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Wirthwein – ein glänzendes Unternehmen
     
 
 

9.4.10

 

Der Weltmarktführer aus dem Taubertal empfing jetzt den baden-württembergischen Wirtschaftsminister Ernst Pfister.

Der baden-württembergische Wirtschaftsminister Ernst Pfister besuchte die Firmenzentrale der Wirthwein AG in Creglingen. Der Kontakt zu Wirthwein entstand zwischen dem Vorstandsvorsitzenden Udo Wirthwein und Wirtschaftsminister Pfister bei der letztjährigen Stallwächterparty in Berlin. So konnte der scheidende Bürgermeister Hartmut Holzwarth an seinem letzten Tag im Amt als Creglinger Stadtoberhaupt noch einen Minister begrüßen.

Landespolitik weiß um die Bedeutung des Mittelstandes für Baden-Württemberg

Der Wirtschaftsminister nannte als die drei wichtigsten Säulen der aktuellen Landeswirtschaftspolitik: Eigenkapitalstärkung und Liquiditätsbeschaffung, Forschung und Entwicklung sowie Bekämpfung des Fachkräftemangels. Die weltweite Wirtschaftskrise hat die Liquiditätsbeschaffung für Unternehmen zu einem wichtigen Thema werden lassen. Das Wirtschaftsministerium engagiert sich deshalb sehr stark in der Vermittlung zwischen Unternehmen und Banken. Wirtschaftsstaatssekretär Richard Drautz wurde hierfür als Kreditmoderator der Landesregierung bestellt. „Die Krise betrifft Wirthwein zum Glück nicht“, so der Minister, „weshalb die heutige Firmenbesichtigung ein Termin der angenehmeren Art ist.“

Das Thema Forschung und Entwicklung ist für die Wirtschaftspolitik des Landes Baden-Württemberg ebenfalls von großer Bedeutung. Das Land hält mit einem Anteil der FuE-Ausgaben von 4,4 % am Bruttoinlandsprodukt einen Spitzenplatz in der Welt.

Die dritte Säule der aktuellen Wirtschaftspolitik ist die Bekämpfung des Fachkräftemangels auch aufgrund des demographischen Wandels, der den ländlichen Raum eher und härter treffen wird. Eine „Prognos-Studie“ ermittelte, dass bereits im Jahr 2015 in Baden-Württemberg 280.000 Fachkräfte fehlen werden.

Wichtig ist deshalb, die jungen Menschen in der Region zu behalten und vor Ort Ausbildungsplätze und Studienangebote bereit zu stellen. Auf Nachfrage von Landrat Reinhard Frank, wie die Pläne des Landes Baden-Württemberg zur Bekämpfung des Fachkräftemangels konkret aussehen, antwortete der Minister beispielsweise mit Maßnahmen zur verstärkten Förderung der jungen Generation und eine bessere Integration von Migrantenfamilien. Auch eine Reform des Zuwanderungsgesetzes könne er sich gut vorstellen, um den Zuzug hochqualifizierter Arbeitskräfte weiter zu erleichtern. Ebenso müssen nach seinen Aussagen die Möglichkeiten insbesondere für junge Mütter verbessert werden, neben der Familie auch im Berufsleben eine Perspektive zu entwickeln.

Landkreis und Stadt bitten um Unterstützung für Städtebau und Verkehrsinfrastruktur

Bürgermeister Hartmut Holzwarth schilderte Wirtschaftsminister Ernst Pfister die vielen positiven Entwicklungen in Creglingen, die während seiner Amtszeit mit Landesmitteln umgesetzt werden konnten, so beispielsweise das „Projekt Chance“ oder auch die städtebaulichen Maßnahmen in der Kernstadt. In diesem Zusammenhang erwähnte Holzwarth das Auslaufen der Städtebauförderung in Höhe von 5 Mio. Euro und bat Minister Pfister um wohlwollende Prüfung einer Aufstockung der Fördermittel.

