Der Weltmarktführer von Ventilatoren und Motoren hat die weltweite Wirtschaftkrise im Branchenvergleich gut bewältigt.
Wie das Unternehmen heute mitteilte, schloss der Weltmarktführer von Ventilatoren und Motoren im zu Ende gegangenen Geschäftsjahr mit einem Umsatz in Höhe von 986 Millionen Euro (- 6,6 Prozent) ab. Im laufenden Jahr rechnet das Technologieunternehmen mit einem Umsatzerlös von rund 1,030 Milliarden (+ 4,5 Prozent).
„Seit Dezember befindet sich das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs“, so Hans-Jochen Beilke, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Zugute kommt uns“, so der Unternehmenschef, „dass die weltweite Bereitschaft in „Grüne Technologien“ zu investieren weiter zunimmt und damit unsere energiesparenden Produkte verstärkt nachgefragt werden“.
So stieg der Anteil an effizienter EC-Technologie gegenüber herkömmlichen AC-Produkten erneut an. Die breite Diversifizierung zahlte sich im Krisenjahr positiv für EBM-Papst aus. Während die Umsatzerlöse in den Segmenten IT/Telekommunikation und Maschinenbau deutlich sanken, zeigten sich die Geschäftsfelder Automotive/Verkehr, Heiztechnik, Luft- und Klimatechnik sowie Hausgeräteindustrie stabil zum Vorjahr.
Auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien und der Brennwerttechnik steigerte der Ventilatorspezialist die Umsatzerlöse erneut auf nun über 120 Millionen Euro. Die Exportquote blieb gegenüber dem Vorjahr mit etwa 70 Prozent konstant.
Investitionen
Das Unternehmen investierte im vergangenen Jahr 48 Millionen Euro. Davon entfielen etwa 42 Millionen auf die inländischen Standorte Mulfingen, St. Georgen und Landshut. Frühzeitig reagierte der Technologieführer mit der Senkung seiner Kosten. An allen Standorten wurden die Produktionskapazitäten zeitweise angepasst.
Um die Stammbelegschaft in Deutschland weitgehend zu halten, wurden alle beschäftigungspolitischen Maßnahmen, wie die Reduktion der flexiblen Zeitarbeitskonten, der Abbau von Leiharbeit sowie der Einsatz von Kurzarbeit, angewandt.
„Es war gut, wie die Bundesregierung das Instrument der Kurzarbeit schnell und unbürokratisch eingeführt hat“, so Hans-Jochen Beilke.
In der Spitze (Mai 2009) waren rund 2.000 Mitarbeiter von der Maßnahme betroffen. Durch gleichzeitigen Abbau der Arbeitszeitkonten wurde im Durchschnitt jedoch nur vier Tage pro Monat kurzgearbeitet. Mit Ende des Geschäftsjahres waren noch 312 Mitarbeiter der St. Georgener Tochterfirma von Kurzarbeit betroffen.
Das Technologieunternehmen beschäftigte zum Geschäftsjahresende weltweit 10.226 Mitarbeiter. Gegenüber Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme von knapp 5 Prozent. Im Inland blieb die Mitarbeiterzahl mit 5.081 nahezu konstant.
Quelle: Heilbronner Stimme vom 4. Mai 2010
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