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Für die Europavertriebszentrale investiert der US-Mikrofonhersteller rund 10 Millionen und will bereits im Frühjahr 2011 einweihen.
Für Eppingens Oberbürgermeister Klaus Holaschke ist es „ein Meilenstein in der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung unserer Stadt“. Im Frühjahr 2011 will die Firma Shure ihre neue Unternehmenszentrale für Europa im Gewerbegebiet Tiefental beziehen. Mit dem ersten Spatenstich hat einer der weltweit führenden Spezialisten für Mikrofone und Audiotechnik am gestrigen Mittwoch das Bauvorhaben gestartet.
Dem Profi, aber auch dem Endverbraucher sein persönliches Klangerlebnis zu vermitteln, hat sich Shure auf die Fahnen geschrieben. Gut klang für den bislang in Heilbronn sitzenden Hersteller von Mikrofonen, Drahtlossystemen, Ohrhörern und Tonabnehmern, was ihm die Fachwerkstadt auf der Suche nach einem neuen Standort zu offerieren hatte.
Auswahlverfahren
Zwölf Alternativen boten sich dem Unternehmen, fünf kamen in die engeren Wahl, drei schafften es in die Schlussrunde. „Jede Gemeinden hatte hervorragende Argumente“, blickt Shure-Europe-Geschäftsführer Markus Winkler zurück. Zwei entscheidende Punkte gaben schließlich den Ausschlag für Eppingen: das Engagement und die Überzeugungskraft des Rathauses zum einen und die Handschrift im Tiefental zum anderen. Hier werden konsequent mittelständisch geprägte und technologieorientierte Betriebe angesiedelt.
Wachstum
50 Mitarbeiter werden 2011 von den Böllinger Höfen ins Tiefental umziehen. In den Folgejahren soll der Betrieb weiter wachsen. Als Zielgröße nennt der Geschäftsführer etwa 70 Beschäftigte.
„Wir haben mit Shure einen Wunschpartner für dieses Gebiet gefunden“, bekräftigt OB Holaschke. Damit die Firma sich am südlichen Tiefental-Ende ansiedeln kann, hat die Stadt eigens den zweiten Bauabschnitt erschlossen und dafür rund 600.000 Euro ausgegeben. Das Gelände direkt neben der Bundesstraße 293 eröffnet dem Betrieb auch die gewünschten Präsentationsmöglichkeiten.
Bevor der Rathauschef zusammen mit Markus Winkler, Klaus-Peter Reimold von der gleichnamigen Gemminger Baufirma und der US-Amerikanerin Pat Knoll, Shure-Direktorin fürs weltweite Gebäudemanagement, zum Spatenstich schreitet, preist er den Standort: „Eine Ansiedlung im ländlichen Raum hat ihre Vorteile.“ Die Verkehrsanbindung sei nicht die schlechteste – auch wenn das Tiefental nicht direkt an der Autobahn liege.
Shure kommt als viertes Unternehmen ins Tiefental. Die Firma ASA aus der Dieffenbacher-Gruppe hat sich hier mit ihrer Automations- und Robotertechnik niedergelassen. Nachbarn sind der Förder- und Montagetechnikhersteller FM-Systeme und die BUK, ein hochtechnologischer Kunststoffspritzbetrieb. Von den 30 Hektar im Gewerbegebiet ist jetzt die Hälfte verkauft – inklusive der Optionsflächen für Erweiterungen der angesiedelten FIrmen. Als größtes zusammenhängendes Grundstück hat die Stadt noch acht Hektar im Angebot.
Quelle Heilbronner Stimme vom 22. Oktober 2009 von Peter Boxheimer www.stimme.de
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