Im Rahmen seiner jährlichen Bilanzpressekonferenz präsentierte der Vorstand der Kreissparkasse Heilbronn zufrieden stellende Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2009. Ralf Peter Beitner, seit 01.12.2009 Vorsitzender des Vorstands: „Die Heilbronner Kreissparkasse hat ihren guten Kurs auch 2009 gehalten, obwohl das Jahr von Unsicherheit und schwierigen Umfeldbedingungen geprägt war.“ Die Bilanzsumme des größten Kreditinstituts der Region wurde zum Jahresende um 4,9 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro zurückgenommen. Ebenso das Geschäftsvolumen - es liegt zum 31.12.2009 bei 7,7 Milliarden Euro, weil Eigengeschäftspositionen reduziert wurden. Das Kundengeschäft wuchs hingegen. Mit der Entwicklung von Kundeneinlagen und -krediten zeigt sich der neue Sparkassenchef dementsprechend zufrieden, vor allem weil „sich darin das in der Krise gefestigte Vertrauensverhältnis der Menschen zu den Sparkassen ausdrückt“, wie er betont.
Die Heilbronner Kreissparkasse konnte ihr Kreditvolumen bei 4,5 Milliarden Euro halten - trotz deutlich schwächerem Investitionsvolumen über alle Kundengruppen hinweg. Am Sparverhalten der Kunden lassen sich sehr deutlich die Folgen der Finanzkrise ablesen. Noch nie zuvor in der jüngeren Vergangenheit erfolgte die Ersparnisbildung so eindeutig unter dem Aspekt der Sicherheit. Die Kundeneinlagen nahmen um 2,1 Prozent zu und erreichten 4,5 Milliarden Euro. Davon entfallen knapp 2 Milliarden Euro auf klassische Spareinlagen. Aber auch Tagesgeldeinlagen wuchsen mit 116,9 Prozent überdurchschnittlich.
Die Umschichtungen in sichere Anlageformen haben deutliche Spuren im Wertpapiergeschäft hinterlassen. Die Umsätze mit Wertpapieren gingen im Jahr 2009 deutlich zurück und belaufen sich auf 631 Millionen Euro. Mit Privatkunden konnten 503 Millionen Euro umgesetzt werden – 53,4 Prozent weniger Wertpapierkäufe und -verkäufe als im Jahr 2008.
Die Ertragslage des Heilbronner Instituts bleibt weiterhin auf gutem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Zinsüberschuss trotz des harten Preiswettbewerbs mit 137 Millionen Euro erneut leicht ausgeweitet werden. Der Provisionsüberschuss bleibt stabil bei 40 Millionen Euro. Gleichzeitig ist es gelungen, den Verwaltungsaufwand im Vorjahresvergleich um 3 Millionen auf 106 Millionen Euro zu senken. „Straffes Kostenmanagement wird ein Dauerthema bleiben müssen“, davon ist Beitner überzeugt. „Nur wer fit bleibt und auf die schlanke Linie achtet, kann im sportlichen Wettkampf bestehen. Und im Wettbewerb um unsere Kunden treiben wir täglich Hochleistungssport.“ Die Cost-Income-Ratio des Instituts beläuft sich im Berichtsjahr auf 58,5 Prozent – damit belegt die Kreissparkasse Heilbronn nicht nur unter den baden-württembergischen, sondern auch unter allen deutschen Sparkassen einen guten Platz.
Der Jahresüberschuss wird sich mit 15 Millionen Euro in der Größenordnung des Vorjahres bewegen. Nach Zuführung des Jahresüberschusses wird das Eigenkapital der Heilbronner Sparkasse 402 Millionen Euro betragen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 5,3 Prozent. Für das Jahr 2010 rechnet Beitner trotz anhaltend schwieriger konjunktureller Lage mit einem ähnlichen Ergebnis wie im abgelaufenen Jahr: „Wir werden weiter Kurs halten!“
Bei der Vermittlung von Wohnimmobilien konnte die Kreissparkasse Heilbronn ihre Position als größter Immobilienmakler der Region stärken. Insgesamt wurden 3,3 Prozent mehr Objekte verkauft als noch im Vorjahreszeitraum. Das Objektvolumen mit nahezu 34 Millionen Euro bedeutet das beste Ergebnis seit Bestehen der Immobilienvermittlung. Auch bei Gewerbeimmobilien können Rekordergebnisse vermeldet werden. Erlöse und Anzahl vermittelter Objekte konnten 2009 nahezu verdoppelt werden.
