Auf dem Arbeitsmarkt hat sich im April der positive Trend der vergangenen Monate fortgesetzt.
In allen Kreisen gingen die Arbeitslosenquoten im Durchschnitt um 0,2 Prozentpunkte zurück. Von einer Entwarnung könne jedoch noch nicht gesprochen werden, so Martin Diepgen von der Heilbronner Agentur für Arbeit. Vor allem die Kurzarbeit bleibe weiter ein Risiko, hieß es allgemein. In Heilbronn ging die Quote von 6 auf 5,8 Prozent zurück, in den Kreisen Schwäbisch Hall und Hohenlohe lag sie bei 4,3 und im Main-Tauber-Kreis bei 4,2 Prozent. (Quelle SWR 4, 29. April 2010)
Agentur für Arbeit Heilbronn – Stadt- und Landkreis Heilbronn
Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter - Quote jetzt bei 5,8 Prozent
Die Lage auf dem Heilbronner Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter in eine positive Richtung. Ende des Monats waren bei der Heilbronner Agentur für Arbeit 14.024 Arbeitslose gemeldet, 333 weniger als noch im März.
Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen sank von März auf April um 0,2 Prozentpunkte und liegt bei 5,8 Prozent. Sie ist damit genauso hoch wie noch vor einem Jahr.
„Über die günstige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt freuen wir uns. Der positive Trend der vergangenen Monate setzt sich fort. Dennoch zeigt uns der nüchterne Blick auf das Marktgeschehen, dass das Niveau der Arbeitslosigkeit immer noch um beinahe 2 Prozentpunkte höher ist, als noch vor dem Beginn der Wirtschaftskrise. Grund zur Entwarnung ist noch nicht gegeben.“ sagt Martin Diepgen, Chef der Heilbronner Arbeitsagentur, zur Lage auf dem Arbeitsmarkt.
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im April spiegelt sich auch in den Zahlen der einzelnen Personenkreise wider, wenn auch in unterschiedlichem Maße.
Die Zahl der arbeitslosen Männer ist gegenüber dem März um 323 auf 7.508 zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahr sind 202 (plus 2,8 Prozent) mehr Männer arbeitslos. Bei den Frauen fällt der Rückgang geringer aus: Die Arbeitslosigkeit nahm im April um 10 auf 6.516 ab. Im Vorjahresvergleich sind 164 Frauen (plus 2,6 Prozent) mehr arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat ebenfalls rückläufig ist die Zahl der jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren. Sie ging um 183 auf 1.246 Personen zurück. Noch deutlicher fällt der Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat aus. Hier hat die Zahl um 391 junge Arbeitslose abgenommen, was einem Rückgang von 23,9 Prozent einspricht.
Bei den Frauen und Männern, die 50 Jahre und älter sind, waren im April 3.885 arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum März sind das nur 3 weniger. Ungünstig fällt bei dieser Personengruppe der Vergleich zum Vorjahr aus. Hier hat die Arbeitslosigkeit um 488 Personen oder 14,4 Prozent zugenommen.
Der Bestand an Arbeitslosen in der Grundsicherung SGB II ist im April um 20 auf 7.321 angestiegen. Das sind 418 Personen mehr (plus 6,1 Prozent) als noch vor einem Jahr.
Gegenläufig ist die Entwicklung im Bereich der Arbeitslosenversicherung. Hier hat der Bestand an Arbeitslosen zum Vormonat um 353 auf 6.703 deutlich abgenommen. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 52 Personen oder 0,8 Prozent weniger.
Nach wie vor wird das Instrument der Kurzarbeit von den Betrieben im Bezirk der Heilbronner Arbeitsagentur in Anspruch genommen und entlastet damit den Arbeitsmarkt.
Im März haben 66 Betriebe für 888 Beschäftigte aus konjunkturellen Gründen Kurzarbeit angezeigt. Im Februar waren es noch 96 Betriebe für 981 Beschäftigte.
