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Würth zahlt wieder volle Gehälter

     
 
 

18.9.09

  Die Mitarbeiter haben nochmals ganz kräftig Gas gegeben und das Ergebnis auf Vorjahresniveau gebracht.

Von diesem Monat an bekommen die Mitarbeiter der Adolf Würth GmbH & Co KG (AWKG) wieder ihre vollen Bezüge. „Wir heben den Gehaltsverzicht zum 1. September auf“, sagte Norbert Heckmann, der Vorsitzende der AWKG-Geschäftsführung in einem Interview, das in der WirtschaftsStimme am kommenden Dienstag erscheinen wird. Die deutsche Vertriebsgesellschaft des Künzelsauer Direktvertriebsunternehmens hatte im April etwa 1250 Mitarbeiter in die Kurzarbeit geschickt – weitere 750 Beschäftigte verzichteten seit April auf fünf Prozent ihres Gehalts. „Wir sind dankbar, dass die Mitarbeiter das mitgetragen haben“, sagt Heckmann.

Auf Vorjahresniveau

Nach zwei Monaten hatte das Unternehmen die Kurzarbeit beendet, im Gegenzug verzichteten die Mitarbeiter ebenfalls auf fünf Prozent ihrer Gehälter. Damit ist jetzt Schluss. „Wir waren im August wieder auf Vorjahresniveau“, sagt Heckmann. „Die Mitarbeiter haben nochmal ganz kräftig Gas gegeben.“ Das Unternehmen sei „einige Punkte“ besser als der Markt gewesen.

Außerdem hat das Unternehmen die Vereinbarung über die Betriebsergebnis-Prämien so angepasst, dass die Mitarbeiter auch das Geld, auf das sie verzichtet haben, zum Jahresende zurückbekommen werden. Auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld, deren Bezahlung das Unternehmen von der wirtschaftlichen Lage abhängig gemacht hatten, werden bezahlt. „Es wird im Brutto keinen Ausfall geben“, verspricht Norbert Heckmann, der im Januar den Vorsitz der Geschäftsführung des größten Einzelunternehmens der Würth-Gruppe übernommen hatte.

Gemütlichkeit wird dennoch nicht im Unternehmen einziehen, denn Heckmann geht nach wie vor davon aus, dass der AWKG „ein herausforderndes Jahresende und ein schwieriges Jahr 2010 bevorsteht“. Insbesondere die Metall-Division, die viele Kunden im Maschinenbau habe, bekomme die Konjunkturkrise zu spüren. Bei den Kunden aus der Baubranche müsse sich noch zeigen, ob die Konjunkturpakete ausreichen, um die Firmen beschäftigt zu halten. Deswegen gibt Heckmann „keine Entwarnung“.

Quelle Heilbronner Stimme vom 15. September 2009 von Manfred Stockburger www.stimme.de

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