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Eklips. Tomi Ungerer. Neues für die Augen von 1960 bis 2010
     
 
 

12.5.10

 

Ab 13. Mai zeigt die Kunsthalle Würth die bislang größte Ungerer-Ausstellung.

Mehr als 40.000 Zeichnungen, Plakatentwürfe, Collagen, Lithografien, Holzschnitte, und Objekte, dazu 140 Bücher für Kinder wie Erwachsene vom Märchenbuch über die Sozialsatire und zwischen Kindheitsidylle, Erotik und Tod angesiedelt bilden das gewaltige Werk von Tomi Ungerer (*1931), der zu den wichtigsten Illustratoren Kinderbuchautoren, Zeichnern und Werbegrafikern unserer Zeit gehört. Mühelos vertauscht er den romantischen Stil des deutschen Hausbuchs mit dem schnellen Strich von Wilhelm Busch, die Illustrationskunst seines elsässischen Landsmanns Gustave Doré mit dem Biss französischer Gesellschaftssatiriker wie Grandville und dem angelsächsischem Humor seiner Freunde Ronald Searle oder Saul Steinberg. Sein Werk ist von Spontaneität, Neugier, Experimentierlust und der besessenen Suche nach der vollkommenen Linie geprägt. Damit umreißt der brilliante Beobachter die Banalitäten und Absonderlichkeiten der „menschlichen Komödie“ und skizziert ein Bild der Gegenwart, das in der Verzerrung die Wahrheit bis zur Kenntlichkeit entstellt.

Dass es neben dem zeichnerischen Werk auch umfangreiche Gruppen von Collagen und Skulpturen gibt, ist selbst den meisten Fans unbekannt. Und so widmet die Kunsthalle Würth dem vielschichtigen Oeuvre des Künstlers seine bislang umfangreiche Werkschau: rund 600 Arbeiten aus über fünf Jahrzehnten. Darunter hintergründige Karikaturen aus allen Schaffensphasen liebevolle Illustrationen, etwa zum "großen Liederbuch" mit Volks- und Kinderliedern aus der Zeit vom 14. bis zum 20. Jahrhundert, gesellschaftliche „Symptomatics“ und das legendäre Erotoscope des Künstlers ermöglichen ein Wiedersehen mit legendären Figuren. Zahlreiche bislang unveröffentlichte Zeichnungen und Illustrationen, sowie neue satirisch-surreale Collagen Objekte und Assemblagen von dadaistischer Absurdität halten als Herzstück der Ausstellung indes, was ihr Titel verspricht „Neues für die Augen von 1960-2010“.

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