|
Baden-Württemberg ist nach einer Untersuchung der Deutschen Bank das innovativste aller Bundesländer.
Gemessen an acht Indikatoren wie Ausgaben und Beschäftigtenzahl in Forschung- und Entwicklung, Erwerbstätigenquote, Produktivität und Patente liege Baden-Württemberg mit Bayern an der Spitze aller Länder, sagte Thomas Dapp von der volkswirtschaftlichen Abteilung der Bank am Mittwoch in Stuttgart. Bei der Entwicklung der Kraft zu Erneuerungen in den Jahren 2003 bis 2007 war der Südwesten Spitzenreiter, gefolgt von Sachsen. Bayern lag abgeschlagen im Mittelfeld.
Dapp verwies darauf, dass Baden-Württemberg allerdings noch Nachholbedarf bei den Hochschulabschlüssen habe. Das Land schneide zwar bei öffentlichen und privaten Ausgaben für Forschung und Entwicklung mit einem Anteil von mehr als vier Prozent am Bruttoinlandsprodukt sowie bei den Patentanmeldungen (127 pro 100.000 Einwohner) glänzend ab. Aber nur 24,42 Prozent der Bevölkerung hätten einen Abschluss an Universitäten oder Fachhochschulen. Damit liege der Südwesten weit hinter Stadtstaaten wie Bremen, Berlin und Hamburg. Beim Zuwachs des Anteils der Bevölkerung mit solchen Examen landet das Land sogar weit unter dem Bundesschnitt. Auch beim Kriterium Produktivität und der Bereitschaft zu Unternehmensgründungen könnte Baden-Württemberg der Studie zufolge noch aufholen.
Nach den Worten von Dapp müssen Unternehmen künftig stärker zusammenarbeiten und sich vernetzen, um innovationsfähiger zu werden. Das könne sich punktuell bei Projekten empfehlen, auf lokaler, aber auch globaler Ebene. Auch neues Wissen sowie bestehende Produkte und Dienstleistungen müssten stärker verknüpft werden.
Quelle: dpa/lsw am 4. November 2009
Weitere Informationen:
|