Die Zahl der Arbeitslosen ist in der Region im März weiter leicht zurück gegangen.
Bei den Arbeitsagenturen Schwäbisch Hall und Tauberbischofsheim sanken die Quoten im Schnitt um 0,3 Prozent, in Heilbronn blieb sie unverändert. Der insgesamt leichte Rückgang sei vor allem auf die saisonal bedingte Frühjahrsbelebung zurück zu führen, von einer generellen Entwarnung auf dem Arbeitsmarkt könne jedoch nicht ausgegangen werden, hieß es. Noch immer setzten viele Unternehmen auf Kurzarbeit und Arbeitszeitkonten, um Entlassungen zu vermeiden. In Heilbronn liegt die Quote aktuell bei 6,0 Prozentpunkten, in den Kreisen Schwäbisch Hall und Hohenlohe bei 4,6 und im Main-Trauber-Kreis bei 4,4 Prozent. (Quelle SWR 4, 31. März 2010)
Agentur für Arbeit Heilbronn – Stadt- und Landkreis Heilbronn
Auch im März weniger Arbeitslose - Quote bleibt aber bei 6,0 Prozent.
Auf dem Heilbronner Arbeitsmarkt zeigte sich im März die saisonübliche Frühjahrsbelebung nur ansatzweise. Von einem richtigen Frühlingserwachen war noch nicht viel zu spüren.
Die Zahl der Arbeitslosen ist in der Region Heilbronn leicht zurückgegangen. Zum Stichtag waren 14.357 Arbeitslose gemeldet, 134 weniger als im Februar. Bei der Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen macht sich dieser leichte Rückgang nicht bemerkbar. Die Quote liegt wie auch im Februar bei 6,0 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat sind 1.455 Menschen mehr arbeitslos (plus 11,3 Prozent) gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag vor einem Jahr noch bei 5,5 Prozent.
Martin Diepgen, Chef der Heilbronner Arbeitsagentur, meint zur Lage auf dem Arbeitsmarkt: „Die Zahl der Arbeitslosen ist im März erneut gesunken. Ob sich daraus ein stabiler Trend für die kommenden Monate entwickelt, müssen wir aber noch abwarten. Der steigende Zugang neu gemeldeter Stellen ist sehr positiv zu werten und lässt hoffen.“
Die Konjunkturkrise wirkt sich auf dem Arbeitsmarkt zunehmend auch auf die Grundsicherung SGB II aus. Während der Bestand an Arbeitslosen in der Grundsicherung gegenüber dem Februar um 3 Personen auf 7.301 zugenommen hat, ging er im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 137 auf jetzt 7.056 zurück. Vor einem Jahr noch sah die Lage anders aus. Der Zugang an Arbeitslosen in der Grundsicherung erhöhte sich damals um 44 auf 6.590 Personen. Deutlich größer war der Anstieg in der Arbeitslosenversicherung. Hier erhöhte sich der Bestand vor einem Jahr um 460 auf 6.312.
Die Auswirkungen der Wirtschaftsflaute auf einzelne Personengruppen fallen unterschiedlich aus. Im März 2008 lag die Arbeitslosenquote der Männer noch bei 4,0 Prozent. Zwischenzeitlich ist sie um 2 Punkte auf 6,0 Prozent im aktuellen Monat angestiegen. Bei den Frauen nahm die Quote im gleichen Zeitraum nur um 0,5 Punkte von 5,4 auf 5,9 Prozent zu. Eine Ursache für diese Entwicklung ist, dass sich die Krise stark im verarbeitenden Gewerbe bemerkbar macht. Da in diesen Wirtschaftszweigen mehrheitlich Männer arbeiten, sind sie überdurchschnittlich von den Folgen der Krise betroffen. Die traditionelle Aussage, dass Frauen von Arbeitslosigkeit stärker betroffen sind als Männer, scheint krisenbedingt nicht zu gelten.
