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„Großer Preis des Mittelstands 2009“ für Pflanzen Kölle

     
 
 

14.10.09

 

Erfolgreiche Unternehmen aus der Region Heilbronn-Franken sind in Würzburg mit dem „Großen Preis des Mittelstandes 2009“ geehrt worden. 3.366 Unternehmen wurden von fast 1.400 Institutionen bundesweit nominiert. Aus der Region Heilbronn-Franken wurden 52 produzierende Betriebe, Dienstleistungsunternehmen, Handwerksbetriebe und Banken nominiert. Pflanzen-Kölle aus Heilbronn wurde als „Sieger“, der Sicherheitstechniker Bartec aus Bad Mergentheim als „Filialist“ geehrt.
 
Im Würzburger Hotel Maritim wurden im Rahmen einer festlichen Gala die erfolgreichsten Unternehmen im 15. bundesweiten Wettbewerb um den „Großen Preis des Mittelstandes 2009“ aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Thüringen in Anwesenheit von mehr als 600 Gästen ausgezeichnet. Die 12 als „Preisträger“ und 23 als „Finalisten“ am Abend ausgezeichneten Unternehmen aus den vier Bundesländern hatten sich in der 2. Wettbewerbsetappe (Erreichen der Juryliste) gegen die harte Konkurrenz von insgesamt 410 Mitfavoriten aus ihren Bundesländern erfolgreich durchgesetzt.

Über 3.000 nominierte Unternehmen

Der mit einer großen Bundesgala am 24. Oktober in Berlin zu Ende gehende 15. Wettbewerb um den „Großen Preis des Mittelstandes 2009“ brachte erneut beachtliche Ergebnisse, zu denen die 3 366 (2008: 3 184) von mehr als 1 400 Institutionen nominierten kleinen und mittelständischen Unternehmen aus allen 16 Bundesländern allesamt ihren Anteil leisteten.

Im Mittelstand lebt der Faktor Mensch

Minister Prof. Dr. Wolfgang Reinhart, Staatsministerium Baden-Württemberg und gleichzeitig Mitglied des Kuratoriums der Oskar-Patzelt-Stiftung, lobte in seiner Laudatio: „Im Mittelstand lebt der Faktor Mensch, schlägt das Herz der Sozialen Marktwirtschaft. Mittelständler handeln engagiert und kompetent, abseits des Rampenlichts. Die mittelständischen Unternehmen sind es, die unsere Wirtschaft ausmachen und unserer Gesellschaft Stabilität geben.“ Besonders freute sich Minister Reinhart gemeinsam mit dem nominierenden Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH (WHF), Steffen Schoch, über die Preisträger aus seiner Heimatregion Heilbronn-Franken.

Pflanzen-Kölle gewinnt begehrten Preis

Preisträger Baden-Württemberg wurde in diesem Jahr Pflanzen-Kölle Gartencenter GmbH & Co. KG, Heilbronn. Für den Pflanzenfreund bietet Pflanzen-Kölle alles, was das gärtnerische Herz begehrt: Zimmer-, Balkon- und Hydropflanzen sowie eine große Auswahl an Gartenpflanzen, Stauden, Samen und Blumenzwiebeln. Mit mehr als 40 000 Artikeln ist die Auswahl einzigartig. Fachabteilungen für Gartenbedarf ergänzen das Pflanzensortiment. Das Angebot reicht dabei von Rasenmähern über Pumpen und Bewässerungssysteme bis hin zu Gartenmöbeln und Teichen.

Gegründet wurde das in sechster Generation bestehende Familienunternehmen 1818 von David Kölle, der in Ulm eine Kunst- und Handelsgärtnerei eröffnete. 1984 leitete Klaus Kölle die deutschlandweite Expansion mit Großgarten-Centern ein. Unter der Führung von Angelika Kölle begann das Unternehmen 2008 seine Eigenproduktion auf biologischen Anbau umzustellen. Deutschlandweit werden heute elf Garten-Center betrieben.

Hinzu kommen eine eigene Gärtnerei und eine Baumschule. Umweltschutz ist bei Pflanzen-Kölle ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie. Regenwasser wird aufgefangen und als Gießwasser verwendet. Die Parkplätze sind so abgedeckt, dass sämtliches Oberflächenwasser auf dem Grundstück versickern kann. Im vergangenen Jahr zählte das Unternehmen etwa 1 400 Mitarbeiter, davon sechs Prozent Auszubildende. Alle ein bis zwei Jahre möchte die Firma weitere Garten-Center an ausgewählten Standorten eröffnen und seine Präsenz in Ost- und Süddeutschland ausbauen.

