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13.1.10

 

Würth verdient trotz Krise mehr als 200 Millionen und macht im September und Oktober 2009 Rekordumsätze.

Die Würth-Gruppe hat 2009 vor allem durch ein schlechtes Auslandsgeschäft beim Umsatz und Gewinn deutliche Einbußen hinnehmen müssen. Allerdings hätten sich die Auftragseingänge nun wieder mit einer Tendenz zum Wachstum stabilisiert, berichtete der Schraubenkonzern heute in Künzelsau.

Minus von 14,9 Prozent

Das Unternehmen verzeichnet 2009 gemäß vorläufigem Jahresabschluss einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro, was einem Umsatzrückgang von 14,9 Prozent entspricht. In einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld erwirtschaftete der Konzern ein Betriebsergebnis von mehr als 200 Millionen Euro vor Steuern (2008: 545 Millionen Euro).

Die Umsätze der deutschen Würth Gesellschaften gingen im Vergleich zu 2008 um 10,0 Prozent zurück. Außerhalb Deutschlands sank der Umsatz der Würth-Gruppe im Jahr 2009 um 18,3 Prozent.

„Unsere Umsatzentwicklung im Jahr 2009 war wie zu erwarten stark geprägt von der schwierigen konjunkturellen Lage", sagte Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung. Besonders stark seien die Kunden in der Autobranche, aber auch im Maschinenbau betroffen gewesen. „Im zweiten Halbjahr zeigte sich aber eine gewisse Bodenbildung. Die Auftragseingänge haben sich stabilisiert mit der Tendenz zurück zum Wachstum“, so der Sprecher.

Dafür steht beispielhaft, dass das Mutterunternehmen der Würth-Gruppe, die Adolf Würth GmbH & Co. KG, im September und Oktober 2009 Rekordumsätze verzeichnete.

Würth zählt mit diesem Ergebnis zu den Unternehmen, die es schaffen, trotz Krise erfolgreich und profitabel zu wirtschaften. Friedmann erläutert: „Es war richtig, dass wir sehr frühzeitig reagiert haben. Wir haben uns stark auf den Vertrieb konzentriert, das hat sich ausgezahlt. Hinzu kommt, dass wir in den guten Jahren vorgesorgt haben – etwa indem wir stets auf eine hervorragende Liquidität und eine hohe Eigenkapitalquote geachtet haben. Davon profitieren wir jetzt.“

Die Wachstumschancen im Jahr 2010 lägen neben einer konjunkturellen Erholung insbesondere darin, die Kundenbasis zu verbreitern.

Weniger Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Würth-Gruppe sank weltweit 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 Prozent auf insgesamt 57.882. Würth ist auch in Personalfragen dezentral aufgestellt. Die Entscheidungen zum Auf- oder Abbau von Personal liegen bei den Verantwortlichen in den einzelnen Ländern. In bestimmten Gesellschaften waren einschneidende Maßnahmen notwendig, zum Beispiel in Spanien oder den USA. „Wobei bei der Trennung von Mitarbeitern die Sozialverträglichkeit an erster Stelle stand“, so Friedmann.

Insgesamt wurde sehr gezielt und individuell vorgegangen: So wurden bei der Adolf Würth GmbH & Co. KG im Vertrieb sogar zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, teilte das Unternehmen mit.

Den testierten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 wird die Würth-Gruppe auf ihrer Bilanzpressekonferenz am 19. Mai 2010 in Zürich vorlegen.

Veränderungen im Top-Management

Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 haben der Stiftungsaufsichtsrat und der Beirat der Würth-Gruppe Michel Kern (51), Jürg Michel (58) und Wolfgang Rampmaier (57) zu Mitgliedern der Konzernführung der Würth-Gruppe berufen. Sie verstärken das oberste Entscheidungsgremium des Konzerns. Diese Veränderung war bereits im vergangenen Jahr angekündigt worden.
 
Die Konzernführung der Würth-Gruppe besteht mit den neuen Mitgliedern aus folgenden Personen:

  • Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung
  • Peter Zürn, stellvertretender Sprecher der Konzernführung
  • Joachim Kaltmaier
  • Michel Kern
  • Jürg Michel
  • Wolfgang Rampmaier
  • Dr. Reiner Specht

Hintergrund: Würth-Gruppe

Die Würth-Gruppe ist nach eigenen Angaben weltweiter Marktführer in ihrem Kerngeschäft, dem Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial. Sie besteht aktuell aus rund 400 Gesellschaften in 84 Ländern und beschäftigt rund 58.000 Mitarbeiter. Davon sind mehr als 28.000 angestellte Verkäufer im Außendienst. 

Quelle Heilbronner Stimme vom 13. Januar 2010 von Manfred Stockburger

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