Der leichte Herbstaufschwung setzt sich fort und führt auch im Oktober in der Region Heilbronn-Franken zu einer durchweg positiven Entwicklung.
Die Arbeitslosenquote sank bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen von 6,0 Prozent im September auf 5,7 Prozent. Mit dieser Quote liegt der Agenturbezirk Heilbronn noch über dem Landesdurchschnitt. Die Arbeitslosenquote für Baden-Württemberg erreichte im Oktober 5,1 Prozent. Damit wird deutlich, dass die Region Heilbronn besonders stark von der aktuellen Krise betroffen ist.Zum Stichtag waren in der Arbeitsagentur Heilbronn 13.690 arbeitslose Männer und Frauen gemeldet. Das sind 599 Personen weniger als im Vormonat.Vor einem Jahr wurden allerdings 3.921 Arbeitslose weniger gezählt. Die Arbeitslosenquote betrug damals 4,1 Prozent.
„Natürlich freuen wir uns, dass die Zahl der Arbeitslosen im Oktober zurückgegangen ist. Dennoch ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiterhin deutlich angespannter als noch vor einem Jahr. Ohne das Instrument der Kurzarbeit wäre die Lage noch viel schwieriger.“ meint hierzu Martin Diepgen, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Agentur für Arbeit Heilbronn.
Jugendarbeitslosigkeit geht zurück
Erneut ist die Zahl junger Arbeitsloser unter 25 Jahren gesunken. Im Oktober waren 1.466 junge Erwachsene arbeitslos gemeldet. Vor einem Monat waren es noch 1.860. Die Arbeitslosenquote fiel von 6,1 Prozent auf 4,8 Prozent.Vor Jahresfrist war die Lage auf dem Arbeitsmarkt für diese Personengruppe jedoch deutlich besser. Im Oktober 2008 wurden nur 963 junge Arbeitslose gezählt. Die Arbeitslosenquote lag damals bei 3,2 Prozent.
Langzeitarbeitslosigkeit nimmt zu
Im Gegensatz zu den Vorjahren, in denen die Zahl der Langzeitarbeitslosen zurückging, steigt sie zwischenzeitlich wieder an.Gab es im September noch 3.171 Langzeitarbeitslose, so sind es im Oktober bereits 3.215. Dies sind 174 Personen oder 5,7 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Eine Ursache für den Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit ist, dass es aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation für die Arbeitsvermittler immer schwieriger wird, Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
Nachfrage nach Arbeitskräften rückläufig
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Heilbronn waren im Oktober 2.687 Stellen registriert, gegenüber dem September ist das ein Rückgang von 348. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 1.841 Stellen weniger. Dies bedeutet eine Abnahme von 40,7 Prozent.Seit Jahresbeginn sind bei den Arbeitsvermittlern 8.304 Stellen eingegangen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Minus von 3.066 oder 27 Prozent.
Weniger Arbeitslose im Oktober auch im Bezirk der Haller Arbeitsagentur -
Arbeitslosenquote sinkt auf 4,4 Prozent
Im Oktober ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Haller Arbeitsagentur (Landkreis Schwäbisch Hall und Hohenlohekreis) im Vergleich zum Sep-tember um 468 Personen zurückgegangen. Zum Stichtag im Oktober 2009 waren 7123 Arbeitslo-se registriert. Insbesondere bei den Jüngeren unter 25 Jahren ist die Arbeitslosigkeit um fast ein Viertel zurückgegangen, weil im Oktober Ausbildungen und Schulen beginnen. Im Ver-gleich zum Vorjahr 2008 ist die Arbeitslosigkeit um 35,2 Prozent angestiegen.
Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Ar-beitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, ist von September auf Oktober um 0,3 Prozent-punkte zurückgegangen. Sie liegt damit bei 4,4 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 3,3 Prozent. Landesweit liegt Schwäbisch Hall hinter Ravensburg (3,7) auf Platz 2. Der Lan-desdurchschnitt liegt bei 5,1 Prozent.
Ein Blick auf die Zu- und Abgangsdaten zeigt die große Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. 1764 Menschen haben sich neu arbeitslos gemeldet. Dies ist der niedrigste Zugang im Kalenderjahr 2009. 2228 Menschen konnten ihre Arbeitslo-sigkeit beenden.
Die Arbeitskräftenachfrage ist im Vergleich zum Vorjahr um knappe 60 Prozent zurückgegangen. 1375 Stellenangebote waren zum Stichtag im Oktober im Bestand.
Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall
Im Landkreis Schwäbisch Hall wurden im Okto-ber 4328 Arbeitslose gezählt. Das sind knapp 30 Prozent mehr als vor einem Jahr. 1207 Men-schen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 1584 Menschen konnten aus der Arbeitslo-sigkeit abgemeldet werden. Die Arbeitslosen-quote liegt somit bei 4,3 Prozent.
Arbeitgeber haben 368 Stellenangebote gemel-det. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 976.
Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis
Im Landkreis Hohenlohe wurden im Oktober 2795 Arbeitslose gezählt. Das sind 858 Men-schen mehr als vor einem Jahr. 557 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 644 Menschen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden. Die Arbeitslosenquote liegt somit bei 4,6 Prozent.
Arbeitgeber haben 188 Stellenangebote im Ok-tober aufgegeben. Der Bestand an Stellenange-boten insgesamt lag zum Stichtag bei 399.
Die Hartz IV Eckwerte
Bei der ARGE SoziAl im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag 2181 Arbeitslose regist-riert (September 09: 2259). Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 2147 Arbeitslose (September 09: 2444).
Von den 2795 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 1311 von der ARGE im Hohenlohekreis betreut (September 09: 1326). Bei der Ge-schäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohe-kreis waren zum Stichtag im Oktober 1484 Ar-beitslose registriert (September 09: 1562).
Rückgang der Arbeitslosenquote auf 4,6 Prozent im Bezirk der Tauberbischofsheimer Arbeitsagentur
Im Bezirk der Tauberbischofsheimer Arbeitsagentur ist die Zahl der Arbeitslosen um
555 auf 6.842 gesunken. Die rbeitslosenquote ist um 0,4 Prozentpunkte auf nun 4,6
Prozent gefallen. „Die Entwicklung der Zahlen im Oktober ist sehr erfreulich“, so Stefan Beil, Leiter der
Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim, „kann aber nicht als Zeichen für das Ende
der Krise gesehen werden. Denn in den nächsten Monaten müssen wir mit steigenden
Zahlen rechnen“.
Der Rückgang der aktuellen Arbeitslosenzahlen unterliegt saisonalen Gründen, von
denen insbesondere die Personengruppe der 15- bis unter 25jährigen profitieren
konnte. Hier fiel die Quote von 5,2 Prozent im September auf 3,8 Prozent im Oktober
2009. „Die Lage auf dem Arbeitsmarkt erfordert weiterhin verantwortungsbewusstes Handeln
aller Akteure am Arbeitsmarkt mit dem Ziel der Beschäftigungssicherung“, ergänzt
der Agenturleiter.
Die durchschnittliche Quote in Baden-Württemberg liegt bei 5,1 Prozent.
Im Vergleich zu den anderen 23 Agenturen in Baden- Württemberg hat Tauberbischofsheim
mit einer Quote von 4,6 Prozent einen Platz im vorderen Drittel.
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