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Stetig bergauf

     
 
 

6.10.09

  Wöhwa baut Dosieranlagen und Waagen für industrielle Zwecke: Förderbänder, Silos, Mischanlagen, Siebe, Waagen.

"Es gibt wohl kein Unternehmen, das so breit aufgestellt ist wie wir", sagt Prokurist Fritz Jakob. Das Sortiment des Familienunternehmens beginnt bei Steuerungseinheiten für Vorbrecher in Steinbrüchen und endet bei der Lieferscheinausgabe der Lkw-Waage. Alles dazwischen, was in der Schüttgutindustrie eingesetzt wird, kann mit Anlagen aus Pfedelbach gesteuert werden: Förderbänder, Silos, Mischanlagen, Siebe, Waagen. "Wir fangen bei einem Wägebereich von 500 Kilo an und gehen hoch bis zu 200 Tonnen", erläutert Jakob. "Bei der Versandautomatisierung sind wir führend." Digitale Verfahren werden hier seit 1969 entwickelt. Neuester Trend sei der Einsatz von Kamerasystemen: Sie lesen die Kennzeichen der Lastwagen beim Verwiegen und Beladen ab und stellen auf dieser Grundlage den Lieferschein aus.

Firmengründer

Mit einer Spezialkonstruktion, erdacht von Firmengründer Josef Wöhrl, ist der 90-Mann-Betrieb weltweit sogar einzigartig: Die elektrodynamische Kreiselmesszelle kann ein Gewicht von einer Tonne auf ein Gramm genau bestimmen. "Wir arbeiten gerade daran, die Mess-Ergebnisse noch feiner zu machen", erzählt der Prokurist. Eingesetzt werden solche Geräte zum Beispiel in Münzprägeanstalten - "auch in der Stuttgarter Münze steht eine Anlage von uns", berichtet Jakob - oder auch bei der Verarbeitung von hochwertigen Metallen.

Geschichte

Die Geschichte von Wöhwa ist typisch für die Nachkriegszeit in Hohenlohe: Josef Wöhrl startete das Unternehmen 1949 im Keller seines Schwiegervaters in Öhringen. Von Anfang an spezialisierte er sich auf Fahrzeugwaagen und Dosieranlagen. 1968 entwickelte Wöhrl die Kreiselwaage, die 1972 durch die physikalisch-technische Bundesanstalt in Braunschweig offiziell zugelassen wurde - und dort heute selbst vielfach eingesetzt wird.

Zu diesem Zeitpunkt war das Unternehmen bereits nach Pfedelbach umgezogen, wo der Standort seitdem immer wieder erweitert wurde. Zuletzt wurde vergangenes Jahr die Produktionshalle um 1000 Quadratmeter vergrößert. 2006 kam außerdem die Niederlassung in Kanada hinzu: Von Vancouver aus wird ganz Nordamerika bearbeitet. "Wir wollen damit die saisonalen Schwankungen etwas ausgleichen", erläutert Jakob: In Europa werde vor allem während der Winterzeit, wenn in der Baustoffindustrie wenig Material benötigt wird, in die Anlagen investiert. In Nordamerika entfällt zumindest an der Golfküste und in Kalifornien dieser Effekt.

"In den vergangenen Jahren ist es stetig bergauf gegangen", fasst der Prokurist zusammen. Neben den beiden Niederlassungen in Kanada und Frankreich sorgen freie Handelsvertreter vor allem in Osteuropa für zusätzlichen Schub. Von der Wirtschaftskrise sei jedenfalls kaum etwas zu spüren, erzählt der Prokurist. "Wir haben sogar Personal aufgestockt."

Quelle Heilbronner Stimme vom 6. Oktober 2009 www.stimme.de

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