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Gelebte Höchstleistung
     
 
 

9.3.10

 

Das Crailsheimer Werk von Procter & Gamble ist ein Paradebeispiel für dauerhafte Spitzenqualität, Effizienz und Flexibilität.

Als ”Fabrik des Jahres 2009“ erhielt das Crailsheimer Werk des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble im November den ”Ritterschlag“ des angesehen Managementberaters A. T. Kearney und des Fachmagazins ”Produktion“. Der Gesamtsieg im härtesten Benchmarking-Wettbewerb der verarbeitenden Industrie würdigt ein von Mangement, Mitarbeitern und Mitarbeitervertretung gelebtes, ideales Modell. Ideenreichtum, Flexibilität, Effizienz und Zuverlässigkeit sind die Basis der herausragenden Höchstleistung in den Produktionsabläufen sowie einer tadellosen Qualität und beispielhaften Wirtschaftlichkeit.

Erfolgsgeschichte

In seiner 30-jährigen Geschichte hat das Werk stets bewiesen, dass Zielvorgaben, Konzeptionen und Praxis hier in Symbiose sind. So hat Crailsheim 2007 unter den 160 P&G-Werken weltweit als erstes außerhalb Chinas und als drittes P&G-Werk überhaupt die höchste Stufe im konzerninternen Integrated Work System erreicht. Sowohl diese Top- Bewertung nach den Vorgaben des IWS-Benchmarkings als auch der Gesamtsieg beim Wettbewerb ”Fabrik des Jahres 2009“ bleiben ein Ansporn mit Lerneffekt. Dauerziel ist, die bereits 2003 von A. T. Kearney ausgezeichnete Umsetzung der P&G-Ziele und Erfolgskontrolle der ”schlanken Produktion“ immer weiter zu verbessern. Die allgemeinen Vorgaben des Leistungsmanagements wirken verbindlich auf die Fertigungsorganisation der Crailsheimer Schüsselprodukte Always (Damenbinden), Alldays (Slipeinlagen) und Swiffer (Staubtücher und -wischer). Für Werksleiter Ingo Schimmelpfennig und Personalleiter Kurt Horlacher beruht das Geheimnis des Erfolgs auf den Mitarbeitern selbst: ”Jeder zieht und denkt mit, wenn es darum geht, noch effizienter zu sein.“ So ”leben“ die Zielvorgaben im Werk, in den Abteilungen, am Arbeitsplatz, und der Erfolg ist an der Leistungszulage ablesbar. 1994 schrieb P&G Crailsheim Geschichte: Das Werk erhielt als erste P&G-Fabrik in Deutschland die Dauergenehmigung für die Sieben-Tage- Woche. 1998 siedelte der Konzern das globale Entwicklungszentrum für Damenhygieneprodukte in Crailsheim an. Rund 100 der rund 850 Mitarbeiter tüfteln seither die Maschinen, Produktionslinien und Verpackungen für neue, in Schwalbach entwickelten Femcare-Produkte aus. Sie arbeiten dabei auch eng mit den Sondermaschinenbauern in Hohenlohe zusammen.

Investitionen in die Zukunft

Kundenspezifische Kommissionierung und eine perfekte Logistik – auch das garantiert der Standort Crailsheim seit 2. Februar 2010 für fast alle P&G-Produkte, die in Deutschland verkauft werden. In den Ausbau zum ”Full-Service-Center“ hat der Konzern 17 Millionen Euro investiert. Den Zuschlag für das Customizing- und Logistikzentrum Süd mit 21000 Palettenplätzen und High-Value-Sicherheitslager hatte das Werk Crailsheim im Wettbewerb mit renommierten Speditionen und P&G-Standorten erhalten. Das riesige Gebäude erfüllt energietechnisch höchste Standards. Photovoltaikmodule liefern Sonnenstrom für rechnerisch ganzjährig rund 100 Haushalte. Außerdem ist das Verteilzentrum das erste Industriegebäude in Europa, das mit ”Suntrackern“ ausgerüstet ist: In diesen Lichtkuppeln lenken Drehspiegel das Sonnenlicht direkt in das Verteilzentrum.

Hintergrund

Grundsteinlegung: 1979, Produktionsbeginn Pampers 1981 Mitarbeiter: 850 in Crailsheim Produkte 2010: Always, Alldays, Swiffer Besonderheiten: Globales P&G-Entwicklungszentrum für Damenhygiene (seit 1998), 2007 erstes P&G-Werk außerhalb Chinas und drittes P&G-Werk weltweit, das die höchste Stufe im Integrated Work System erreicht Auszeichnungen: 1997 ”Beste Fabrik Deutschlands“, 2003 ”Fabrik des Jahres“ (Kategorie Zielvorgabe /Leistungsmanagement), 2006 KfW Energieeffizienzspreis, 2009 Gesamtsieg ”Fabrik des Jahres“.

Quelle: w.news der IHK Heilbronn-Franken Ausgabe Nr.3 März 2010 von Knut Siewert

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