Das Rückgrat des gesellschaftlichen Engagements der Kreissparkasse Heilbronn sind seit über 20 Jahren die beiden gemeinnützigen Sparkassenstiftungen „Kunst, Kultur und Denkmalpflege“ sowie „Jugend, soziale Aufgaben und Naturschutz“. Ihr Kapital wurde 2009 um insgesamt 1 Million Euro auf nun jeweils 6,6 Millionen Euro erhöht. Damit können künftig noch mehr Vorhaben in der Region unterstützt werden. „Bankgeschäft und gesellschaftliches Engagement sind zwei Seiten einer Medaille, die nur wir Sparkassen in dieser Art und in diesem Umfang vereinbaren können“, davon ist der Vorstandschef überzeugt. „Wir treffen unsere Entscheidungen vor Ort und kennen die Besonderheiten in der Stadt und im Heilbronner Land. Deshalb wissen wir, wo wir mit unserem gesellschaftlichen Engagement konkret ansetzen müssen und was den Menschen in unserer Region nutzt. Das leistet so keine andere Bank.“
Kreditvolumen trotz rückläufiger Investitionen gehalten
Zum 31.12.2009 betrugen die gesamten Kundenkredite 4,5 Milliarden Euro. Sie liegen auf dem Niveau vom Vorjahresende. Die schwierige konjunkturelle Lage und die damit einhergehende Investitionszurückhaltung macht sich damit auch in den Büchern der Kreissparkasse Heilbronn bemerkbar. Kredite an Private verzeichneten einen Rückgang von 2,3 Prozent, im Unternehmensgeschäft gab es dagegen einen Zuwachs um 2,1 Prozent. „Dies ist auch Ausdruck unserer langfristig und auf Verlässlichkeit ausgelegten Geschäftspolitik“, erklärt Matthias Peschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Heilbronn. Das Investitionsvolumen insgesamt war nach Beobachtungen der Sparkasse deutlich schwächer als in den Vorjahren. „Wenn investiert wurde, lag der Fokus auf Rationalisierung und Effizienzsteigerung bzw. energetischen Maßnahmen“, so Peschke weiter. Aufgrund nicht ausgelasteter Kapazitäten rechnet das für das Firmenkundengeschäft verantwortliche Vorstandsmitglied mit einem weiter verhaltenen Investitionsklima in der Region.
Umfassendes Kreditangebot auch in schwierigen Zeiten
„Wir vergeben im Kreditgeschäft das Geld unserer Kunden. Deshalb müssen wir genau darauf achten, dass die Darlehen auch wieder zurückfließen,“ betont Peschke. Dies bedeute jedoch nicht, dass sich die Sparkassen aus dem Geschäft zurückziehen, auch nicht aus bestimmten Branchen. „Die Kreissparkasse Heilbronn begleitet ihre Kunden auch in schwierigen Zeiten mit einem umfassenden Kreditangebot“, versichert er. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten müsse genauer geprüft werden. Dazu gehöre auch, die Risiken richtig einzuschätzen. Aus diesem Grund sei das Neugeschäft zunehmend schwierig. Peschke: „Hier ist die Risikobeherrschung das zentrale Thema.“
Die viel zitierte Kreditklemme sei bei kleineren und mittleren Unternehmen nicht angekommen. Es gebe einen intensiven Wettbewerb um diesen Kundenkreis. Der Rückzug der Wettbewerber bei großen Unternehmen sei allerdings deutlich festzustellen. Diese Lücke könne die Kreissparkasse Heilbronn aufgrund der Größenverhältnisse allerdings nicht schließen. Peschke: „Das Jahr 2010 wird für diese Unternehmen eine besondere Herausforderung.“
Dass die Kreissparkasse Heilbronn ihre Kunden bei der Bewältigung der Krise intensiv begleitet, zeigt sich auch an der Kreditvergabe mit Fördermitteln. Peschke: „Die Programme der Förderbanken und die in Baden-Württemberg bestehende gute Förderstruktur wurden von unseren Kunden gut genutzt.“ Das Volumen hat sich im 2. Halbjahr 2009 im Vergleich zur ersten Jahreshälfte nahezu verdreifacht.
