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Mit pfiffigen Ideen sollen neue Kunden gewonnen werden, mit denen die Hohenloher in Zukunft gute Geschäfte machen wollen.
Sparen muss sein, auch beim Ingelfinger Fluidtechnik-Spezialisten Bürkert. 64 befristet Beschäftigte und 26 Leiharbeiter haben wegen der Krise ihre Arbeitsplätze verloren. „Das ist unsere Schreckensbilanz“, sagt Geschäftsführer Heribert Rohrbeck. Für viele Mitarbeiter gilt zudem Kurzarbeit, die allerdings im Sommer ausgesetzt werden soll. „Wir wollen das Personal halten und haben dafür auch den Rückhalt der Familie.“
Nicht radikal
Auch außerhalb des Personalbudgets habe es „sinnvolle Kürzungen“ gegeben, so Rohrbeck. „Ein radikales Sparprogramm ist aber nicht das richtige für Bürkert“, sagt er. „Wir müssen die Kostenstrukturen genau ansehen mit dem Ziel, uns besser aufzustellen.“
Die Auszubildenden würden deswegen übernommen, sagt er. „Das ist ein klares Signal in die Zukunft.“ Außerdem hat das Unternehmen in den vergangenen Monaten etwa 40 befristet Beschäftigte in reguläre Arbeitsverhältnisse übernommen und etwa 30 Mitarbeiter mit speziellen Qualifikationsprofilen neu eingestellt. „Rein betriebswirtschaftlich müssten wir anders reagieren.“
Investition
Zugleich investiert das Unternehmen gerade in der Krise - und zwar eine zweistellige Millionensumme, denn die Marschrichtung ist klar: Bürkert spielt auf Angriff. Ein Symbol dafür ist der neue Messe-Truck, der jetzt in Betrieb genommen worden ist. Etwa 300 000 Euro hat das Unternehmen dafür investiert, um „den Berg zum Propheten“ zu bringen. Neue Kunden sollen so gewonnen werden, mit denen die Hohenloher in Zukunft gute Geschäfte machen wollen.
Der Verdrängungswettbewerb sei enorm, sagt Rohrbeck. „Wenn man besser ist, wird der Kuchen auch dann groß genug für uns sein, wenn er kleiner wird.“ Zwar habe sich der Auftragseingang zuletzt ein wenig verbessert, „aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“.
Branchenvielfalt
Basis für die Angriffsstrategie ist, dass Bürkert weltweit Kunden in bis zu 400 Branchen beliefert. Während die Druckmaschinenhersteller große Probleme hätten, läuft es in der Nahrungsmittelindustrie nach wie vor gut, auch die Pharma-Kunden hätten keine Probleme. „Projekte gibt es viele. Jetzt müssen wir nur noch die Aufträge gewinnen.“ Positive Signale sieht Rohrbeck auch aus Asien und den USA. Viele Anfragen kämen aus der Umwelttechnik. „Wir kommen aus der Talsohle heraus“, sagt der Geschäftsführer zuversichtlich.
Mobiles Möbelstück
Auf der Basis eines ganz normalen VW-Transportes hat das Spezialunternehmen Stahl aus Köln den Messe-Truck aufgebaut. Weil das flexibel ausgestattete Fahrzeug als „mobiles Möbelstück“ gilt, darf es mit dem ganz normalen PKW-Führerschein gefahren werden.
Quelle Heilbronner Stimme vom 28. Juli 2009 von Manfred Stockburger www.stimme.de
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