Kolbenschmidt legt im ersten Quartal um 34 Prozent zu und steigert den Umsatz auf 454 Millionen Euro.
Eine gewaltige Aufholjagd hat die Neckarsulmer Rheinmetall-Tochter Kolbenschmidt-Pierburg AG im ersten Quartal hingelegt: Die Automotive-Sparte des Düsseldorfer Rüstungskonzerns hat ihren Umsatz um 114 Millionen Euro oder 34 Prozent auf 454 Millionen Euro gesteigert. Vor Steuern und Zinsen erwirtschaftete das Unternehmen ein Ergebnis von 17 Millionen Euro − vor Jahresfrist hatten die Neckarsulmer noch einen Verlust von 44 Millionen Euro ausgewiesen.
Damit sieht sich das Unternehmen in der Neustrukturierung der Sparte bestätigt − wie berichtet sind allein in Neckarsulm mehr als 500 Arbeitsplätze abgebaut worden. Die meisten Betroffenen wurden in eine interne Dienstleistungsgesellschaft versetzt, die angesichts der aktuellen Auftragslage inzwischen mehrere Dutzend Mitarbeiter an ihre alten Stellen zurückverleiht.
Die Entwicklung werde getragen vom Anziehen der weltweiten Automobilkonjunktur. Wie sehr die Musik in China spielt, zeigt das Wachstum des nicht in den deutschen Zahlen enthaltenen Gemeinschaftsunternehmens in Shanghai, das im ersten Quartal ein Umsatzplus von 79 Prozent auf 61 Millionen Euro verzeichnete. "Von der Automotive-Sparte gehen wieder eindeutig positive Impulse für den Konzern aus", heißt es bei Rheinmetall. Im Ausblick ist die Neckarsulmer Tochter aber weniger euphorisch: Auf das gesamte Jahr rechnet Kolbenschmidt-Pierburg lediglich mit einem Umsatzplus von gut zehn Prozent − und mit einem positiven Ergebnis. Dabei stützt sich das Unternehmen auf Expertenprognosen, die einen positiven Trend im globalen Automarkt sehen − und auf neue Produkte, die im Hinblick auf Schadstoffnormen Wachstum versprechen. Im Gesamtkonzern ist der Umsatz um 13 Prozent auf 800 Millionen Euro gestiegen.
Quelle: Heilbronner Stimme vom 8. Mai 2010 on Manfred Stockburger
Foto: Kolbenschmidt
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