Vollständiges Produktprogramm im Auslandsgeschäft
Die schwache Konjunktur und der Einbruch der Auftragseingänge aus dem Ausland spiegeln sich auch im kommerziellen Auslandsgeschäft wider. Die Umsätze gingen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11 Prozent zurück. Peschke: „Bei den Erträgen konnten wir allerdings das Vorjahresniveau halten.“ Die Kreissparkasse Heilbronn stellt mit einem Team von zwölf Mitarbeitern vor Ort ihren export- und importorientierten Firmenkunden ein vollständiges Produktprogramm zur Verfügung. Es enthält sämtliche Bausteine des Auslandszahlungsverkehrs, des Dokumentengeschäfts und der Außen-handelsfinanzierungen. Über den Country Desk, das internationale Netzwerk der deutschen Sparkassen, begleiten die Sparkassenberater die Kunden bei ihren weltweiten Investitionen. Peschke: „Auf diesem Weg wurden im Berichtsjahr rund 200 Vermittlungen zu ausländischen Partnern durchgeführt.“ Auch 2010 werden bei der Kreissparkasse Heilbronn „Internationale Wochen“ veranstaltet. Dabei stehen besonders die sogenannten BRIC-Länder – Brasilien, Russland, Indien und China – im Fokus.
Sparkassenbeteiligungsgesellschaft Heilbronn-Franken (SBG): Platz 1 in Baden-Württemberg
Das auf Beteiligungskapital spezialisierte Tochterunternehmen Sparkassenbeteiligungsgesellschaft Heilbronn-Franken (SBG) ist nach wie vor auf Wachstumskurs und konnte im Jahr 2009 weitere 21 Beteiligungen gewinnen. Zum 31.12.2009 befinden sich im Portfolio der SBG insgesamt 88 Beteiligungen an Unternehmen verschiedener Branchenklassen und Größen. Damit belegt die SBG bei den baden-württembergischen Beteiligungsgesell-schaften der Sparkassen den Spitzenplatz. Aktuell stellen die Gesellschafter, neben der Heilbronner Sparkasse auch die Sparkassen Tauberfranken, Schwäbisch Hall – Crailsheim und Hohenlohekreis, dem Mittelstand rund 21 Millionen Euro zur Verfügung. Dabei sind Unternehmen aus der ganzen Region Heilbronn-Franken vertreten.
Existenzgründungscenter: 150 Arbeitsplätze geschaffen
Im zweiten Jahr seines Bestehens kann das ExistenzgründungsCenter der Kreissparkasse Heilbronn weitere Erfolge vermelden. 2009 erhielten die Mitarbeiter des ExistenzgründungsCenters 360 Anfragen, von denen 90 Existenzgründungen realisiert wurden. 150 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen. Damit ist die Kreissparkasse Heilbronn überdurchschnittlich gut unterwegs. Peschke: „Wir haben 12 Gründer pro Milliarde Bilanzsumme, bei den Sparkassen in Baden-Württemberg waren dies 2008 im Durchschnitt 8 Gründer.“ Weitere 60 Anfragen befänden sich derzeit noch im Prüfungs- und Bearbeitungsstatus. In den nächsten Jahren gehe es darum, den jungen Unternehmen nicht nur den Start zu ermöglichen, sondern sie in ihrer weiteren Entwicklung eng zu begleiten. „Die Berater sind darüber hinaus auf vielen Veranstaltungen präsent, nehmen an Messen teil und pflegen die Kontakte zu potenziellen Existenzgründern“, führt Peschke weiter aus. Im März 2010 wird die Kreissparkasse Heilbronn zudem ein Jurymitglied beim Deutschen Gründerpreis in Berlin stellen.
Gute Ergebnisse beim Zins-, Währungs- und Anlagemanagement (ZWAM)
Die Abteilung ZWAM konzentriert sich auf die Betreuung der Firmenkunden in den Bereichen Zins-, Währungs- und Anlagemanagement. 2009 erzielten die Berater des ZWAM gute Ergebnisse. Sie konnten 27 Prozent mehr Aufträge ausführen als im Vorjahreszeitraum. Peschke: „Derivate finden bei Firmenkunden zunehmend Akzeptanz, um Zinspositionen zu sichern und zu optimieren.“ Auch die Anlage von Liquidität hat 2009 für die Unternehmen an Bedeutung gwwonnen, wobei sichere und kurzfristige Anlageformen besonders gefragt waren. „Die Abteilung Zins-, Währungs- und Anlagemanagement Firmenkunden ist zu einem unverzichtbaren Bestandteil unseres Leistungsspektrums im Firmenkundenbereich geworden“, fasst Peschke zusammen.