Das Instrument der Kurzarbeit wird von den Betrieben im Bezirk der Heilbronner Arbeitsagentur nach wie vor in Anspruch genommen. Im Februar haben 96 Betriebe für 981 Beschäftigte aus konjunkturellen Gründen Kurzarbeit angezeigt. Im Januar waren es 88 Betriebe für 575 Beschäftigte.
Die Zahl junger Arbeitsloser unter 25 Jahren ist leicht angestiegen. Im Berichtsmonat waren 1.429 junge Menschen arbeitslos gemeldet. Vor einem Monat waren es noch 1.407. Dies entspricht einem Anstieg der Arbeitslosenquote bezogen auf diese Personengruppe von 4,6 auf 4,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation aber verbessert. Im März 2009 lag die Arbeitslosenquote bei 5,4 Prozent. Damals wurden 1.616 junge Arbeitslose gezählt.
Auf dem Ausbildungsstellenmarkt ist jetzt „Halbzeit“. Das Angebot an Ausbildungsstellen und die Nachfrage ist beinahe ausgeglichen. Bei der Berufsberatung der Heilbronner Agentur sind derzeit 2.204 Bewerber für 2.346 Ausbildungsstellen gemeldet.
Überaus positiv dagegen ist die Entwicklung bei den Stellenzugängen. Von den Betrieben und Verwaltungen wurden der Arbeitsagentur im März 973 neue Arbeitsplätze gemeldet. Damit lag der Zugang um 38,4 Prozent oder 270 Arbeitsplätze über dem Wert vom März 2009. Dies ist seit über zwei Jahren die höchste Steigerung im Vergleich zu einem Vorjahresmonat.
Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim – Main-Tauber-Kreis
Arbeitslosenquote im März auf 4,9 Prozent gesunken.
Im Bezirk der Tauberbischofsheimer Arbeitsagentur ist die Zahl der Arbeitslosen im März 2010 um 306 auf 7.277 gesunken.
Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent zurückgegangen. Vor einem Jahr lag sie bei 5,2 Prozent.
„Erfreulicherweise macht sich, wie auch letztes Jahr im März, eine leichte Frühjahrsbelebung bemerkbar. Eine generelle Entwarnung kann jedoch für den Arbeitsmarkt noch nicht gegeben werden“, so Stefan Beil, Leiter der Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim. „Viele Unternehmen setzen weiter auf das Instrument der Kurzarbeit und auf interne Strategien wie die Nutzung flexibler Arbeitszeit-Konten, um ihren Personaleinsatz ohne Entlassungen bei der Stammbelegschaft an die schlechtere Auftragslage anzupassen.“
In Baden-Württemberg liegt die durchschnittliche Quote bei 5,5 Prozent (Vormonat 5,6 Prozent).
Die Arbeitslosenquoten sind in allen Arbeitsagenturen Baden- Württembergs gefallen bzw. gleich geblieben. Im Vergleich zu den anderen 23 Agenturen in Baden- Württemberg hat Tauberbischofsheim mit einer Quote von 4,9 Prozent wiederum einen Platz im vorderen Drittel.
Kreise
Im Main-Tauber-Kreis ist die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent zurückgegangen. Zum Stichtag waren 3.135 Menschen arbeitslos gemeldet, 263 Menschen weniger als im Februar.
Diese verteilten sich auf die drei Geschäftsstellenbezirke im Main-Tauber-Kreis wie folgt: Hauptagentur Tauberbischofsheim 1.169 Arbeitslose (Quote: 3,9), Geschäftsstelle Bad Mergentheim 1.013 Arbeitslose (Quote: 4,2) und Geschäftsstelle Wertheim 953 Arbeitslose (Quote: 5,3).
Im Neckar-Odenwald-Kreis liegt die Arbeitslosenquote wie auch im Vormonat bei 5,4 Prozent, 4.142 Arbeitslose waren zum Stichtag im März registriert. In der Geschäftsstelle Mosbach waren bei einer Quote von 5,1 Prozent (Minus von 0,1 Prozentpunkten zum Vormonat) 2.139 Menschen arbeitslos gemeldet, in Buchen bei einer Quote von 5,7 Prozent 2.003 Arbeitslose.
