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Mensch steht im Fokus

     
 
 

18.9.09

 

Procter & Gamble in Crailsheim schützt aktiv die Gesundheit der Mitarbeiter. Gesundheitsvorsorge, Stressbewältigung, Rückenschule und mehr bietet das Unternehmen seinem Personal.

Richard R. Deupree war vor vielen Jahrzehnten Vorstandsvorsitzender bei Proctor & Gamble (P&G). Er prägte die Firmenkultur unter anderem mit diesem Satz: "Wenn wir unser Geld, unsere Gebäude und unsere Produkte behalten dürfen, aber unser Personal verlieren, dann werden wir untergehen. Aber wenn wir unser Geld, unsere Gebäude und unsere Produkte verlieren und unsere Leute behalten dürfen, dann können wir in zehn Jahren alles wieder aufbauen."
 
Dass die Mitarbeiter das höchste Gut sind, darauf wird auch im Crailsheimer Procter & Gamble-Werk großen Wert gelegt. "Unser Fokus liegt auf den Menschen", bestätigt Personalleiter Kurt Horlacher. "Wellbeing" - Wohlbefinden heißt ein weltweites P&G-Programm, das hier auf vorbildliche Weise umgesetzt wird. "Wir sind überzeugt, dass es die Arbeitskultur verbessert", erklärt Werkleiter Ingo Schimmelpfennig.

Mit Hilfe von präventiven Maßnahmen wird die Gesundheit der Mitarbeiter geschützt. Und zwar nicht nur durch Sicherheitsrichtlinien am Arbeitsplatz. Zur Verfügung steht eine eigene medizinische Abteilung mit Betriebsarzt. Hier können sich die Mitarbeiter während der Arbeitszeit behandeln und durchchecken lassen. Schwester Bettina Riedel ist die gute Seele der Abteilung und ständig um das Wohl der Mitarbeiter bemüht. Riedel holte auch Entspannungspädagogin Inge Rümmele aus Crailsheim mit ins Boot, die nun im Werk ein selbst entwickeltes, ganzheitliches Entspannungsseminar anbietet. In der wöchentlich stattfindenden "Atempause" finden die Teilnehmer individuell heraus, wie sie Stress am Arbeitsplatz besser bewältigen können.
 
Auch die Rückenschule, geleitet von der stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Margit Krug, bildet einen wichtigen Wellbeing-Baustein als Ausgleich zum Arbeitstalltag. Abgerundet werden die Angebote durch Aktionen wie den Herz-Check.
 
Die Maßnahmen kosten den Betrieb zwar "400 000 bis 500 000 Euro pro Jahr", wie Werkleiter Schimmelpfennig einräumt, "im Verhältnis dazu, was ich hinterher herausbekomme, sind das aber Peanuts." Gesunde und zufriedene Mitarbeiter bringen auch eine bessere Leistung, ist seine Überzeugung.

Quelle RegioBusiness vom 11. September 2009 von Sabine Franz http://www.suedwest-aktiv.de

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