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Hightec-OP für Hohenlohe
     
 
 

17.11.09

 

Das Sozialministerium Baden-Württemberg bewilligte 1,4 Millionen Euro Fördermittel für die Sanierung der beiden Operationssäle in Öhringen.

Eigentlich hatte der Chef der Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie, Dr. Werner Reinosch, die Sanierung der beiden Operationssäle fast schon abgehakt. Nachdem er 2008 Mittel in Höhe von rund zwei Millionen Euro für die OP-Erneuerung angemeldet hatte, lehnte der Geschäftsführer der Hohenloher Krankenhaus GmbH, Dieter Bopp, ab: "Es war klar, diese Summe können wir nicht stemmen."

Knappe Fristen
 
Zum Glück, denn sonst hätte sich das Hohenloher Krankenhaus nicht im Konjunkturprogramm II für Kliniken um Mittel für das OP-Projekt bewerben können. Nur Maßnahmen, die noch nicht im Wirtschaftsplan stehen, werden von diesem Programm gefördert. Die Antragsfrist war knapp. Nach einigen durchgearbeiteten Nächten reichte Reinoch ein Preisangebot in Höhe von 2,6 Millionen Euro ein. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das Sozialministerium Baden-Württemberg bewilligte 1,4 Millionen Euro Fördermittel für die Sanierung der beiden Operationssäle in Öhringen. Einzige Auflage: Die Kosten von 2,6 Millionen Euro mussten sinken.

"Da rechnet man nochmals nach, was wirklich notwendig ist", fasst Reinosch die Nacharbeit an den Sanierungsplänen zusammen. Sie war von Erfolg gekrönt: Für rund 1,95 Millionen Euro werden die beiden Operationssäle in den nächsten Monaten in Hightec-OPs verwandelt. Knapp 600 000 Euro muss die Klinik selbst aufbringen. Dafür wird 2010 ein Kredit aufgenommen, so Bopp.

Lichttechnik
 
Die OP-Säulen, in denen Steuerung und Technik der Operationstische integriert sind, bleiben in den sanierten OPs erhalten. Das spart mehrere 100 000 Euro. Statt Fliesen verkleiden künftig fugenlose Glasplatten die OP-Wände und sorgen für ein Mehr an Hygiene. Erneuert wird die laparoskopische Ausrüstung der Säle, die dem Chirurgen und dessen Assistent über zwei hochauflösende Monitore bei minimal invasiven Eingriffen besseren Einblick ins Operationsgebiet eröffnen. In Einklang gebracht wird die Laparoskopie auch mit einer optimierten Lichttechnik auf LED-Basis. Denn "je besser man sieht, desto besser kann man operieren", erklärt der Chefarzt.

Auch unter ergonomischen Aspekten wird die Ausstattung der OPs verbessert. Schließlich stehen Chirurgen in Öhringen täglich runde acht Stunden an den Operationstischen. Mehr Sicherheit und zudem eine Verbesserung der Arbeitsabläufe verspricht sich der Chef der Chirurgie von diesen Neuerungen.

Auch wenn die Arbeiten in den beiden OPs bereits im Gang sind, der Klinikbetrieb wird nicht gestört. Um den Bauschutt zu entsorgen, wurde an der Klinik-Rückseite ein eigener Zugang zum Baubereich über ein Gerüst mit Lastenaufzug geschaffen. Auch operiert wird in der Umbauphase. Schließlich stehen noch ein weiterer Operationssaal und ein Raum für kleinere Eingriffe zur Verfügung.

Quelle Heilbronner Stimme vom 13.11.2009 von Barbara Griesinger www.stimme.de

Foto Quelle DAK www.presse.dak.de

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