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Die Heilbronner Firma Schweizer Galvanotechnic ist überzeugt, jetzt ist genau die richtige Zeit, um sich für die Zukunft zu rüsten.
Investieren trotz Krise? Für Alexander Schweizer ist das keine Frage, sondern eine Selbstverständlichkeit. Der Geschäftsführer und Inhaber der Heilbronner Firma Schweizer Galvanotechnic ist überzeugt: "Jetzt ist genau die richtige Zeit, um sich für die Zukunft zu rüsten." Dass das keine leeren Worte sind, zeigt ein Blick auf die nackten Zahlen: 2,2 Millionen Euro hat der 28 Mitarbeiter starke Familienbetrieb seit Beginn der Rezession Mitte 2008 in neue Maschinen und Hallenerweiterungen gesteckt.
Firmen aus allen Branchen beauftragen Schweizer inzwischen damit, ihre Bauteile aus Metall so zu präparieren, dass sie vor Korrosion geschützt sind und nicht rosten. Das Unternehmen befindet sich auf Wachstumskurs, seit Alexander Schweizer 1996 die operative Führung übernommen hat. Und Schweizer hat in den vergangenen Jahren eine Menge Geld in die Hand genommen, um seine Firma wettbewerbsfähig zu halten.
Etliche Investitionen
Er hat neue Produktions- und Lagerhallen bauen lassen und in diverse technische Anlagen und Maschinen investiert. Auch ein eigenes Blockheizkraftwerk sowie eine Regenwasserzisterne hat die Firma in Betrieb genommen, um die eigenen Kosten zu drücken. Erste Rückschläge habe es erst durch die Krise gegeben, so Alexander Schweizer.
Umsatzrückgang
Derzeit ist die Situation schwierig, räumt der Firmenchef ein. Einige Abteilungen seines Betriebs, die Aufträge für die Automobilindustrie abfertigen, müssen nach Angaben Schweizers mit Umsatzeinbrüchen von bis zu 35 Prozent kämpfen. Ein Teil der Beschäftigten ist in Kurzarbeit. Es habe deshalb durchaus Überlegungen gegeben, die jüngsten Investitionen zu verschieben oder zumindest zu verringern, so Schweizer. "Aber wir bauen für die Zukunft", sagt der Firmenchef, "und machen bei diesem Ziel keine Abstriche."
Von den Banken - etwa der L-Bank und der Volksbank Heilbronn - habe er große Unterstützung erhalten, so dass er seine Pläne vollständig umsetzen konnte. Das Ergebnis: Vor kurzem ist eine neue Fertigungsstraße in Betrieb gegangen, zudem wurden die Produktionskapazitäten erweitert. Flexibler und schneller will Schweizer dank der Investitionen werden.
Auch die Ausrichtung soll demnächst breiter werden: Für die Zukunft plant der Firmenchef vermehrt ganze Module zu erstellen. Bereits jetzt lassen Kunden wie etwa der Autobauer Audi nicht mehr nur fertige korrosionsgeschützte Teile ans Band liefern, sondern auch komplette Prototypen bei Schweizer vorbereiten.
Quelle Heilbronner Stimme vom 6. Oktober 2009 von Werner Tewes www.stimme.de
Foto Alexander Schweizer
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