Rekordjahr bei Gewerbeimmobilien
„Wir sind zu einer festen und anerkannten Größe bei gewerblichen Immobilienvermittlungen geworden“, berichtet Peschke. Dabei halten sich Verkäufe und Vermietungen die Waage. 2009 konnten die Provisionserträge und die Anzahl der vermittelten Objekte fast verdoppelt werden und führten zum besten Jahr seit Gründung des GewerbeimmobilienCenters (GIC). Auch bei den gewerblichen Immobilienbewertungen konnte das Ergebnis gegenüber 2008 zulegen. Wie in den Vorjahren war das GIC auf der ExpoReal, der wichtigsten europäischen Fachmesse für Gewerbeflächen und Gewerbeimmobilien in München vertreten. Die Kreissparkasse war neben der Stadt Heilbronn an der Präsentation der Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn GmbH (WFG) beteiligt.
Kundeneinlagen weiter im Aufwind
Die Kundeneinlagen liegen leicht über dem Niveau vom Vorjahresende und belaufen sich zum 31.12.2009 mit einem Zuwachs von 2,1 Prozent auf insgesamt 4,5 Milliarden Euro. Das Einlagengeschäft mit Privatkunden konnte ebenfalls um 2,1 Prozent gesteigert werden. „Es war geprägt von der steigenden Nachfrage nach täglich fälligen Anlagen oder Spareinlagen mit einer 3-monatigen Kündigungsfrist“, erläutert Bernhard Steck, Mitglied des Vorstands der Kreissparkasse Heilbronn. „Darin spiegelt sich die aktuelle Zinsstruktur wider, nach der bei diesen Anlagen nahezu dieselben Renditen erzielt werden konnten wie bei festverzinslichen Anlagen mit Laufzeiten von ein bis zwei Jahren“, führt Steck weiter aus. Darüber hinaus gebe es in Erwartung von steigenden Zinsen eine eher geringe Bereitschaft, sich länger zu binden. Trotz hartem Wettbewerb bei Tagesgeldanlagen, vor allem mit Direkt- und Autobanken, konnte die Heilbronner Sparkasse ihr Volumen seit Jahresbeginn um insgesamt 117 Prozent steigern. Seit 01.01.2009 bietet die Sparkasse ihren Privatkunden zudem ein Online-Tagesgeldkonto an. Die Bestandsentwicklung von „CashOnline“ verlief positiv. Steck: „Rund 64 Millionen Euro wurden bis Jahresende auf dieses Online-Tagesgeldkonto einbezahlt – Tendenz weiter steigend.“ Bei den Spareinlagen gibt es im Vergleich zu den Vorjahren eine Trendwende – sie nahmen 2009 um insgesamt 20,2 Prozent zu. „Im Vergleich zu früher fragten die Anleger nicht mehr unbedingt nach der höchsten Rendite, sondern in erster Linie nach der Sicherheit ihres Geldes“, erklärt Steck – eine unmittelbare Folge der globalen Finanzkrise.
Die Finanzkrise hat auch beim Wertpapiergeschäft mit Kunden Spuren hinterlassen. Nach den Turbulenzen an den Märkten im letzten Quartal 2008 gingen auch 2009 die Wertpapierumsätze mit Kunden deutlich zurück. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verloren sie 47,1 Prozent und belaufen sich zum 31.12.2009 auf 631 Millionen Euro. Mit Privatkunden konnten 503 Millionen Euro umgesetzt werden. Das sind 53,4 Prozent oder 577 Millionen Euro weniger Wertpapierkäufe und -verkäufe als im Jahr 2008. Steck: „Nach wie vor ist der Verunsicherung der Kunden gegenüber Wertpapieren deutlich zu spüren“ berichtet Steck. Einzig im Bereich festverzinsliche Wertpapiere konnte ein Umsatzanstieg verzeichnet werden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es eine Steigerung um 22 Prozent. „Ein weiteres deutliches Zeichen dafür, dass die Anleger derzeit dem Thema Sicherheit eine große Bedeutung bemessen“, so Steck weiter.
