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Konjunktur im Handwerk: Trendkurve zeigt nach oben
     
 
 

7.4.10

 

Die Erholungstendenzen der Handwerkskonjunktur in der Region Heilbronn-Franken nehmen weiter zu. Viele Betriebe blicken optimistisch in die Zukunft. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Heilbronn-Franken unter ihren rund 11.900 Mitgliedsbetrieben.

Positive und negative Äußerungen zur Geschäftslage halten sich derzeit noch die Waage. Gegenüber dem Vorjahr haben die negativen Stimmen aber um gut 6 Prozentpunkte abgenommen. Die Geschäftsaussichten beurteilt fast jeder zweite Betrieb zuversichtlich. Vor einem Jahr waren es erst 39,1 Prozent. Gleichzeitig liegt der Anteil der Pessimisten unter dem Vorjahreswert. Folglich ist der Konjunkturindikator, der die Geschäftslage im gerade abgelaufenen und die Erwartungen für das nächste Quartal in einer Kennzahl zusammenfasst, mit 17,3 Zählern fasst viermal so hoch wie noch zu Beginn 2009.

Die Erholungstendenzen sind auch bei den Aufträgen zu spüren. Mehr als jeder fünfte Betrieb meldet steigende Auftragseingänge. Das sind gut doppelt so viele wie im Vorjahresquartal. Hinzu kommt, dass weniger Betriebe von einem Minus bei den Auftragseingängen berichten. Die Handwerker in der Region gehen davon aus, dass sich dieser Aufwärtstrend auch in den kommenden Monaten fortsetzten wird. Die Hälfte der Befragten nimmt an, dass der Auftragsbestand im nächsten Quartal steigen wird.

Trotz der besseren Auftragslage arbeiten viele Betriebe noch mit freien Kapazitäten. 42,7 Prozent der Unternehmen sind zu maximal 60 Prozent ausgelastet - ein ähnlicher Wert wie vor einem Jahr. Die Zahl an Betrieben, die keine freien Kapazitäten mehr aufweisen, liegt mit 1,5 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Auch die Umsatzentwicklung hat im ersten Quartal noch unter den Folgen der Rezession gelitten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation aber leicht verbessert. Viele Handwerksbetriebe rechnen damit, dass es im nächsten Quartal weiter bergauf geht. Gut die Hälfte der befragten Unternehmen ist zuversichtlich, ein Umsatzplus erzielen zu können. Nur noch 9,2 Prozent gehen von einem Rückgang aus. Anfang 2009 war dieser Anteil doppelt so hoch.

Die Trendkurve im Handwerk zeigt insgesamt nach oben. „Wir stehen besser da als viele andere Branchen“, stellt Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken, fest. Die gegenwärtige Lage in den Bau- und Ausbauhandwerken zum Beispiel sei derzeit durchaus zufriedenstellend. Dies sei unter anderem auf die Bau- und Sanierungsaufträge der Kommunen im Rahmen des Konjunkturpakets II zurückzuführen. Allerdings sei die Vergabe im vergangenen Jahr sehr schleppend angelaufen. Bopp: „Das Programm muss entfristet werden. Aufträge, die bis zum 31. Dezember 2010 erteilt werden, müssen auch noch 2011 abgewickelt werden können. Die Kommunen brauchen Planungssicherheit, dürfen nicht auf halbfertigen Schulen sitzenbleiben. Hinzu kommt, dass die Anhäufung an Projekten früher oder später zu einer Preissteigerung beim Baumaterial führen wird. Negative Auswirkungen auf die private Nachfrage sind dann vorprogrammiert.“

Die gesamten Ergebnisse der aktuellen Umfrage sind in einem Konjunkturbericht zusammengefasst, der im Internet unter www.hwk-heilbronn.de im Bereich Konjunktur abrufbar ist.

Die aktuelle Quartalsumfrage führte das Wirtschaftsforschungsinstitut Creditreform im Auftrag der Handwerkskammer Heilbronn-Franken durch. Der Konjunkturindikator setzt sich aus der Geschäftslage und den Geschäftserwartungen zusammen und spiegelt damit die Stimmungslage in den Betrieben wider.

Weitere Informationen

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"Die Standortqualität und damit die Stärke unseres Landes beruht zum großen Teil darauf, dass

es gelungen ist, die ländlichen Regionen zu attraktiven und strukturell starken Lebens- und Arbeitsräumen zu entwickeln. Die dynamische Region Heilbronn-Franken ist das beste Beispiel dafür."
Günther H. Oettinger,
EU-Kommissar und ehem. Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg
Baden-Württemberg
   
"Es tut gut, in eine Region zu kommen, in der es gut läuft. Heilbronn-Franken ist „Lokomotive“
und Beispiel für ganz Deutschland, was Wirtschaftskraft Bevölkerungszuwachs, Job-Center und Lehrstellen-Bilanz betrifft."
Wolfgang Clement, ehem. Bundeswirtschaftsminister
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