Bewerber
Ein Blick auf die Zu- und Abgangsdaten zeigt die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. 1.654 Menschen haben sich neu arbeitslos gemeldet, 1.961 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.
Stellenangebote
593 ungeförderte Stellenangebote, das sind Stellen ohne staatliche Förderung, wurden den Mitarbeitern des Arbeitsgeberservices neu gemeldet. Dies waren 63 Stellenangebote mehr als im Februar 2010. 477 Angebote konnten abgeschlossen werden, dies sind 62 mehr als im Vormonat.
Die Zahl der zu besetzenden Arbeitsstellen insgesamt ist im Vergleich zum Februar 2010 gestiegen: Der Bestand an ungeförderten offenen Stellen lag im März bei 1.240 (im Februar 1.122), davon entfielen auf den Main-Tauber-Kreis 880 und auf den Neckar-Odenwald-Kreis 360 Stellen.
Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Hohenlohekreis und Landkreis Schwäbisch Hall
Arbeitslosigkeit geht zurück - Das Frühjahr belebt den Arbeitsmarkt.
Im März ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Haller Arbeitsagentur (Landkreis Schwäbisch Hall und Hohenlohekreis) im Vergleich zum Februar um 463 Personen zurückgegangen. Zum Stichtag im März waren 7463 Arbeitslose registriert (Februar: 7926). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit um 6,5 Prozent angestiegen.
Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, liegt jetzt bei 4,6 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 4,4 Prozent. Landesweit liegt Schwäbisch Hall hinter Ravensburg (4,1) auf Platz 2. Der Landesdurchschnitt liegt bei 5,4 Prozent.
Ein Blick auf die Zu- und Abgangsdaten zeigt die große Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. 1781 Menschen haben sich neu arbeitslos gemeldet. 2234 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.
Arbeitgeber haben 676 Stellen im März gemeldet. 1630 Stellenangebote waren zum Stichtag im Bestand, das sind 49 mehr als im Februar. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitskräftenachfrage um über 15 Prozent zurückgegangen.
Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall
Im Landkreis Schwäbisch Hall wurden im März 4658 Arbeitslose gezählt. Das sind 246 Personen mehr als vor einem Jahr. 1235 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 1517 Menschen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden. Die Arbeitslosenquote liegt somit bei 4,6 Prozent.
Arbeitgeber haben 473 Stellenangebote gemeldet. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1128.
Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis
Im Landkreis Hohenlohe wurden im März 2805 Arbeitslose gezählt. Das sind 212 Menschen mehr als vor einem Jahr. 546 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 717 Menschen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden. Die Arbeitslosenquote liegt somit bei 4,6 Prozent.
Arbeitgeber haben 203 Stellenangebote im März aufgegeben. Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 502.
Die Hartz IV Eckwerte
Bei der ARGE SoziAl im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag im März 2348 Arbeitslose registriert (Februar: 2344). Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 2310 Arbeitslose (Februar: 2605).
Von den 2805 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 1406 von der ARGE im Hohenlohekreis betreut (Februar: 1447). Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren zum Stichtag im März 1399 Arbeitslose registriert (Februar: 1530).
Der Ausbildungsmarkt
Der statistische Berichtszeitraum für den Ausbildungsmarkt läuft in Anlehnung an den üblichen Ausbildungsbeginn vom 1. Oktober bis zum 30. September. Somit ist auf dem Ausbildungsmarkt jetzt erst „Halbzeit“ und eine umfassende Beurteilung wird erst im September möglich sein. Seit Oktober 2009 meldeten sich 1761 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, das sind 3,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es 1869 Meldungen von Arbeitgebern für Berufsausbildungsstellen, das entspricht einem Minus von 9,1 Prozent.
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