Konjunkturprogramm: Über 100 Millionen für die Region
Im März und April 2009 hatte die Sparkasse ein Konjunkturprogramm für die Region geschnürt. Insgesamt 100 Millionen Euro in drei Paketen zu äußerst attraktiven Konditionen hielt das Institut bereit: 50 Millionen Euro für private Baufinanzierungen, 30 Millionen für Modernisierungsinvestitionen sowie 20 Millionen Euro für private Kredite, z.B. für die Investition in ein neues Auto. „Unsere Aktion hat voll eingeschlagen“, so Steck. Für das Baufinanzierungspaket mussten aufgrund der großen Nachfrage Mittel nachgeschoben werden. Insgesamt über 530 Neufinanzierungen mit einem Gesamtvolumen von 72,1 Millionen Euro schlossen die Berater der Sparkasse ab. Dazu kommen noch rund 270 Verlängerungen mit einem Volumen von 18,9 Millionen Euro. Weiter wurden für Modernisierungen und umweltgerechte Sanierungsmaßnahmen sowie private Anschaffungen insgesamt 12,8 Millionen Euro ausgereicht. Bei einem zweiten Konjunkturprogramm unter dem Motto „Damit es weiter aufwärts geht“ ab September 2009 musste aufgrund der großen Nachfrage ebenfalls das Angebot aufgestockt werden. Die Baufinanzierungsberater der Sparkasse machten für ihre Kunden weitere 186 Neufinanzierungen mit einem Gesamtvolumen von 21,6 Millionen Euro perfekt. Steck: „Im Blickpunkt dieses zweiten Konjunkturprogramms standen allerdings auch die energetische Modernisierung bzw. der altersgerechte Umbau von Bestandsimmobilien sowie die Finanzierung von Photovoltaikanlagen.“ Für diese Bereiche wurden auch öffentliche Mittel mit angeboten, was außer der Sparkasse laut Steck nur wenige andere Banken leisten könnten.
„Mit beiden Konjunkturprogrammen haben wir ein positives Zeichen in der Finanz- und Wirtschaftskrise gesetzt. Davon profitieren nämlich nicht nur die privaten Kunden, sondern auch die hier ansässigen Handwerker, Betriebe und Unternehmen, die mit den Aufträgen betraut werden“, fasst Steck den Erfolg der Aktionen der Sparkasse zusammen.
Wohnimmobiliengeschäft: Rekordjahr getoppt
Das Rekordjahr 2008 im Immobilienvermittlungsgeschäft wurde von 2009 noch getoppt. „Bei den Stückzahlen konnten wir eine weitere Steigerung um über 3 Prozent erreichen“, berichtet Steck. Im Immobiliengeschäft war die Finanzkrise die treibende Kraft für die erhöhte Nachfrage. „Wir gehen davon aus, dass dies auch 2010 weiter anhält“, erklärt er. Während in der Stadt Heilbronn der Anteil der verkauften Wohnungen bei über 50 Prozent des Gesamtumsatzes lag, überwogen in den ländlichen Gebieten die Verkäufe von freistehenden Einfamilienhäusern und Doppelhaus-hälften. Seit Beginn 2009 werden Immobilieninteressenten während ihrer Suche nach der Wunschimmobilie intensiv von einer Interessentenbetreuerin begleitet. Sie unterbreitet aktuelle Immobilienangebote, übernimmt die Terminkoordination und organisiert die Finanzierungsberatung. Steck: „Dieser Service sowie unsere verbesserte Immobiliensuche über das Internet, die marktgerechten Objektbewertungen und die maßgeschneiderten Baufinanzierungsangebote werden von unseren Kunden sehr geschätzt.“
Ganzheitliches Beratungsangebot umfasst auch Versicherungen
„Unsere Kunden nehmen das ganzheitliche Beratungsangebot, das auch Versicherungen mit einschließt, gerne an“, erzählt Steck. Der persönliche Kundenberater kann neben bankspezifischen Themen auch den Bereich Versicherungen abdecken. Zu komplexen Beratungsgesprächen werden Spezialisten aus der hauseigenen Versicherungsagentur hinzugezogen. Damit erhalten die Sparkassenkunden alle Finanzdienstleistungen aus einer Hand. Der Erfolg lässt sich an Zahlen ablesen. Die Erträge im Versicherungsgeschäft konnten im Vorjahreszeitraum um knapp 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die Umsätze bei Kompositversicherungen der Sparten Gebäude, Hausrat und Haftpflicht stiegen im Vergleich zu 2009 um 39 Prozent. Dagegen machte sich im Bereich Altersvorsorge die durch die Krise derzeit sinkende Bereitschaft der Bevölkerung bemerkbar, in die persönliche Altersvorsorge zu investieren. Die abgeschlossene Bewertungssumme ging im Vorjahresvergleich um rund 16 Prozent zurück. Allerdings sehen die Kunden die Notwendigkeit, persönliche Gesundheitsvorsorge zu treffen. Das Geschäft um Kranken- und Pflegeversicherungen konnte im Vorjahresvergleich um 115 Prozent gesteigert werden.