Endgültige Zahlen für die Monate Januar bis März über den tatsächlichen Bestand an Kurzarbeitern liegen frühestens im Juni vor. Die Betriebe reichen erst nach Quartalsende ihre Meldungen über die geleistete Kurzarbeit bei den Arbeitsagenturen ein. Im vierten Monat in Folge ist die Nachfrage nach Arbeitskräften positiv. Im Bezirk der Arbeitsagentur Heilbronn wurden den Vermittlern im April 1.003 neue Stellen gemeldet. Damit lag der Zugang um 24,6 Prozent oder 198 Arbeitsplätze über dem Wert vom April 2009.
Agentur für Arbeit Tauberbischofsheim – Main-Tauber-Kreis
Arbeitslosenquote im März auf 4,7 Prozent gesunken
Im Bezirk der Tauberbischofsheimer Arbeitsagentur ist die Zahl der Arbeitslosen im April 2010 um 322 auf 6.955 gesunken. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent zurückgegangen. Vor einem Jahr lag sie bei 5,3 Prozent.
„Auch im April zeigt sich der Arbeitsmarkt robuster, als vor einigen Monaten erwartet wurde. Die Zahl der Arbeitslosen ist in diesem Monat in der Tauberbischofsheimer Hauptagentur und allen Geschäftsstellen im Main-Tauber- und Neckar-Odenwald-Kreis gesunken. Die steigende Zahl der neu gemeldeten Stellenangebote spiegelt den vorsichtigen Optimismus der Betriebe wieder. Ob sich dieser positive Trend auch in den kommenden Monaten nachhaltig fortsetzen wird, ist jedoch schwierig voraussehbar“, kommentiert Stefan Beil, Leiter der Arbeitsagentur, die aktuellen Zahlen. Von dieser Entwicklung können derzeit vor allem die Arbeitslosen aus dem Bereich des Arbeitslosengeld III (Sozialgesetzbuch III- SGB III) profitieren. Während der Bestand der Arbeitslosen aus dem SGB III- Bereich seit Anfang 2010 monatlich zurückgegangen ist, erhöhte sich der Bestand an Arbeitslosen in der Grundsicherung (SGB II) moderat. Der Anteil der Arbeitslosen insgesamt aus dem SGB III Bereich liegt bei 46 Prozent, aus dem SGB II Bereich bei 54 Prozent. Vor einem Jahr war das Verhältnis noch umgekehrt.
Die Arbeitslosenquoten sind in allen Arbeitsagenturen Baden- Württembergs gefallen bzw. gleich geblieben. Im Vergleich zu den anderen 23 Agenturen in Baden- Württemberg hat Tauberbischofsheim mit einer Quote von 4,7 Prozent wiederum einen Platz im vorderen Drittel.
Kreise
Im Main-Tauber-Kreis ist die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent zurückgegangen. Zum Stichtag waren 3.015 Menschen arbeitslos gemeldet, 120 Menschen weniger als im März.
Diese verteilten sich auf die drei Geschäftsstellenbezirke im Main-Tauber-Kreis wie folgt: Hauptagentur Tauberbischofsheim 1.128 Arbeitslose (Quote: 3,7), Geschäftsstelle Bad Mergentheim 967 Arbeitslose (Quote: 4,1) und Geschäftsstelle Wertheim 920 Arbeitslose (Quote: 5,1).
Im Neckar-Odenwald-Kreis liegt die Arbeitslosenquote bei 5,1 Prozent und ist im Vergleich zu März um 0,3 Prozentpunkte gefallen. 3.940 Arbeitslose waren zum Stichtag im April registriert. In der Geschäftsstelle Mosbach waren bei einer Quote von 4,9 Prozent (Minus von 0,2 Prozentpunkten zum Vormonat) 2.060 Menschen arbeitslos gemeldet, in Buchen bei einer Quote von 5,4 Prozent 1.880 Arbeitslose.
