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Ministerin Stolz:
An die Zeit nach der Krise denken
     
 
 

24.11.09

 

Personalforum der IHK Heilbronn-Franken

„Wir müssen auch an die Zeit nach der Krise denken“, sagte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz am Montag (23.11.) in Heilbronn beim Personalforum „Personalmanagement in Krisenzeiten“ der IHK Heilbronn-Franken.

„Für die Unternehmen ist es wichtig, den Blick nach vorne zu richten und auch in der Krise ihr gut ausgebildetes Personal zu halten. Die verbesserten und auf 24 Monate verlängerten Kurzarbeiterregelungen haben den Unternehmen bisher geholfen, Entlassungen weitgehend zu vermeiden und ihre Fachkräfte auch in der Krise zu halten“, erklärte die Ministerin.

Dank der Regelungen zur Kurzarbeit konnten in Baden-Württemberg rund 100.000 Menschen vor der Arbeitslosigkeit bewahrt werden. „Das spiegelt sich auch bei der Arbeitslosenquote wieder.“ Zwar sei die Arbeitslosenquote auf 5,1 Prozent im Ländle gestiegen. Dennoch sei diese Zahl vergleichsweise gut. „Immerhin ist es die zweitniedrigste im Bundesgebiet – und das trotz der Exportorientierung der baden-württembergischen Wirtschaft“, so Stolz. Da die Krise noch nicht überwunden sei befürworte die Ministerin den Vorstoß von Bundesarbeitsminister Jung die erleichterten Bedingungen für die Kurzarbeit über den 31. Dezember hinaus zu verlängern.

Stolz betonte aber auch, dass die Unternehmen und die Beschäftigten in der Kurzarbeit die Zeit zur gezielten Weiterbildung nutzen sollen. „So kann es vielleicht gelingen, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Wir in Baden-Württemberg können auf eine leistungsfähige Wirtschaft bauen, die aus einem ausgewogenen Mix aus großen, aber auch kleinen und mittleren Unternehmen besteht. Sie ist die Basis für zukunftssichere, qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze und wesentlicher Garant für Wachstum, Wohlstand und soziale Sicherheit“, betonte die Ministerin.

Sie verwies aber auch darauf, dass der demographische Wandel die Unternehmen vor neue Herausforderungen stellen werde. Deshalb dürfe kein Talent verloren gehen. „Wir brauchen Junge und Alte, Frauen und Männer. Wir können es uns nicht erlauben, auf Begabungen zu verzichten.“ So dürfe auch Kinderwunsch und Berufsausübung kein Widerspruch mehr sein. Immer mehr Unternehmen würden zwischenzeitlich erkennen, dass „eine familienbewusste Personalpolitik Wettbewerbsvorteile verschafft.“ Oft fehle es jedoch noch an den konkreten Lösungsansätzen.

Außerdem sollten die Erfahrungen und Kompetenzen der Älteren stärker genutzt werden. „Denn in den Älteren stecken unverzichtbare Potenziale und Chancen. Die Unternehmen sind gut beraten, wenn sie zunehmend stärker auf diese Karte setzen“, erklärte Stolz. Sowohl im Hinblick auf die demografische Entwicklung und die künftig längere Lebensarbeitszeit werde daher ein Betriebliches Gesundheitsmanagement immer wichtiger.

„Beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement haben wir derzeit kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsproblem. Vor allem in Betrieben mit bis zu 500 Beschäftigten, die etwa 90 Prozent der Unternehmen in Baden-Württemberg ausmachen, wird das Betriebliche Gesundheitsmanagement oftmals nur in geringem Umfang oder nicht nachhaltig genug praktiziert.

Mit der Initiative Betriebliches Gesundheitsmanagement wollen wir diese Unternehmen für das Thema sensibilisieren“, sagte die Ministerin. „Damit soll dem Wandel der Arbeitsformen und der Arbeitsorganisation, die zu veränderten körperlichen und psychischen Belastungen der Beschäftigten führen, Rechnung getragen werden.“

Weitere Informationen

Regionale Akademikerjobbröse www.regiojobs24.de

IHK Heilbronn-Franken www.heilbronn.ihk.de

Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg www.sm.baden-wuerttemberg.de

Weltmarktführer der Region www.weltmarktfuehrer.info

 
         
         
 
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