Sechs Mobile Berater in Stadt und Landkreis unterwegs
Im dritten Jahr ihres Bestehens ist die „Mobile Beratung“ bei der Kreissparkasse Heilbronn mit insgesamt sechs Beratern in Stadt und Landkreis Heilbronn unterwegs. In den ersten beiden Jahren konnten 500 Neukunden gewonnen werden. „99 Prozent der Termine finden zuhause beim Kunde oder an dessen Arbeitsplatz statt – auch abends und an Samstagen“, erklärt Steck. Die Anfragen aufgrund Empfehlungen und über das Internet nehmen stetig zu. „Das zeigt, dass die mobile Beratung sehr positiv aufgenommen wird“, erläutert Steck. Jeder Kunde könne nach wie vor alle Vertriebskanäle der Sparkasse nutzen, ob Filiale, Selbstbedienungsgeräte, Internet, Telefon oder den Mobilen Berater – ganz nach seinen persönlichen Präferenzen. Steck: „Für 2010 planen wir mit einem weiteren mobilen Berater.“
Mehr Sicherheit beim Onlinebanking mit neuem chipTAN-Verfahren
Bei der Kreissparkasse Heilbronn gibt es zum 31.12.2009 insgesamt 259.012 Girokonten, davon 239.297 Privatgirokonten. Sowohl bei den Privatkonten als auch bei den Konten für Firmen- und Gewerbekunden gab es einen Zuwachs von 3,9 bzw. 2,6 Prozent. Zunehmend mehr Kunden nutzen das Onlinebanking. „Im Jahr 2009 stieg der Anteil der online geführten Privatgirokonten Erwachsener erstmals auf über 50 Prozent“, so Sparkassen-Vorstand Dr. Thomas Braun. Zum 31.12.2009 wurden fast 78.000 Girokonten online geführt – fast 90 Prozent der Kunden erteilen ihre Aufträge über die Internetbankinganwendung unter www.kreissparkasse-heilbronn.de. Die Freigabe von Zahlungen erfolgt mittels PIN und indizierter Transaktionsnummer (iTAN).
Zum 01.09.2009 hat die Kreissparkasse Heilbronn die Sicherheit im Onlinebanking erhöht und das chipTAN-Verfahren eingeführt. Dieses neue Verfahren ersetzt die bisherige Papier-TAN-Liste durch ein Gerät, mit dem die Onlinebanking-TAN unter Einsatz der Sparkassen-Card elektronisch erzeugt wird. Das chipTAN-Gerät ist einfach zu bedienen, man braucht keine TAN-Listen mehr und es bietet auf lange Sicht höchstmöglichen Schutz. Dr. Braun: „Da die generierte chipTAN nur für den Auftrag gültig ist, dessen Bestandteile zur Generierung verwendet wurden, ist kein missbräuchlicher Einsatz von ausgespähten TANs möglich.“ Darüber hinaus muss keine Soft- oder Hardware installiert werden. Die Sparkasse bietet ihren Kunden den TAN-Generator zu einem Preis von einmalig 9,90 Euro an. In der Region ist die Kreissparkasse Heilbronn die einzige Bank, die ihren Kunden dieses Verfahren anbieten kann – knapp 3.000 Kunden nutzen es bislang.
Sparkassen-Geldautomaten können ab sofort alle Karten reparieren
Ab sofort können an den Geldautomaten der Kreissparkasse Heilbronn alle von einem Software-Fehler betroffenen SparkassenCards und Sparkassen-Kreditkarten aktualisiert werden. Nach diesem Daten-Update sind die Karten wieder weltweit uneingeschränkt einsetzbar. Die Updates werden automatisch im Zuge einer Bargeldabhebung vollzogen. Zum Bargeldbezug muss die richtige PIN eingegeben werden. Dem Kunden wird das erfolgte Update im Display des Geldautomaten bestätigt. Ab sofort ist ein Update auch für Kunden möglich, die keine PIN zu ihrer Karte besitzen. Auch hier erfolgt ein Kartenupdate über die Barauszahlungsfunktion des Geldautomaten. Hier wird zunächst die Echtheit der Karte geprüft. Ist die Karte von dem Software-Fehler betroffen, wird ein Update vorgenommen. Gibt der Kunde seine korrekte PIN ein, kann er mit der Karte auch direkt Bargeld abheben. „Die Sicherheit der Karten wird auch bei diesen Update-Vorgängen nicht beeinträchtigt, da bei dem Vorgang keine sicherheitsrelevanten Daten ausgetauscht oder verändert werden“, versichert Dr. Braun. Transaktionen wie Bargeldabhebungen, für die bisher eine PIN-Eingabe erforderlich war, benötigen auch weiterhin immer die Eingabe der korrekten PIN.
