Heiliges Jahr: Ein Anlass für den Gang durch Odenwald, Main- und Taubertal.
Die Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“ von Rothenburg ob der Tauber bis Freudenberg am Main bietet auch für Jakobspilger ein attraktives Angebot. Alljährlich pilgern viele tausend Wanderer nach Santiago de Compostela zum Grab des Heiligen Jakobus. Heuer ist ein Heiliges Jahr, denn der Geburtstag des Heiligen Jakobus fällt auf einen Sonntag, und zwar den 25. Juli. Die Touristikgemeinschaft „Liebliches Taubertal“ empfiehlt deshalb allen Pilgern, den Jakobswanderweg von Miltenberg über Freudenberg und Wertheim durch das gesamte Taubertal bis nach Rothenburg ob der Tauber zu erleben.
Der Pilgerweg nach Santiago de Compostela zum Grab des Heiligen Jakobus findet seine erste Erwähnung im 11. Jahrhundert. Seit dieser Zeit war das Apostelgrab im fernen Westen Europas eines der am häufigsten aufgesuchten Pilger- und Reiseziele des „Orbis Christianus“ („Christlicher Erdkreis“).
Heute begeben sich nach wie vor Menschen aus allen sozialen Schichten auf den Jakobsweg. Inzwischen gibt es ein breites europäisches Netz an Jakobswanderwegen, welche die besondere Atmosphäre des Pilgerns vermitteln. So hat auch die Touristikgemeinschaft „Liebliches Taubertal“ in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden einen Jakobswanderweg ausgearbeitet und hierzu einen Prospekt herausgegeben. Dieser Jakobswanderweg „Odenwald, Main- und Taubertal“ beginnt in Miltenberg am Main. Er knüpft dort an den Jakobspilgerweg von Colmar über Aschaffenburg an. „Auf insgesamt 170 Kilometern können Wanderer heute Zeugnisse der früheren Pilger nach Santiago de Compostela im Main- und Lieblichen Taubertal erleben“, sagt Geschäftsführer Jochen Müssig. Der Jakobswanderweg Odenwald, Main- und Taubertal gliedert sich in neun Etappen, die im Schnitt zwischen 18 und 24 Kilometer lang sind. Stets werden Spuren und Zeugnisse der früheren Jakobspilger angelaufen. Beispielsweise die Pfarrkirche in Impfingen, die Stadtpfarrkirche St. Jakobus in Lauda, das Münster Sankt Johannes in Bad Mergentheim oder die Urpharer Wehrkirche bei Wertheim. Besondere Ziele des Jakobswanderweges durchs „Liebliche Taubertal“ sind aber auch der Marienaltar von Tilman Riemenschneider in Creglingen mit Darstellungen der Jakobspilger in der Herrgottskirche oder Tauberbischofsheim mit seinen Stadtteilen Impfingen und Dienstadt. Dort finden immer im Juli Jakobusfeste oder Jakobusprozessionen statt. In diesem Jahr wird dort also am Sonntag, 25. Juli, das Jakobusfest mit Patrozinum und Jakobusprozession gefeiert.
Ziel des Jakobswanderweges ist Rothenburg ob der Tauber. Dort kann zum Abschluss der Pilgerreise die Jakobusstatue und die St. Jakobskirche besucht werden.
Der Prospekt der Touristikgemeinschaft zum Jakobswanderweg durch das „Liebliche Taubertal“ beinhaltet auch Abstecher- und Übernachtungstipps. So kann beispielsweise nach Grünsfeldhausen, Oberwittighausen oder Neubrunn-Böttigheim gepilgert werden. Die Übernachtungstipps weisen beispielsweise auf die Jugendherbergen in Wertheim, Igersheim, Creglingen und Rothenburg ob der Tauber hin, ebenso auf die Möglichkeiten des Gästehauses Bursariat im Kloster Bronnbach und auf das Hotel Sankt Michael in Tauberbischofsheim. In dem Hotel erhalten Jakobspilger für ihren weiteren Weg den Segen.
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