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TDS steht auf der Sonnenseite

     
 
 

9.10.09

 

Umsatz: plus 17,3 Prozent auf knapp 132 Millionen Euro. Ergebnis nach Steuern: auf 12,2 Millionen Euro fast verdreifacht. Auch die Mitarbeiterzahl im TDS-Konzern ist gestiegen: um 131 auf 1117 Beschäftigte.

Rekordumsätze? Und sogar ein Rekordergebnis? Selten sind diese Wörter geworden im Wirtschaftswortschatz. Umso beachtlicher sind die Zahlen, die TDS-Vorstandschef Heiner Diefenbach gestern bei der Hauptversammlung der Fujitsu-Tochter in der Erlenbacher Sulmtalhalle den Anteilseignern vorstellte. Umsatz: plus 17,3 Prozent auf knapp 132 Millionen Euro. Ergebnis nach Steuern: auf 12,2 Millionen Euro fast verdreifacht. Auch die Mitarbeiterzahl im TDS-Konzern ist gestiegen: um 131 auf 1117 Beschäftigte. Nachdem auch die Aktie - angetrieben durch den Beherrschungsvertrag mit der Mutter Fujitsu - ein deutliches Plus hingelegt hat, ist Vorstandschef Diefenbach der Beifall sicher.

Beraterin Für Verwunderung sorgt bei der Versammlung lediglich die Tatsache, dass die Beratungsfirma Insignion aus Wiesbaden von der TDS 453 000 Euro bekommen hat. Mehrheitsgesellschafterin des Unternehmens ist die Ehefrau des Vorstandsvorsitzenden, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht.

"Das deutsch-japanische Sudoku harmoniert im Moment", bescheinigt dennoch der Heilbronner Anwalt Ulrich Gass dem Unternehmen - er vertritt die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz und hat bei der TDS auch schon andere Zeiten erlebt. Allein die drohenden Abschreibungen im Zusammenhang mit der Pleite des Großkunden Escada drückt ein wenig auf die Stimmung. Die Höhe des Forderungsausfalls lasse sich aber noch nicht beziffern, sagt Diefenbach. Sein Ausblick ist dennoch positiv: "Wir gehen trotz der angespannten konjunkturellen Lage von einer stabilen Geschäftsentwicklung aus."

Zu seiner Zuversicht trägt unter anderem ein spektakulärer Großauftrag bei, der über die Mutter Fujitsu in Neckarsulm gelandet ist: Die eben verstaatlichte Bank Hypo Real Estate lagert ihre IT an Fujitsu aus. Das externe Rechenzentrum der Bank wird künftig von der TDS betrieben - zum Teil in Neckarsulm, zum Teil in Neuenstadt, wo zurzeit ein neues Rechenzentrum entsteht.

Kein Risiko Über die Zahlen schweigen sich die Neckarsulmer aus - der gesamte Fünfjahresvertrag der Fujitsu hat aber einen Wert im hohen zweistelligen Millionenbereich. Und bei der TDS, soviel bestätigen die Neckarsulmer, wird die HRE auf dem Umweg über die Mutter einer der wichtigsten Kunden sein. Und weil die Bank inzwischen dem Staat gehört, ist das Risiko für die TDS, dass das Engagement ähnlich wie bei Escada endet, gering.

Quelle Heilbronner Stimme vom 9. Oktober 2009 von Manfred Stockburger www.stimme.de

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