Mehr Sicherheit beim Bezahlen mit Kreditkarte im Internet
Zur Erhöhung der Sicherheit von Kreditkartenzahlungen im Internet hat MasterCard das Sicherheitsverfahren MasterCard SecureCode entwickelt. Die Kreissparkasse Heilbronn hat dieses System für ihre Kunden Ende Januar 2010 eingeführt. Der Standard MasterCard SecureCode ist ein sicheres Authentifizierungsverfahren für Bezahlung mit MasterCard im Internet. MasterCard SecureCode dient der Vermeidung des Kartenmissbrauchs im Internet und schützt die MasterCard des Inhabers bei Online-Einkäufen mit einem persönlichen Sicherheitscode. „Über die Abfrage eines Kennwortes kann bei der Kreditkartenzahlung im Internet sichergestellt werden, dass es sich beim Käufer auch tatsächlich um den rechtmäßigen Inhaber der Kreditkarte handelt“, erklärt Dr. Braun. Eine Registrierung hierfür ist für Kunden der Kreissparkasse Heilbronn seit 27.01.2010 unter www.kreissparkasse-heilbronn.de möglich.
Weitere Investitionen in Filialnetz und SB-Technik
Die Kreissparkasse Heilbronn hat auch 2009 weiter in Filialnetz und SB-Technik investiert. Im Heilbronner Klinikum am Gesundbrunnen ging der erste Sparkassengeldautomat mit integriertem Kontoauszugsdrucker in Betrieb. „Mit diesem neuen Automaten verfügen wir insgesamt über 102 Standorte in unserem Geschäftsgebiet“, erläutert Dr. Braun. Die Ausweitung sei ein deutliches Zeichen in Zeiten, in denen eher von Standortschließungen und Filialzusammenlegungen gesprochen wird, fügt der Sparkassenvorstand weiter hinzu. Insgesamt vier Filialen wurden im Berichtsjahr komplett umgebaut: Pfaffenhofen, Neckarwestheim, Flein und Untergruppenbach. Bei der Hauptstelle und bei weiteren neun Filialen standen kleinere Baumaßnahmen an. Ganz bewusst werden nach wie vor alle Aufträge an heimische Unternehmen vergeben, so Dr. Braun. 2010 gehen die Investitionen weiter. Neben dem Neubau in der Heidelberger Straße in Heilbronn-Böckingen werden die Heilbronner Filialen Karlstor und Cäcilienbrunnenstraße, Heilbronn-Sontheim Stauffenbergstraße, Neckarsulm Kaufland sowie die beiden Eppinger Filialen Elsenz und Richen komplett umgebaut. Im ersten Halbjahr 2010 sollen darüber hinaus noch zwei weitere SB-Stellen eröffnet werden: beim Eppinger Handelshof sowie am Bahnhof West in Neckarsulm.
Insgesamt bietet die Sparkasse ihren Kunden Stand 31.12.2009 324 Selbstbedienungsgeräte an – neben Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker sind dies auch Überweisungsterminals, Noteneinzahler, Münzrollenautomaten sowie Münzeinzahler. „Wir gehen dahin, wo unsere Kunden sind und bieten ihnen das an, was sie vor Ort brauchen“, so Dr. Braun. Deshalb seien die Sparkassen die wahren Direktbanken.
Anti-Skimmimg-Aufsatz: Sicherheit am Geldautomaten erhöht
Die Kreissparkasse Heilbronn hat 2009 zudem die Abhebungen an ihren Geldautomaten für ihre Kunden sicherer gemacht und die Schwelle für sogenannte Skimming-Angriffe auf Geldautomaten deutlich erhöht. Unter „Skimming“ versteht man das betrügerische Ausspähen von Kundendaten mit falschen Lesegeräten. Sämtliche Geldautomaten des Institutes wurden mit technischen Schutzmaßnahmen zur Verhinderung von Manipulationen an den Kartenlesern der Geldautomaten ausgestattet. Gleichzeitig wurde der Zutritt zu den Selbstbedienungszonen verändert. Musste man bisher die Tür mit einer Bank- oder Kreditkarte öffnen, reicht jetzt das Drücken eines Schalters aus. „Damit ist es für potenzielle Angreifer nahezu unmöglich geworden, durch Austausch der Kartenleser an der Eingangstür oder Anbau von Vorsatzgeräten am Geldautomaten die Magnetstreifen der Kundenkarten auszulesen“, erläutert Dr. Braun.
Ausbildungszahl weiter auf hohem Niveau
Zum Jahresende 2009 waren 1.647 Mitarbeiter beim größten Geldinstitut der Region beschäftigt – 21 weniger als noch 2008. „Wir nutzen die natürliche Fluktuation, um Personalkosten einzusparen“, so Beitner. Die Personalreduzierung gehe aber nicht zulasten der Beratung und Betreuung der Kunden, betont der Sparkassenchef. Das zeige auch die nach vor hohe Anzahl der Auszubildenden.
