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Sieben Millionen Euro investierte der Weltmarktführer für Thermoform-Maschinen in zweieinhalb Jahren in einen Anbau ans Stammhaus.
Das neue Kundenzentrum von Illig rückt - wie der Name sagt - die Kunden in die Mitte der Firma. Raffiniert verknüpft die Architektur Alt und Neu - die Beständigkeit der 60er Jahre mit der gläsernen Leichtigkeit der Moderne. Bei einer Hausmesse genießen 300 Vertreter und Kunden aus aller Welt die neue Überschaubarkeit.
Sieben Millionen Euro investierte der Weltmarktführer für Thermoform-Maschinen in zweieinhalb Jahren in einen Anbau ans Stammhaus. Jetzt markiert ein leicht geschwungener Glasvorbau schon von weitem, wohin die Kundschaft ihre Schritte lenken soll. Über einen Wasserfall, der einer Kühlstrecke gleicht, führt eine Brücke die kurze Treppe hinauf ins Foyer. An zwei Theken werden die Gäste begrüßt. Auf rotem Teppich lädt eine Sitzgruppe zum Verweilen ein.
Transparenz Acht Besprechungszimmer reihen sich in einem vornehm mit Schiefer ausgelegten Flur aneinander. Sie sind mit modernster Medientechnik ausgestattet. Einige von ihnen geben durch eine lichte Fensterwand den Blick in eine Halle frei, wo vorführbereit neuste Maschinen und Anlagen stehen. Illig-Geschäftsführer Karl Schäuble erklärt die Sichtbeziehung zwischen Mitarbeitern und Kundschaft als kommunikative Öffnung.
Denn in den Besprechungsräumen sitzen Teams von Illig und Teams von den abnehmenden Firmen oft tagelang beisammen und planen Anlagen. Durchschnittlich 250 Maschinenstraßen werden jedes Jahr konzipiert und gebaut, die aus allem möglichen Kunststoff Joghurt- und Trinkbecher, Pflanztöpfe und Badewannen, Innengehäuse für Kühlschränke und Karosserieteile, Koffer und Klappdosen - also sehr unterschiedliche Produkte - formen. 80 Prozent der Anlagen von Illig werden exportiert, 50 Prozent stehen außerhalb von Westeuropa.
Letztes Jahr waren drei Hausmessen, dieses Jahr folgte Nummer zehn. Illig setzt verstärkt auf direkte Kundeninformation, um die technologische Entwicklung am „lebenden Objekt“ zu veranschaulichen. Kundenschulungen sind Tradition im Hause, nicht zuletzt weil die Thermoformtechnik an den Hochschulen keine große Rolle spielt. Der neue Schulungsraum im Obergeschoss ist deshalb medientechnisch perfekt ausgestattet, inklusive Simultanübersetzung, die gestern für fünf Russen schon im Einsatz war.
Entwicklung Illig beschäftigt 750 Mitarbeiter. Bis Anfang 2008 ist der Markt für Illig jährlich um vier Prozent gewachsen. Mit der Wirtschaftskrise kam ein Einbruch von bis zu 30 Prozent. Schäuble rechnet bis Jahresende weiterhin mit Kurzarbeit, doch sieht er Licht am Horizont - steigende Investitionen im außereuropäischen Markt. Ob es ein anhaltender Trend ist, vermag er noch nicht zu sagen.
Quelle Heilbronner Stimme vom 23. September 2009 von Gertrud Schubert www.stimme.de
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