32 Prozent mehr Gewinn. Das ist die stolze Bilanz des Autofinanzieres mit Deutschlandsitz in Heilbronn.
Endlich eine gute Nachricht für die Heilbronner Stadtkämmerei: Die FGA-Bank, wie die Fiat-Bank seit einem Jahr heißt, hat ihren Gewinn im vergangenen Jahr um stolze 32 Prozent Euro gesteigert. Damit liegt das Ergebnis weiter im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Der Autofinanzierer mit Deutschlandsitz in Heilbronn, der je zur Hälfte dem italienischen Autobauer und der französischen Großbank Crédit Agricole gehört, profitierte dabei von der Abwrackprämie, die Fiat Rekordabsatzzahlen beschert hat.
Ihr Neuwagengeschäft hat die von Klaus Bentz geführte Bank sogar mehr als verdoppelt. "Das ist prima gelaufen", sagt der Geschäftsführer. Rückgänge bei den Gebrauchten und im Geschäft mit Fiat-Transportern ließen das Plus unter dem Strich wieder auf immer noch stolze 38 Prozent schrumpfen. Dass darunter überdurchschnittlich viele Kleinwagenfinanzierungen waren, macht auch folgende Zahl deutlich: Das Volumen der neuen Kredite ist lediglich um zwölf Prozent gestiegen - auf 4,56 Milliarden Euro. Die Bilanzsumme der FGA Bank Germany GmbH lag zum Jahreswechsel bei drei Milliarden Euro, was einem Plus von sieben Prozent entspricht.
Sehr gutes Jahr
"2009 war sensationell für Fiat", sagt Bentz. "Wir haben auch eine extrem hohe Eroberungsquote gehabt", sagt er. Also Autos an solche Kunden verkauft, die bisher ein Fahrzeug einer anderen Marke gefahren waren. Viele seien typische Gebrauchtwagenkunden gewesen, die sich zum ersten Mal ein Neufahrzeug gekauft hätten. "Für die Autohändler war die Abwrackprämie ein Segen."
Nicht mehr nur für die Marken aus dem Fiat-Konzern bieten die Heilbronner Finanzierungen an, seit April treten sie über Zweigniederlassungen als Landrover- und Jaguar-Bank auf, im Oktober sind im Rahmen des Einstiegs von Fiat bei Chrysler auch die Marken dieser amerikanischen Hersteller-Gruppe hinzugekommen. Das Zusatzgeschäft haben die Heilbronner so in den laufenden Betrieb integriert, dass die Zahl der Arbeitsplätze konstant geblieben ist. Bentz: "Wir arbeiten extrem effizient." Eine spezielle Betriebsvereinbarung regelte den Umgang mit den Überstunden bedingt durch die Abwrackprämie.
Klar ist nämlich, dass 2010 für die Fiat-Händler und damit auch für die Fiat-Bank, deutliche Rückgänge bringt. "2009 ist wegen der Abwrackprämie mit nichts vergleichbar", sagt Bentz. Für ihn ist das Geschäftsjahr 2008 der relevante Vergleichswert. Die im vergangenen Jahr abgeschlossenen Verträge verbleiben in der Bilanz, weshalb die Ergebnisse im Jahr 2010 voraussichtlich stabil bleiben.
Nicht nur Fiat-Kunden finanziert das Unternehmen, sondern auch Händler. Insolvenzen, wie jetzt beim Fiat-Händler Klaiber in Öhringen, seien im vergangenen Jahr aber selten gewesen. Und auch bei den Endkunden bewegten sich die Zahlungsausfälle nach wie vor auf einem "akzeptablen Niveau".
Quelle Heilbronner Stimme vom 30. Januar 2010 von Manfred Stockburger
Bildquelle: Autokiste
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