WHF-Geschäftsführer Steffen Schoch betont: „Pflanzen-Kölle in Heilbronn ist ein Paradebeispiel für ein erfolgreiches, mittelständisches und über Generationen vom Inhaber geführtes Unternehmen, das wächst und expandiert, über 1.400 Mitarbeitern sichere Arbeitsplätze gibt sowie die Ausbildung von fast 100 Jugendlichen begleitet und fördert. Pflanzen-Kölle ist ein echter „Botschafter“ unserer Region Heilbronn-Franken und seiner „Hauptstadt“ Heilbronn!“

Vom Ein-Mann-Betrieb zum Weltmarktführer

Mit einer Urkunde als „Finalist“ wurde auch das Bad Mergentheimer Unternehmen BARTEC gewürdigt. Die Geschichte der BARTEC GmbH begann 1975 mit einer Innovation: Firmengründer Reinhold A. Barlian startete als Ein-Mann-Betrieb mit der Entwicklung und Herstellung eines Sicherheitsschalters, der Explosionen an Zapfsäulen verhindert. Heute ist die BARTEC Gruppe der führende globale Anbieter hochwertiger, industrieller Sicherheitstechnik für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen.

Mit seinen 1.464 Mitarbeitern hatte das Unternehmen letztes Jahr das erfolgreichste in seiner gesamten Unternehmensgeschichte. Der Umsatz stieg um knapp zwölf Prozent auf 230 Mio. Euro.

„Bartec ist einer der typischen Hidden Champions unserer Region Heilbronn-Franken“, betont Steffen Schoch. „Kundennähe und innovative Technologien sind die wichtigsten Antriebskräfte des Unternehmens, das sich in nur 25 Jahren zum Weltmarktführer entwickelt hat“, so Schoch weiter.

v.l.n.r.: Gerda Reutemann, stv. Geschäftsführerin Mindness® Hotel Bischofschloss; Daniela Deubel, Leiterin Unternehmenskommunikation BARTEC GmbH; Wolfgang Bachleitner, Geschäftsleitung Bachleitner und Heugel Elektronik OHG; Gregor Wilz und Udo Massong, Geschäftsführer Quintessence Naturprodukte GmbH & Co. KG; Martina und Roland Arnold, Geschäftsführer PARAVAN GmbH; Siegfried Kummer, Geschäftsführer ASSTEC GmbH & Co. KG

Aus der Region Heilbronn-Franken waren unter anderem nominiert die Unternehmen Malco-Löffelhardt (Heilbronn), Franz Binder (Neckarsulm), Steinmetz Holzbau (Obersulm-Willsbach), Walter Söhner (Schwaigern), Hotel Sperber (Abstatt), KWO Kunststoffteile (Offenau), Fastner (Obersulm), Erlebnispark Tripsdrill (Cleebronn), STEGO Elektrotechnik (Schwäbisch Hall), BERA Personaldienstleistungen (Schwäbisch Hall), WFG Schwäbisch Hall, SIGNal Reklame (Schwäbisch Hall), Hohl Spedition (Michelfeld), Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (Wolpertshausen), GEMÜ (Ingelfingen), Müller Co-AX (Forchtenberg), Kriwan (Forchtenberg), Jako (Hollenbach), König & Meyer (Wertheim), ERSA (Wertheim), Lutz Pumpen (Wertheim), alfi (Wertheim), Pink (Wertheim), Wirthwein (Creglingen), Schwendter Blechbearbeitung (Boxberg-Schweigern), Limot (Bad Mergentheim), Roto Frank (Bad Mergentheim) und Conrac (Weikersheim). (Auszug)

Am 24. Oktober werden in Berlin zum Abschluss des diesjährigen Wettbewerbs die bundesweiten „Sonderpreise“ verliehen. Daran schließt sich unmittelbar der Start für die 16. Oskar-Patzelt-Stiftungstage, verbunden mit dem Beginn der Nominierungen für den „Großen Preis des Mittelstandes 2010“. 

Hintergrundinformation

Seit der Erstverleihung 1995 hat sich der „Große Preis des Mittelstandes“ zum wichtigsten deutschen Mittelstandswettbewerb entwickelt. Im Jahr 2009 wurden 3.366 Firmen von 1.388 Kommunen, Institutionen und Verbänden nominiert. Alle nominierten Unternehmen sind auf www.mittelstandspreis.com und im Expertenportal www.kompetenznetz-mittelstand.de veröffentlicht.