Darüber hinaus sagte der Wirtschaftsminister eine Prüfung von weiteren Fördermitteln für das „Touristische Umfeld“ der Herrgottskirche zu. Landrat Reinhard Frank schilderte die intensiven Bemühungen des Landkreises für die „Westfrankenbahn“, um eine bessere Anbindung des Landkreises an die Ballungszentren Heilbronn, Stuttgart und Würzburg herzustellen. Wichtig sei hier eine bessere Vertaktung und neue, schnellere Technik. Landrat Frank nannte dieses Verkehrsinfrastrukturprojekt eine der wichtigsten Säulen der Wirtschaftförderung im Landkreis, „es wäre für uns auch die Anbindung an Stuttgart 21“, so der Landrat.

Neue Ideen für die Infrastruktur

„Wer, wenn nicht ein Wirtschaftsminister muss allergrößtes Interesse an einer guten Verkehrsinfrastruktur haben?“, fragte Pfister. Die aktuell verfügbaren Bundesmittel im Verkehrsbereich sind viel zu gering. So stehen für umsetzungsreif geplante Vorhaben mit einem Finanzvolumen von ca. 1,1 Mrd. Euro in Baden-Württemberg gerade einmal etwa 250 Mio. Euro Bundesmittel zur Verfügung. Um die Mittel für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zu verstetigen, plädiert Pfister für die Umstellung auf ein nutzerfinanziertes Modell. So sollen alle Nutzer der Verkehrsinfrastruktur über ein Mautmodell an deren Finanzierung beteiligt werden – auch die PKW-Fahrer. Wichtig sei, dass die Kfz-Steuer in die Reform einbezogen werde und damit eine solche Umstellung kostenneutral für die Nutzer sei. Notwendig sei zudem, dass die erzielten Einnahmen ausschließlich in den Erhalt und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur fließen.

Glänzendes mittelständisches Unternehmen

Edmund Brenner lobte in seinem Schlusswort eine exzellente, mit Augenmaß geführte Unternehmensgruppe, die sicherlich einer der Vorzeigebetriebe im Bundesland Baden-Württemberg ist. Anschließend zeigten die Söhne Marcus und Frank Wirthwein dem Wirtschaftsminister die gefertigten Produkte und führten bei einem Betriebsrundgang die Delegation aus Land, Landkreis und Stadt durch die Fertigungshallen. Ein Blick in die, derzeit den Betrieb aufnehmende, zweite Logistikhalle führte den Wirtschaftsminister deutlich vor Augen, dass im Taubertal ein solider Weltmarktführer beheimatet ist.

INFO WIRTHWEIN AG

Wirthwein-Gruppe: 1.600 Mitarbeiter

Ausbildungsquote: 10% (Inland)

Unternehmen: 13 Tochtergesellschaften der Wirthwein AG und 2 rechtlich selbständige Unternehmen (Bembé Parkett GmbH & Co. KG und Keller Fußbodentechnik GmbH & Co. KG) agieren unter dem Dach der Wirthwein-Gruppe

Standorte: Deutschland, Polen, USA, China, Spanien, Schweiz und United Kingdom

Geschäftsfelder: Automotive, Bahn, Elektro, Hausgeräte, Medizintechnik, Inneneinrichtung

Zertifizierungen: DIN EN ISO 9001:2000, VDA 6.1, VDA 6.4, DIN EN ISO 13485:2003 und ISO/TS 16949:2002

Umsatz in 2009: rund 260 Millionen Euro

 

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Prof. Dr. h.c. Reinhold Würth, Beiratsvorsitzender Adolf Würth GmbH & Co. KG, Künzelsau
Würth-Gruppe
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Otto Lindner, ehem. Werkleiter AUDI AG, Neckarsulm, derzeitiger Vorstands-Vorsitzender von Volkswagen de Mexico
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Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsleitung Robert Bosch GmbH, Stuttgart
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