Trotz Krise hat der Güglinger Gerüsthersteller nach eigenen Angaben 2009 nur geringe Umsatzrückgänge verkraften müssen. Das Inlandsgeschäft ist sogar gewachsen.
Der Steilflug der vergangenen Jahre hat sich zwar nicht fortgesetzt, aber die Firma Layher blickt dennoch auf ein ordentliches Geschäftsjahr zurück. Trotz Krise hat der Güglinger Gerüsthersteller nach eigenen Angaben 2009 nur geringe Umsatzrückgänge verkraften müssen. Das Inlandsgeschäft ist sogar gewachsen. "Wir können zufrieden sein", sagt Geschäftsführer Helmut Kreller mit Blick auf die Bilanz.
Zwei Großprojekte Auch wenn das Familienunternehmen aus dem Zabergäu keine Zahlen veröffentlicht, so kann Kreller sein positives Fazit doch klar untermauern. Zwei Millionenprojekte hat das Unternehmen dieses Jahr vollendet: Die Feuerverzinkerei ist im Mai an den Start gegangen, ein komplett neues Werk Ende Oktober. Kurzarbeit ist für die Güglinger nie ein Thema gewesen. Die Arbeitszeitkonten der Beschäftigten sind Anfang 2009 nur kurzzeitig ins Minus gerutscht. Aktuell sind sie wieder deutlich im Plus.
Entgegen dem Trend in der Gesamtwirtschaft hat Layher seine Belegschaft in den vergangenen zwölf Monaten sogar aufgestockt. Derzeit arbeiten 710 Menschen in der Region für den Gerüsthersteller, das sind 40 mehr als vor Jahresfrist. Allein die Feuerverzinkerei hat bis zu 50 neue Arbeitsplätze geschaffen. Kreller führt diese Entwicklung unter anderem auf die Konjunkturprogramme der Bundes- und Landesregierung zurück. Dass für die energetische Sanierung von Gebäuden Gerüste benötigt werden, komme Layher zugute.
Auslandsgeschäft Rückschläge hat das Unternehmen hingegen im Ausland hinnehmen müssen. Der Zusammenbruch der Immobilienmärkte in Spanien, Großbritannien und Osteuropa schlägt ins Kontor. Die Folge: Der Exportanteil der Firma ist innerhalb von zwölf Monaten von 60 auf 50 Prozent gesunken.
Neue Investitionen sind für 2010 dennoch fest eingeplant. Für das neue Werk, in dem Layher derzeit seine Aluminium- und Holzaktivitäten bündelt, sollen demnächst neue Maschinen gekauft werden. Zudem will das Unternehmen die Logistik optimieren. Schließlich sind durch den neuen Standort auch neue Transportwege entstanden. "Wir arbeiten momentan daran, sämtlich Produktionsprozesse zu verbessern, damit wir gestärkt aus dem Konjunkturtief hervorgehen", erklärt Kreller.
Das Layher-Management geht davon aus, dass die größten Turbulenzen auf dem Markt ohnehin vorbei sind. Anders als sonst im Winter ist das Geschäft zuletzt spürbar angezogen, heißt es aus Güglingen. "Die Situation hat sich gebessert", bekräftigt Kreller. Ein Grund dafür, dass nach Firmenangaben auch 2010 kein Personalabbau zur Debatte steht. "Eher werden wir in unsere Belegschaft noch etwas aufstocken", sagt der Geschäftsführer.
Die Wilhelm Layher GmbH & Co. KG ist der größte Hersteller von Systemgerüsten in Europa und produziert seit der Gründung 1945 ausschließlich in Deutschland. Das Unternehmen beschäftigt inzwischen international über 1.100 Mitarbeiter, davon 700 in Deutschland und weitere 400 bei den 30 Tochtergesellschaften auf fünf Kontinenten.
Quelle Heilbronner Stimme vom 15. Dezember 2009 von Werner Tewes
Foto Quelle Zaberbote www.zaberbote.de
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