Bewerber
Ein Blick auf die Zu- und Abgangsdaten zeigt die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. 1.837 Menschen haben sich neu arbeitslos gemeldet, 2.166 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.
Stellenangebote
680 ungeförderte Stellenangebote, das sind Stellen ohne staatliche Förderung, wurden den Mitarbeitern des Arbeitsgeberservices neu gemeldet. Dies waren 87 Stellenangebote mehr als im März 2010. 639 Angebote konnten abgeschlossen werden, dies sind 162 mehr als im Vormonat.
Die Zahl der zu besetzenden Arbeitsstellen insgesamt ist im Vergleich zum März 2010 gestiegen: Der Bestand an ungeförderten offenen Stellen lag im April bei 1.284 (im März 1.240), davon entfielen auf den Main-Tauber-Kreis 946 und auf den Neckar-Odenwald-Kreis 338 Stellen.
Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall – Hohenlohekreis und Landkreis Schwäbisch Hall
Arbeitslosigkeit geht weiter zurück
Im April ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Haller Arbeitsagentur (Landkreis Schwäbisch Hall und Hohenlohekreis) im Vergleich zum März um 536 Personen zurückgegangen. Zum Stichtag im April waren 6927 Arbeitslose registriert (März: 7463). Auch der Vorjahresvergleich fällt positiv aus: die Arbeitslosigkeit ging um 4,6 Prozent zurück, es sind 331 Menschen weniger arbeitslos.
Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, liegt jetzt bei 4,3 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 4,6 Prozent. Landesweit liegt Schwäbisch Hall hinter Ravensburg (3,8) auf Platz 2. Der Landesdurchschnitt liegt bei 5,2 Prozent.
Ein Blick auf die Zu- und Abgangsdaten zeigt die große Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. 1923 Menschen haben sich neu arbeitslos gemeldet. 2443 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.
Arbeitgeber haben 824 Stellen im April gemeldet. 1813 Stellenangebote waren zum Stichtag im Bestand, das sind 183 mehr als im März. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitskräftenachfrage um 2,4 Prozent angestiegen.
Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall
Im Landkreis Schwäbisch Hall wurden im April 4336 Arbeitslose gezählt. Das sind 177 Personen weniger als vor einem Jahr. 1327 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 1636 Menschen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden. Die Arbeitslosenquote liegt somit bei 4,3 Prozent.
Arbeitgeber haben 529 Stellenangebote gemeldet. Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 1222.
Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis
Im Hohenlohekreis wurden im April 2591 Arbeitslose gezählt. Das sind 154 Menschen weniger als vor einem Jahr. 596 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 807 Menschen konnten aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden. Die Arbeitslosenquote liegt somit bei 4,3 Prozent. Arbeitgeber haben 295 Stellenangebote im April aufgegeben. Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 591.
Die Eckwerte im Rechtskreis des SGB II
Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im April zeigt sich auch beim Arbeitslosenbestand im Rechtskreis des SGB II. Im Agenturbezirk gab es 3659 Arbeitslose (SGB II), das ist ein Minus von 95 gegenüber März.
Bei der ARGE SoziAl im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag im April 2307 Arbeitslose registriert (März: 2348). Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 2029 Arbeitslose (März: 2310).
Von den 2591 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 1352 von der ARGE im Hohenlohekreis betreut (März: 1406). Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren zum Stichtag im April 1239 Arbeitslose registriert (März: 1399).
Der Ausbildungsmarkt
Der statistische Berichtszeitraum für den Ausbildungsmarkt läuft in Anlehnung an den üblichen Ausbildungsbeginn vom 1. Oktober bis zum 30. September. Somit ist auf dem Ausbildungsmarkt jetzt erst „Halbzeit“ und eine umfassende Beurteilung wird erst im September möglich sein. Seit Oktober 2009 meldeten sich 1912 Bewerber für eine Ausbildungsstelle, das sind 3,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es 1944 Meldungen von Arbeitgebern für Berufsausbildungsstellen, das entspricht einem Minus von 7,9 Prozent.
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