144,1 Millionen Euro hat das Unternehmen im ersten Halbjahr 2009 umgesetzt, das sind 32,2 Millionen Euro mehr als noch vor Jahresfrist.
Die Rückkehr in die Erfolgsspur ist gelungen - auch wenn Vorstandschef Ekkehard Schneider beschwichtigt und betont, dass das Wachstum im zweiten Halbjahr geringer ausfallen wird. Die Südwestdeutsche Salzwerke AG aus Heilbronn hat in den ersten sechs Monaten 2009 einen Umsatz und ein operatives Ergebnis erzielt wie seit drei Jahren nicht mehr. Und das liegt keineswegs nur daran, dass die Belastungen durch die Kartellstrafe bereits verbucht sind.
Dickes Plus
144,1 Millionen Euro hat das Unternehmen im ersten Halbjahr 2009 umgesetzt, das sind 32,2 Millionen Euro mehr als noch vor Jahresfrist. Das operative Ergebnis liegt bei 18,6 Millionen Euro. Unter dem Strich bleibt dem Konzern ein Überschuss von 11,4 Millionen Euro - nach einem Minus von 4,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2008.
Zum Vergleich: Im gesamten vergangenen Geschäftsjahr erzielte SWS noch vor Abzug der Kartellbuße ein operatives Ergebnis von gerade einmal 18,4 Millionen Euro. Ein ähnlich gutes Halbjahr wie jetzt gab es zuletzt 2006, als der Umsatz bei 160 Millionen Euro und der Überschuss bei 14 Millionen Euro lag.
Dass Schneider trotz der Zahlen auf die Euphoriebremse tritt, hat einen plausiblen Grund: Das gute Ergebnis ist mit einer starken Auslastung im Betrieb einhergegangen. „Für Instandhaltungsmaßnahmen hat uns die Zeit gefehlt“, so Schneider. Band- und Elektroanlagen müssten in der zweiten Jahreshälfte auf Vordermann gebracht werden. Außerdem bedeutete das gute Geschäft mit Auftausalz durch den kalten Winter, dass SWS seine Lagerbestände aufgebraucht hat. Ein Teil der Produktion im zweiten Halbjahr wird darauf verwendet, die Hallen wieder aufzufüllen.
Geschäftsfelder
Trotz eines Rückgangs beim Industriesalz durch die Wirtschaftskrise um rund 17 Prozent, kletterte der Gesamtumsatz im Segment Salz um mehr als 33 Millionen Euro auf 125 Millionen Euro. Der Geschäftsbereich Entsorgung liegt konstant bei 15,4 Millionen Euro Umsatz. Leichte Rückgänge gab es dagegen bei den sonstigen Segmenten.
Probleme macht hier vor allem der Bereich Logistik, namentlich die Reederei Schwaben. Anders als die Mutter hat das Tochterunternehmen nicht vom kalten, schneereichen Winter profitiert. Im Gegenteil: Vereiste Wasserwege haben dafür gesorgt, dass die Schiffe lange Zeit nicht auslaufen konnten. Zudem ist auch das Lagergeschäft der Reederei zurückgegangen: Wegen der Wirtschaftskrise nutzen weniger externe Unternehmen die Hallen der SWS-Tochter, um zum Beispiel Kohle zu deponieren. Seit Anfang Juni wird in der Reederei Schwaben deshalb kurzgearbeitet.
Positive Prognose
Das ändert freilich nichts daran, dass Schneider an seiner positiven Prognose für den Gesamtkonzern für das Jahr 2009 festhält. Denn zwar dürfe man nicht erwarten, dass sich die Zahlen aus dem ersten Halbjahr auf die restlichen Monate eins zu eins übertragen ließen. Aber dennoch geht der Vorstandschef davon aus, dass Umsatz und Ergebnis am Ende des Geschäftsjahres „klar über dem Vorjahresniveau“ liegen werden.
Quelle Heilbronner Stimme vom 1. September 2009 von Werner Tewes www.stimme.de
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