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Es geht aufwärts im Handwerk. Die Geschäftserwartungen haben sich weiter erholt.
Nachdem die Handwerkskonjunktur in der Region Heilbronn-Franken in den Monaten April bis Juni leicht zulegen konnte, wächst im Herbst die Hoffnung, dass die Talsohle der Krise erreicht ist. Am Ende des dritten Quartals haben sich sowohl die Einschätzungen der aktuellen Lage als auch die der Geschäftserwartungen weiter erholt. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Heilbronn-Franken unter ihren rund 11 700 Mitgliedsbetrieben.
Schon im zweiten Quartal hatten sich bei der Geschäftsentwicklung erste Erholungstendenzen gezeigt; dieser Trend setzte sich im dritten Quartal fort. 39,6 Prozent der Betriebe bewerten ihre derzeitige Geschäftsentwicklung positiv - ein Wert, der nur wenig unter dem des Vorjahresquartals liegt. Allerdings berichten auch mehr Handwerksbetriebe als 2008 von einem schlechten Geschäftsverlauf.
Indikator steigt Für die kommenden Monate sind die hiesigen Handwerker zuversichtlich. 46,9 Prozent der befragten Unternehmen glauben, dass sich die Geschäfte positiv entwickeln werden. 2008 waren es nur zwei Prozentpunkte mehr. Der Konjunkturindikator, der die Geschäftslage im abgelaufenen und die Erwartungen für das nächste Quartal in einer Kennzahl zusammenfasst, ist zum dritten Mal in Folge auf nun 21,7 Punkte gestiegen. Trotzdem bleibt er unter dem Stand des Vorjahresquartals von 30,1 Zählern.
Bei jedem dritten Handwerksbetrieb sind die Auftragseingänge gestiegen. 27,7 Prozent geben an, von einem Minus bei den Aufträgen betroffen zu sein. Was die Zukunft angeht, zeichnen sich positive Tendenzen ab. 37,7 Prozent der Handwerker erwarten in den nächsten Monaten ein steigendes Auftragsvolumen.
Die Beschäftigungsnachfrage der Betriebe hat sich im dritten Quartal belebt. Per Saldo verzeichnen mehr Unternehmen einen Mitarbeiterzuwachs als einen Stellenabbau. Die Erwartungen für das kommende Quartal sind verhaltener. Nur sechs Prozent planen in den kommenden Monaten, neues Personal einzustellen. Mit einer Verkleinerung des Personalbestands rechnen 9,9 Prozent der Befragten. Neue Investitionsvorhaben werden bei den Handwerkern hinten angestellt.
"Die Lage im Handwerk der Region Heilbronn-Franken hat sich im Verlauf der Sommermonate für viele Betriebe verbessert. Die kleinen und mittleren Unternehmen stabilisieren die regionale Wirtschaft", betont Kammerpräsident Ulrich Bopp.
Gegen höhere Steuern Er erwartet er von der neuen Bundesregierung, dass sie diese Betriebe gezielt stärkt und Wachstumsimpulse setzt. Er hofft, dass Korrekturen beim Einkommenssteuertarif und bei der Erbschaftssteuerreform vorgenommen werden.
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