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Wendepunkt ist erreicht
     
 
 

24.7.09

 

Gute Nachrichten von der Konjunktur in der Region: Die Ergebnisse der jüngsten Umfrage der IHK Heilbronn-Franken deuten darauf hin, dass der Tiefpunkt der Krise durchschritten ist. Bei der Einschätzung ihrer aktuellen Lage hat sich der Durchschnitt im Vergleich zum Vorquartal leicht verbessert - bei den Erwartungen für die nächsten Monate hat die Konjunkturkurve einen deutlichen Sprung nach oben gemacht.

„Der Wendepunkt ist erreicht“, konstatiert IHK-Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger. „Die Konjunktur hat sich stabilisiert.“ Der Absturz der vergangenen Quartale ist vorbei, die Werte liegen aber nach wie vor deutlich im negativen Bereich. „Die Lage ist alles andere als rosig“, warnt Metzger deswegen vor zu viel Optimismus. „Die Risiken für die Konjunktur sind nach wie vor hoch.“

Export

Was hat sich getan? „Der Export zieht wieder leicht an“, berichtet Metzger. Das kommt der Industrie zugute, bei der die Zukunft nicht mehr ganz so rabenschwarz aussieht wie noch vor einigen Monaten. Auch die Auftragseingänge aus dem Inland scheinen sich zu stabilisieren: Nicht mehr fast zwei Drittel der Industriebetriebe wie im ersten Quartal berichten von fallenden Auftragszahlen aus dem Inland - sondern nur noch 40 Prozent. Die Zahl der Firmen, die von steigenden Auftragseingängen sprechen, hat sich von 8,9 auf 15 Prozent verbessert.

Innerhalb der Industrie gibt es nach wie vor große Unterschiede: Während in der Chemiebranche keine einzige Firma von einer schlechten Lage spricht, tun dies im Fahrzeugbau 58 Prozent der Befragten, bei der Elektrotechnik sind es sogar 63 Prozent. „Das Problem der Konjunktur kommt aus dem Metallbereich“, sagt Metzger. In Summe bewerten die regionalen Industriebetriebe ihre Aussichten aber erstmals seit 2005 wieder besser als die aktuelle Lage. „Das ist ein Zeichen, dass es nach oben geht“, sagt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Helmut Kessler.

Noch deutlicher ist der positive Trend bei den Großhändlern, deren Erwartungen steil nach oben zeigen: Hier geht nur noch jede dritte Firma von einer Verschlechterung der Lage aus. Fast 70 Prozent der Unternehmen erwarten eine gleich bleibende Situation oder sogar bessere Zeiten. Auch bei den Dienstleistern in der Region gibt es deutliche Anzeichen einer Verbesserung.

Schwieriger Arbeitsmarkt

Was den Arbeitsmarkt angeht - in den ersten fünf Monaten ist die Zahl der Industriebeschäftigten in der Region um 2,3 Prozent zurückgegangen - gibt es allerdings keine Entwarnung: Hier spricht Metzger lediglich von einer „weniger negativen“ Situation. Nach wie vor wollen nämlich über 40 Prozent der IHK-Mitglieder Personal abbauen. Am sichersten sind sie Stellen der Umfrage zufolge derzeit bei den Einzelhändlern: Nur jeder fünfte Ladenbesitzer will Personal einsparen. In der Industrie sind dagegen nach wie vor in jedem zweiten Betrieb Arbeitsplätze gefährdet.

Quelle Heilbronner Stimme vom 25. Juli 2009 von Manfred Stockburger www.stimme.de

Foto ebmpaps

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