Trotz krisenhafter weltwirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Entwicklungen hat der unternehmerische Mittelstand in den letzten Jahren Millionen neuer und zusätzlicher Arbeitsplätze geschaffen. Diese gewaltigen Leistungen werden in der Öffentlichkeit jedoch kaum wahrgenommen. Der Wettbewerb trägt zur öffentlichen Würdigung des Mittelstandes als Hoffnungsträger und Wirtschaftsfaktor bei, befördert die Netzwerkbildung im Mittelstand und popularisiert Erfolgsbeispiele. Mit der Nominierung von Firmen zu diesem Wettbewerb verbinden Kommunen, Institutionen und Verbände effektiv Wirtschaftsförderung und Regionalmarketing miteinander. Für die Firmen selbst ist bereits die Teilnahme am Wettbewerb, erst recht die Auszeichnung als Mitglied der Juryliste, als Finalist oder Preisträger, ein starkes Alleinstellungsmerkmal mit vielfältigen Vermarktungsmöglichkeiten.

Die Entscheidung zur Auszeichnung fällen Regionaljurys der zwölf Wettbewerbsregionen und eine Abschlussjury. Je Wettbewerbsregion können im Regelfall drei Unternehmen als Preisträger und fünf weitere als Finalist ausgezeichnet werden. Darüber hinaus werden bundesweite Sonderpreise ausgelobt für die Unternehmerin des Jahres, die Kommune des Jahres, die Bank des Jahres sowie Premier bzw. Premier-Finalist. Als Premier und Premier-Finalist können nur Preisträger früherer Jahre ausgezeichnet werden. Die Sonderpreise werden auf dem Bundesball in Berlin verliehen.

Träger des Wettbewerbs gemeinsam mit der Oskar-Patzelt-Stiftung (Leipzig) sind Industrie- und Handelskammern (IHK), Handwerkskammern (HWK), der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi), Unternehmer- und Arbeitgeberverbände (UV, AGV), Landesverbände des Bundes der Selbstständigen/Deutscher Gewerbeverband (BDS/DGV) und des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft (BVMW), der Europaverband der Selbstständigen (BVD/CEDI), Regierungspräsidien, Städte und Gemeinden; in Zusammenarbeit mit Ministerien, Institutionen und Medien.

Seit Anbeginn ist die Stiftung grundsätzlich ehrenamtlich organisiert und wird ohne einen Euro Steuergelder ausschließlich privat finanziert. Weder den nominierenden Institutionen noch den teilnehmenden Unternehmen entstehen irgendwelche Anmelde- oder Bearbeitungsgebühren. Nur die Teilnahme an der festlichen Preisverleihung mit glanzvollem Ball ist kostenpflichtig. Mehr als 200 Personen aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens sind gegenwärtig in 13 Jurys, fünf weiteren Stiftungsgremien und bundesweit über 35 regionalen Servicestellen aktiv engagiert. Die Oskar-Patzelt-Stiftung verkörpert Corporate Citizenship im besten Sinne und wurde im Jahr 2008 von Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer im Auftrag des Bundespräsidenten Horst Köhler mit dem Bundesverdienstkreuz, der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland,  ausgezeichnet.

Der Mittelstandswettbewerb „Großen Preis des Mittelstandes” der Oskar-Patzelt-Stiftung hat sich seit 1995 zu Deutschlands wichtigstem Wirtschaftswettbewerb entwickelt. Ausschreibung, Durchführung und öffentlichkeitswirksame Verleihung gaben Anregungen für manch anderen regionalen oder bundesweiten Mittelstandspreis bzw. Unternehmerpreis, mit denen das tägliche Engagement des unternehmerischen Mittelstandes gewürdigt wird.

 
         
         
 
Heilbronn-Franken...
Robert T. Heinemann

Es gibt nicht viele Regionen, die bei der Fachkräftegewinnung so aktiv sind wie Heilbronn-Franken.

Dabei bin ich davon überzeugt, dass es auch ein sehr probates und gutes Mittel ist, eine Region interessant zu machen.

 
Robert T. Heinemann Geschäftsführer HEINEMANN MANAGEMENT CONSULTING
 
HEINEMANN MANAGEMENT CONSULTING