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Kinder- und Jugendkriminalität geht weiter zurück
     
 
 

20.11.09

  Waren es 2007 noch 1248 Tatverdächtige unter 21 Jahren, so verzeichnet die Statistik für 2008 nur noch 1137 Jungtäter.

Die Kinder- und Jugendkriminalität ist in Heilbronn im vergangenen Jahr erneut deutlich zurückgegangen und hat damit den niedrigsten Wert in diesem Jahrzehnt erreicht. 2007 waren es noch 1248 Tatverdächtige unter 21 Jahren, für 2008 verzeichnet die Statistik nur noch 1137 Jungtäter.
 
Der Höchststand in diesem Jahrzehnt betrug 2001 insgesamt 1477 Verdächtige. Diese erfreuliche Entwicklung diskutierte jetzt das Lenkungsgremium „Kommunale Kriminalprävention“ unter der Leitung von Bürgermeister Harry Mergel.

Der Leiter der Polizeidirektion Heilbronn, Roland Eisele, wies allerdings darauf hin, dass der Rückgang vor allem dem Bereich der Kinder zuzuschreiben sei: Hier ging die Anzahl der Tatverdächtigen im Vorjahresvergleich fast um die Hälfte auf nur noch 122 zurück. Einen Rückgang um immerhin noch 5,9 Prozent auf nunmehr 571 Personen gab es im Bereich Jugendliche, während die Anzahl der heranwachsenden Tatverdächtigen um 7,2 Prozent auf 444 stieg.

Besonders bedauerlich sei aber, so die einhellige Meinung im Gremium, dass die Gruppe der Tatverdächtigen unter 21 Jahren (26,2 Prozent) gemessen am Bevölkerungsanteil (20,7 Prozent) weiterhin deutlich überrepräsentiert sei.
 
Zudem bereite die Entwicklung der Gewaltkriminalität bei Jugendlichen und Heranwachsenden Sorge, da sie weiter ansteige; immer öfter sei zudem bei tatverdächtigen Heranwachsenden und Jugendlichen Alkohol im Spiel.

Täter-Opfer-Ausgleich gut gestartet

Ein gleichzeitig präventiv und erzieherisch wirkender Ansatz ist in diesem Zusammenhang der Ende 2006 eingeführte Täter-Opfer-Ausgleich als persönliche Art der Wiedergutmachung. Der stellvertretende Leiter des Amtes für Familie, Jugend und Soziales, Joachim Nerpel, konnte für 2008 berichten, dass es in 96 Prozent aller Fälle, bei der sich Beschuldigte und Opfer auf den Ausgleich eingelassen hatten, zu einer einvernehmlichen Vereinbarung kam, die zu 84 Prozent auch eingehalten wurde. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass die Rückfallquote von Personen nach erfolgtem Täter-Opfer-Ausgleich geringer sei als bei den üblichen Strafen.
 
Sauberkeitstelefon und Hundekotentsorgung

Für die Arbeitsgruppe Sauberkeit und Ordnung konnte der Leiter des Betriebsamts, Dieter Klenk, berichten, dass weiterhin durchschnittlich 40 bis 50 Anrufe pro Monat das „Sauberkeitstelefon“ 56-4040 erreichten. Immer mehr Leute nutzen die Möglichkeit, kostenlos bei den Bürgerämtern Hundekotentsorgungsbeutel zu erhalten: Von 2007 auf 2008 hat sich die Anzahl auf 140.000 ausgegebene Beutel fast verdoppelt, im ersten Halbjahr 2009 waren es schon 125.000 Beutel.

Bei einem Versuch im Sommer hat das Betriebsamt in der Fußgängerzone zusätzliche Abfallbehälter aufgestellt und festgestellt, dass die eingesammelten Müllmengen die bisher vorhandenen Kapazitäten deutlich überstiegen. Nun sollen möglichst größere Behälter aufgestellt werden, und zwar aus Stadtbildgründen als 600-Liter-Unterflurcontainer.
 
Runder Tisch gegen häusliche Gewalt

Etwas zugenommen hat die Anzahl der Platzverweise wegen häuslicher Gewalt: 66 (65 Männer, 1 Frau; 2008) statt 58 (2007) wurden von der Polizei und dem Ordnungsamt verfügt. Die angestiegene Anzahl der Polizeieinsätze in diesem Bereich führt die städtische Frauenbeauftragte Silvia Payer vom „Runden Tisch gegen Gewalt“ auch auf verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und eine daraus resultierende erhöhte Bereitschaft zum Anzeigen zurück. Ziel sei es, dass noch mehr Betroffene im Anschluss an den Polizeieinsatz die Angebote von Heilbronner Fachberatungsstellen in Anspruch nehmen.
 
„Trinkertreff“ hat sich bewährt

Durchschnittlich besuchen täglich 20 Personen den sogenannten „Trinkertreff“ in der Gaswerkstraße, konnte Ordnungsamtsleiter Bernd Werner für den Arbeitskreis „Miteinander in der City“ berichten. Der Tagestreff bietet suchtkranken Menschen die Möglichkeit, eine einfache Mahlzeit einzunehmen und soziale Kontakte zu knüpfen. Doch oftmals kann den Besuchern noch viel mehr geholfen werden: Vier Personen wurden in Altenheime vermittelt, drei in Wohnungen und neun wechselten in Betreuungsangebote der Wohnungs- und Arbeitslosenhilfe. Erreicht wird durch den Treff zudem, die Szenebildung in der Innenstadt zu reduzieren. „Möglich ist diese Einrichtung nur dank des hochengagierten Einsatzes eines Kreises von ehrenamtlichen Mitarbeitern“, rief Werner dankbar in Erinnerung.

 
         
         
 
Unsere Ehemaligen...
Samuel Mete

"Die Zeit bei der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH war eine absolute Bereicherung! Neben der Möglichkeit selbständig zu Arbeiten und dem Einblick sowie der Mitarbeit bei verschiedensten Projekten, gilt es das hervorragende Arbeitsklima zu erwähnen. Die 6 Monate waren eine tolle Erfahrung aus der ich einiges mitnehmen konnte. Danke für die gute Zeit!"

 
Samuel Mete,
Junior Marketing Manager
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