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Kabel BW verdoppelt Geschwindigkeit des Internets

     
 
 

8.9.09

 

Von dieser Woche an ist es in der Region von Abstatt bis Zaberfeld, zwischen Gemmingen und Künzelsau möglich, übers Kabelnetz mit 100 Megabit (Mbit) pro Sekunde im Internet zu surfen, doppelt so schnell wie bisher.

„Künftig dauert es noch acht Minuten, einen HD-Film herunterzuladen“, illustriert Kabel-BW-Chef Harald Rösch die neue Höchstgeschwindigkeit. Von dieser Woche an ist es in der Region von Abstatt bis Zaberfeld, zwischen Gemmingen und Künzelsau möglich, übers Kabelnetz mit 100 Megabit (Mbit) pro Sekunde im Internet zu surfen, doppelt so schnell wie bisher. Das Netzzentrum Heilbronn wurde damit als eines der ersten im Land auf die neue Technik umgestellt. Erst Mitte 2010 werden alle 3,5 Millionen Haushalte im Südwesten auf diesem Stand sein.

Konkurrenz

Damit geht Kabel BW in einem Gebiet in die Offensive, das in den letzten Monaten vor allem als Pilotprojekt von Telekom und Vodafone beim Ausbau des schnellen VDSL-Netzes Aufmerksamkeit erregte. Doch als Reaktion auf die aktive Konkurrenz will Rösch den Schritt nicht bewertet wissen. „Es ist eher andersherum“, sagt er, „die Initiative der Telekom ist eine Reaktion darauf, was hier mit der Kabeltechnik möglich ist.“

Tatsache ist, dass mit Versatel, Vodafone (bisher Arcor) und der Telekom im Stadtgebiet von Heilbronn mehr Wettbewerber mit eigenem Netz aktiv sind als in vielen anderen Gegenden Deutschlands. Kabel BW sieht sich trotzdem gut unterwegs: „Wir haben 15 Prozent Marktanteil - so viel wie im Landesschnitt - und sind bei der Neukunden-Gewinnung mit 30 Prozent die Nummer zwei nach der Telekom“, sagt Rösch.

Von der Anbieterdichte in Heilbronn können einige Gemeinden in Hohenlohe und im Kraichgau nur träumen. Und die weißen Flecken, wie die Gegenden ohne Breitbandanbindung genannt werden, bleiben weiterhin bestehen. Kabel BW investiere 170 Millionen Euro in diesem Jahr - nur zum Teil in die neue 100-Mbit-Technik. „Der Ausbau des Netzes lohnt sich zwar“, sagt Rösch. Doch Grabarbeiten seien einfach zu teuer. „Wenn die von anderer Seite übernommen werden, etwa von der Kommune beim Ausbau des Gasnetzes, dann stehen wir bereit und legen unsere Leitungen mit rein. Auch eine Zusammenarbeit mit anderen Anbietern komme infrage. So hat Kabel BW in der Vergangenheit schon mit Arcor die gegenseitige Glasfasernutzung ermöglicht. Doch für ländliche Gebiete bietet auch das selten eine Chance.

Viel Platz

Als nächstes nehmen die Heidelberger die Multimedia-Fähigkeiten ihres Kabels ins Visier. In Stuttgart läuft ein Test für Filme auf Abruf. Die Settopbox meldet die Wünsche per Internet an, dann wird der Film in der üblichen digitalen Qualität übers Kabel geliefert. Und auch Spiele und Abstimmungen werden künftig zum Fernsehen dazugehören. Bandbreite bietet das Koaxialkabel genug. Und auch das Internet könnte noch schneller werden, sagt Firmenchef Rösch. Wozu? „Die Logik ist einfach: Wenn es besser geht, warum nicht?“

Quelle Heilbronner Stimme vom 7. September 2009 von Christian Gleichauf www.stimme.de

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