Im August 2009 begannen 48 junge Leute ihre Ausbildung bei der Kreissparkasse Heilbronn. Damit liegt die Zahl aller Auszubildenden beim größten kaufmännischen Ausbildungsbetrieb der Region Heilbronn-Franken zum 31.12.2009 unverändert bei 129. Beitner: "Wir investieren weiter in diesen Bereich, weil wir auch in Zukunft eine schlagkräftige Mannschaft brauchen. Da exzellente Berater und andere Spezialisten nur schwer am Markt zu bekommen sind, bilden wir sie großteils selbst aus.“ Die Sparkasse biete eine interessante und hochqualifizierte Ausbildung und stelle sich damit auch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten möglichst vielen jungen Menschen den Berufseinstieg zu ermöglichen, führt der Sparkassenchef weiter aus. Die 48 jungen Kollegen werden in den Berufen Bankkaufmann/-frau (27), Finanzassistent/-in (15) sowie dem Studiengang „Bank“ an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach (6) mit dem Abschluss „Bachelor of Arts“ ausgebildet. Für 2010 sind bereits 30 Ausbildungsplätze vergeben. „Wir sind jedoch immer auf der Suche nach qualifizierten Bewerbern und haben noch freie Plätze“, so Beitner weiter.
Zweite Ausbildungsfiliale: Heilbronner Filiale „Am Marktplatz“
Seit September 2009 ist die Heilbronner Filiale „Am Marktplatz“ eine Ausbildungsfiliale. Nach der Filiale „Kaufland“ in Neckarsulm, die bereits im September 2003 zur Ausbildungsfiliale umgewandelt wurde, verfügt die Kreissparkasse Heilbronn nun über zwei Filialen, die dauerhaft mit mehreren Auszubildenden besetzt sind. Die Auszubildenden lernen in diesen Filialen, Kundenverantwortung mit sehr viel Eigeninitiative zu übernehmen. Hauptaufgabe ist die aktive Ansprache von Kunden und Interessierten, das Erkennen von Bedarfen, die Beratung in bestimmten Produktanlagen sowie die Überleitung bei umfassenden und speziellen Beratungen. Die Auszubildenden werden im Verlauf der Ausbildung grundsätzlich alle einmal in einer Ausbildungsfiliale eingesetzt. „Die jungen Leute arbeiten in diesen Filialen mit sehr großem Erfolg und haben bislang unsere Erwartungen weit übertroffen“, bestätigt der Sparkassenchef. Die Ausbildungsfilialen laufen grundsätzlich unter den gleichen Rahmenbedingungen wie alle anderen Filialen der Heilbronner Sparkasse. In der Regel werden die Auszubildenden über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen eingesetzt und vor Ort durch Ausbilder betreut und unterstützt.
Stiftungskapital der beiden Stiftungen um 1 Million Euro erhöht
Das Kapital der beiden Sparkassenstiftungen „Kunst, Kultur und Denkmalpflege“ sowie „Jugend, Soziale Aufgaben und Naturschutz“ wurde Ende 2009 um jeweils 500.000 Euro aufgestockt. Die Stiftungen verfügen damit über ein Kapital von jeweils 6,6 Millionen Euro. Beitner: „Insgesamt konnten im Berichtsjahr mit den Stiftungserträgen 222 Projekte und Initiativen in Stadt und Landkreis Heilbronn gefördert werden. Dafür wurden fast 700.000 Euro verwendet.“ Die Förderung vielfältiger Initiativen und Maßnahmen, die weit über das normale Finanzdienstleistungsgeschäft hinausgehen, sieht die Kreis-sparkasse als Ausdruck der eigenen Identität und als Interpretation ihres öffentlichen Auftrages an. „Wir stehen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu unserer Region“, betont Beitner. Das öffentliche Leben in der Region fördert die Sparkasse durch die Unterstützung von Vereinen, Verbänden und Initiativen, die die Region durch ihre Aktivitäten in der Kultur, im Sport und im sozialen Bereich lebenswerter machen. Nimmt man die ausgeschütteten Stiftungserträge, die Spenden und die sonstigen Sponsorbeiträge zusammen, so kommen für das Jahr 2009 über 2,5 Millionen Euro der Region zugute. Beitner: „Wir sind leider immer öfter das einzige Unternehmen in der Region, das Projekte im kulturellen, sportlichen oder sozialen Bereich auch finanziell begleitet.“
Weitere Informationen
|