Weltmarktführer Heimo als ganzheitlicher Partner, Hersteller und Entwickler von Freizeit- und Themenparks.
Man merkt Olaf Mordelt an, dass er noch immer stolz ist auf den Märchengarten, den es nun schon fast seit 30 Jahren nicht mehr in Jagsthausen gibt. Die 1960 eröffnete Märchenwelt sei "eigentlich der erste Freizeitpark in Deutschland" gewesen, sagt der Heimo-Geschäftsführer. Nach gut 20 Jahren war Schluss. Seitdem beliefert Heimo nur noch seine Kunden mit Großpuppen und animierten Tieren, mit fantasievollen Dekorationen und Spezialeffekten. Und diese Kunden sitzen in der ganzen Welt. "90 Prozent des Geschäfts läuft inzwischen übers Ausland", sagt Michael Friedrich.
Keine Unruhe
Der 44-Jährige ist vor knapp drei Jahren bei Heimo eingestiegen und führt seitdem gemeinsam mit Mordelt die Geschäfte. Zuvor war die Firma ins Straucheln gekommen, die Beschäftigten mussten um ihre Arbeitsplätze bangen, nachdem sich am Anfang des Jahrzehnts die Branche komplett verändert hatte, und die Firma kurz vor dem Aus stand. "Jetzt wollen wir keine Unruhe mehr reinbringen", sagt Friedrich. Mit neuem Geld und neuen Ideen läuft die Firma schließlich wieder rund. "Aber auch wir müssen uns strecken, um Geld zu verdienen", so der neue Mann.
Damit das auch künftig möglich sein wird, setzt Heimo seit kurzem auf ein Geschäftsfeld, das mit der Veränderung der Branche entstanden ist: die Freizeitparkplanung. "Vor 30, 40 Jahren hat man - überspitzt gesagt - die Fahrgeschäfte bunt angemalt, das hat gereicht", sagt Friedrich. Seit einigen Jahren müsse alles bis ins Detail zusammenpassen, es ging plötzlich um eine ganzheitliche Herangehensweise. Dazu kommt, dass heute viele Freizeitparkkonzerne große Investoren im Rücken haben. "Die wollen Konzepte sehen", sagt Olaf Mordelt. Und er fügt selbstkritisch an: "Anfangs waren auch unsere Ausarbeitungen nicht detailliert genug." Inzwischen hat Heimo aber Erfahrung gesammelt. Im Iran wurden eine Reihe von Parks geplant. Im Eingangsbereich steht das Modell eines kompletten Themenparks, der in der Ukraine gebaut werden sollte. "Momentan liegt vieles auf Eis", sagt Mordelt. Im Iran spielt die politische Situation eine Rolle, in der Ukraine die Finanzkrise, dazu kommen individuelle Probleme an den Standorten. "Seitdem hat aber das Deutschlandgeschäft deutlich zugelegt", sagt Friedrich.
King Kong
Für den Serengeti-Park Hodenhagen beispielsweise wird in den Werkstätten nebenan gerade ein King Kong gebaut. Es ist schon der vierte seiner Art - eine kleine Serie. "Serie bedeutet bei uns mehr als eins", sagt Michael Friedrich. Letztlich seien aber doch alles Einzelanfertigungen. Die Mechaniker sind gerade dabei, das Innenleben des Kopfes aufzubauen. Große Servomotoren bewegen den riesigen Unterkiefer des später einmal mehr als zehn Meter hohen Monstrums.
Quelle: Heilbronner Stimme vom 16. Februar 2010 von Christian Gleichauf
Foto Quelle: Freizeitpark-Welt.de, Björn Baumann
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