro aus dem Vorjahr wird das Unternehmen im laufenden Jahr zwar nicht mehr erreichen - und auch nicht den Rekordgewinn von fünf Millionen Euro.
Aber: Kurzarbeit ist bei den künftigen Neuenstadtern kein Thema - im Gegenteil. Die Firma hat sogar in den letzten Wochen noch zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, wie Marketingleiter Mark Vogt erzählt. Bis zum Jahresende sei die Fertigung derzeit ausgelastet, und neue Aufträge kämen durchaus noch ins Haus - Kunden aus den Branchen Lebensmittel und Pharma und einige Händler würden weiterhin investieren.
In- und Ausland
Auch für die russische Zentralbank hat das Unternehmen jetzt wieder ein Projekt durchgezogen. Außerdem würde langsam der Ausbau des Vertriebs im Ausland Früchte tragen - in Österreich haben die Noch-Heilbronner unlängst eine neue Niederlassung gegründet. „Die Preislage ist aber angespannter denn je“, gibt Vogt zu bedenken. Weil viele Wettbewerber in Schwierigkeiten steckten.
„Ich bekomme fast jeden Tag Angebote von irgendwelchen Firmenmaklern“, sagt Seidl. Ein Unternehmen aus der Gegend von Celle hat er zusammen mit einem der M-Log-Miteigentümer inzwischen gekauft, um das Produktprogramm auszuweiten. „Die machen auch Automobillogistik und haben bei VW einen guten Namen“, erzählt der Geschäftsführer. Er sieht eine „echte Chance“, dass seine M-Log am Ende der Krise die Nummer eins unter den Herstellern von Regalbediengeräten für Hochregallager sein könnte. Zumal auch seine Mitinhaber zufrieden mit der M-Log seien, obwohl die Gewinne nach einer Vereinbarung mit dem Betriebsrat im Zusammenhang mit dem Umzug nicht ausgeschüttet werden.
Seit vier Jahren ist die M-Log mittlerweile unabhängig von der früheren Konzernmutter MAN, Stefan Seidl hatte das Unternehmen damals zusammen mit drei Finanzpartnern aus dem Konzern herausgekauft. „Seit damals haben wir den Umsatz verdreieinhalbfacht und 100 neue Mitarbeiter eingestellt“, sagt er stolz. Mit 255 Beschäftigten wird das Unternehmen bis September in den Prologis-Park umziehen.
„Wir haben aber auch Glück gehabt“, sagt Seidl. Zum Beispiel, weil das Unternehmen die Finanzierung der Umzugsinvestitionen bereits im vergangenen Jahr unter Dach und Fach gebracht hat: Bevor die Kreditklemme losging. Klar ist aber auch: Die zusätzliche Fläche in Neuenstadt, auf der die M-Log künftig doppelt so viele Regalbediengeräte bauen kann wie bisher, muss irgendwann gefüllt werden. „Ohne Wachstum geht es nicht.“
Quelle Heilbronner Stimme vom 21. Juli 2009 von Manfred Stockburger www.stimme.de
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