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R. Stahl behauptet sich
     
 
 

7.8.09

  Im ersten Halbjahr konnten Teile des Rückgangs durch die eingeleiteten Maßnahmen und Aktivitäten kompensiert werden.

Der Umsatz beim Waldenburger Explosionsschutz-Spezialisten R. Stahl AG lag in den ersten sechs Monaten mit 102,5 Millionen Euro um 8,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Auftragseingang ist um 7,6 Prozent auf 107,9 Millionen Euro zurückgegangen. Und der Gewinn vor Steuern verringerte sich sogar um 60 Prozent auf 5,1 Millionen Euro. „Die Krise schlägt sich im Zahlenwerk nieder“, haben die Hohenloher entsprechend ihren Halbjahresbericht überschrieben. Und doch blicken sie vergleichsweise optimistisch nach vorne: Man habe sich gut behauptet, und der Vorstand ist zuversichtlich, „Teile des Rückgangs durch die im ersten Halbjahr eingeleiteten Maßnahmen und Aktivitäten kompensieren zu können“.

Mehr Mitarbeiter

Ganz umsonst kommen diese aber nicht: Einen Teil des Ergebnisrückgangs erklärt das Unternehmen mit Aufwendungen zur Kostenoptimierung. Außerdem schlägt dabei zu Buche, dass die Firma die Belegschaft kräftig aufgestockt hat. Trotz Einstellungsstopp lag die weltweite Mitarbeiterzahl Ende Juni mit 1402 nämlich um 5,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Ziel, die Stammbelegschaft zu halten, motiviere die Mitarbeiter.

Obwohl sich die Öl- und Erdgasindustrie im zweiten Quartal mit dem steigenden Ölpreis wieder stabilisiert habe, hat sich der Umsatzrückgang im Vergleich zu den ersten drei Monaten beschleunigt: Lag das Minus im ersten Quartal noch bei 4,2 Prozent, so waren es zwischen Mai und Juli knapp zwölf Prozent. Der Hersteller von Schaltungen und Bauelementen, die im explosionsgefährdeten Bereich eingesetzt werden, hat im zweiten Quartal dennoch Gewinn gemacht, seinen Sparkurs aber verschärft.

Inland im Plus

Lichtblicke macht das Unternehmen unter anderem deswegen aus, weil der Umsatz bezogen auf das Halbjahr in Amerika kräftig, nämlich um 42 Prozent, angestiegen ist. Auch im Inland haben die Stahlianer mehr verkauft als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2008. Dass die Firma bislang „keine größeren Rückgänge bei Umsatz und Auftragseingang“ zu verzeichnen hatte, wird in dem Bericht mit den Investitionen in neue Produkte und der starken Vertriebsmannschaft erklärt.

Die Börse war allerdings weniger zufrieden mit den Zahlen. Gestern verlor die Aktie zeitweise über vier Prozent, gegen Abend erholte sich die Stahl-Aktie aber wieder und lag bei 14,60 Euro nur noch 1,3 Prozent im Minus.

Quelle Heilbronner Stimme vom 6. August 2009 von Manfred Stockburger www.stimme.de

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