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Neustart für Messe Heilbronn
     
 
 

9.2.10

 

Die runderneuerte Veranstaltung soll im April 2011 wieder mindestens 65000 Besucher auf die Heilbronner Theresienwiese locken.

Der Anspruch ist hoch: "Passt genau!" hat Messemacher Peter Kinold auf die Broschüre drucken lassen, mit der er den Boden für die Neuauflage der Unterlandschau bereiten möchte. "Messe Heilbronn" heißt die runderneuerte Veranstaltung, die im April 2011 wieder mindestens 65 000 Besucher auf die Heilbronner Theresienwiese locken soll. 350 Aussteller - und zwar zuallererst solche aus der Region - will der Unternehmer aus Lindau gewinnen. Und wie? "Wir putzen gerne Klinken", sagt der Geschäftsführer, der die Ansprache der Kunden zusammen mit seiner Frau und Mitgeschäftsführerin Birgit Kinold persönlich übernehmen wird. "Wir haben die Denkpause genutzt, um die Weichen für die Zukunft zu stellen", sagt Heilbronn-Marketing-Geschäftsführer Bernhard Winkler.

Anderes Gesicht

Aber nicht alleine der Chefbonus verbunden mit dem Sympathiebonus soll den Erfolg bringen: Birgit und Peter Kinold wollen der Veranstaltung insgesamt ein neues Gesicht geben. Zum Beispiel, indem sie die Anordnung der Leichtbauhallen auf der Theresienwiese verändern: so, dass es künftig einen Rundweg geben wird, der die Besucher an allen Ständen vorbeiführt. Der Bummel soll ein unterhaltsames Erlebnis werden. "Die Messe muss ein regionales Schaufenster sein, das begehbar ist", erklärt Peter Kinold.

Dass die Wiederbelebung des Messestandorts Heilbronn kein Spaziergang wird, ist den Kinolds wohl bewusst. Mit bis zu 50 000 Euro Verlust rechnen die Unternehmer im ersten Jahr, bei der zweiten Veranstaltung im Jahr 2013 - bis dahin sind die Stadt und der Messeveranstalter vertraglich gebunden - soll ein ausgeglichenes Ergebnis herauskommen. Erst danach, und dafür muss der Vertrag erst verlängert werden, wird Heilbronn für die Lindauer zum Plusgeschäft. 80 000 Besucher sollen dann auf das Ausstellungsgelände strömen. "Trotz aller Nervosität sind wir der Meinung, dass wir auch in Heilbronn die Kehrtwende schaffen können." Unter anderem in Passau und in Rosenheim hat Kinold dies vorgemacht.

Sonderschau

Und doch bleibt die Verbraucherschau eine Verbraucherschau: Die Themen Bau und Energie, Handwerk, Wellness und Freizeit, verquickt mit regionalen Spezialitäten und einem Streichelzoo, sind vom Ansatz her überall ähnlich. Wieder soll eine Sonderschau zusätzliche Besuchergruppen locken. Orchideen werden zu sehen sein, umflattert von Schmetterlingen mit bis zu 30 Zentimeter Spannweite, verspricht Kinold.

Der Neue hofft auch auf eine stärkere Beteiligung nicht nur der Stadt, sondern auch anderer Kommunen und öffentlichen Einrichtungen. IHK und Handwerkskammer (HWK) greifen dem Messemacher jedenfalls verbal unter die Arme. "Eine regionale Leistungsschau kann sicherlich ihr Publikum finden", lässt sich IHK-Hauptgeschäftsführer Heinrich Metzger zitieren, sein Kollege Gerhard Pfander von der HWK sieht den Reiz der Schau darin, "dass ortsansässige Betriebe in ihrer Umgebung auf sich aufmerksam machen können".

Firma Kinold

Gegründet vor 53 Jahren veranstaltet die Firma mit Sitz im bayrischen Lindau in dritter Generation Regionalausstellungen – unter anderem in Rosenheim, Passau und Landshut. Die Messe Heilbronn ist die erste Veranstaltung in Baden-Württemberg. Sie findet vom 2. bis 10. April 2010 statt. Positiv für die Besucher: Die Preise liegen mit 6,50 Euro pro Tageskarte unter dem Niveau der Vergangenheit.

Quelle: Heilbronner Stimme vom 9. Februar 2010 von Manfred Stockburger

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