Das Crailsheimer Werk von Procter & Gamble ist ein Paradebeispiel
für dauerhafte Spitzenqualität, Effizienz und Flexibilität.
Als ”Fabrik des Jahres 2009“ erhielt
das Crailsheimer Werk des Konsumgüterkonzerns
Procter & Gamble im
November den ”Ritterschlag“ des
angesehen Managementberaters A.
T. Kearney und des Fachmagazins
”Produktion“. Der Gesamtsieg im
härtesten Benchmarking-Wettbewerb
der verarbeitenden Industrie würdigt
ein von Mangement, Mitarbeitern
und Mitarbeitervertretung gelebtes,
ideales Modell. Ideenreichtum, Flexibilität,
Effizienz und Zuverlässigkeit
sind die Basis der herausragenden
Höchstleistung in den Produktionsabläufen
sowie einer tadellosen
Qualität und beispielhaften
Wirtschaftlichkeit.
Erfolgsgeschichte
In seiner 30-jährigen Geschichte hat
das Werk stets bewiesen, dass Zielvorgaben,
Konzeptionen und Praxis
hier in Symbiose sind. So hat Crailsheim
2007 unter den 160 P&G-Werken
weltweit als erstes außerhalb
Chinas und als drittes P&G-Werk
überhaupt die höchste Stufe im
konzerninternen Integrated Work
System erreicht. Sowohl diese Top-
Bewertung nach den Vorgaben des
IWS-Benchmarkings als auch der
Gesamtsieg beim Wettbewerb ”Fabrik
des Jahres 2009“ bleiben ein
Ansporn mit Lerneffekt. Dauerziel
ist, die bereits 2003 von A. T. Kearney
ausgezeichnete Umsetzung der
P&G-Ziele und Erfolgskontrolle der
”schlanken Produktion“ immer weiter
zu verbessern. Die allgemeinen
Vorgaben des Leistungsmanagements
wirken verbindlich auf die
Fertigungsorganisation der Crailsheimer
Schüsselprodukte Always
(Damenbinden), Alldays (Slipeinlagen)
und Swiffer (Staubtücher und
-wischer). Für Werksleiter Ingo
Schimmelpfennig und Personalleiter
Kurt Horlacher beruht das Geheimnis
des Erfolgs auf den Mitarbeitern
selbst: ”Jeder zieht und denkt mit,
wenn es darum geht, noch effizienter
zu sein.“ So ”leben“ die Zielvorgaben
im Werk, in den Abteilungen,
am Arbeitsplatz, und der Erfolg ist
an der Leistungszulage ablesbar.
1994 schrieb P&G Crailsheim Geschichte:
Das Werk erhielt als erste
P&G-Fabrik in Deutschland die Dauergenehmigung
für die Sieben-Tage-
Woche. 1998 siedelte der Konzern
das globale Entwicklungszentrum
für Damenhygieneprodukte in
Crailsheim an. Rund 100 der rund
850 Mitarbeiter tüfteln seither die
Maschinen, Produktionslinien und
Verpackungen für neue, in Schwalbach
entwickelten Femcare-Produkte
aus. Sie arbeiten dabei auch eng
mit den Sondermaschinenbauern in
Hohenlohe zusammen.
Investitionen in die Zukunft
Kundenspezifische Kommissionierung
und eine perfekte Logistik –
auch das garantiert der Standort
Crailsheim seit 2. Februar 2010 für
fast alle P&G-Produkte, die in
Deutschland verkauft werden. In
den Ausbau zum ”Full-Service-Center“
hat der Konzern 17 Millionen
Euro investiert. Den Zuschlag für
das Customizing- und Logistikzentrum
Süd mit 21000 Palettenplätzen
und High-Value-Sicherheitslager
hatte das Werk Crailsheim im Wettbewerb
mit renommierten Speditionen
und P&G-Standorten erhalten.
Das riesige Gebäude erfüllt energietechnisch
höchste Standards. Photovoltaikmodule
liefern Sonnenstrom
für rechnerisch ganzjährig rund 100
Haushalte. Außerdem ist das Verteilzentrum
das erste Industriegebäude
in Europa, das mit ”Suntrackern“
ausgerüstet ist: In diesen
Lichtkuppeln lenken Drehspiegel
das Sonnenlicht direkt in das Verteilzentrum.
Hintergrund
Grundsteinlegung: 1979, Produktionsbeginn Pampers 1981
Mitarbeiter: 850 in Crailsheim
Produkte 2010: Always, Alldays, Swiffer
Besonderheiten: Globales P&G-Entwicklungszentrum für Damenhygiene (seit 1998),
2007 erstes P&G-Werk außerhalb Chinas und drittes P&G-Werk
weltweit, das die höchste Stufe im Integrated Work System erreicht
Auszeichnungen: 1997 ”Beste Fabrik Deutschlands“, 2003 ”Fabrik des Jahres“ (Kategorie Zielvorgabe /Leistungsmanagement), 2006 KfW
Energieeffizienzspreis, 2009 Gesamtsieg ”Fabrik des Jahres“.
Quelle: w.news der IHK Heilbronn-Franken Ausgabe Nr.3 März 2010 von Knut Siewert
Weitere Informationen:
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