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Aus der Arztpraxis in die Industrie
     
 
 

28.5.10

 

Wer innovativ ist, hat Erfolg. Das muss zwar nicht stimmen. Im Fall der Camesma GmbH hat dieser Satz aber durchaus seine Richtigkeit. Der Dienstleister aus Heilbronn arbeitet mit einer Weltneuheit: einem Computertomographen (CT) zur Vermessung von technischen Bauteilen. Für das Management ist das ein Grund dafür, dass die jüngste Wirtschaftskrise bisher "nur geringe Auswirkungen" auf das Geschäft hatte.

Nun ist ein Computertomograph an sich zwar keine Neuheit. Schließlich wurde das Verfahren bereits 1917 vom österreichischen Mathematiker Johann Radon entwickelt. Doch in der industriellen Vermessung von technischen Bauteilen arbeitet man erst seit gut drei Jahren damit. Und vorne dabei waren von Beginn an die Heilbronner.

Premiere

Als erstes Labor überhaupt setzte die Firma Camesma einen Computertomographen ein, um Kunststoffteile zu überprüfen. In Zusammenarbeit mit dem Gießener Hersteller Werth-Messtechnik ist ein Gerät vor mehr als drei Jahren in Betrieb genommen worden. Permanent hat man das Verfahren seither weiterentwickelt. Für Camesma, so erinnert sich Geschäftsführer Andreas Goth, sei die Einführung des Computertomographen seinerzeit ein großer Schritt gewesen. "Doch es hat sich gelohnt", ist er nun überzeugt. "Für unsere Auftraggeber hat diese Technik den Vorteil, dass bei der CT die dritte Dimension nicht verloren geht." Darüber hinaus müsse das Versuchsobjekt auch nicht mehr zerstört werden, wie bei herkömmlichen Messverfahren üblich. Camesma verzeichnet einen wahren Siegeszug der Technologie.

Die Verantwortlichen machen das am großem Einsparpotenzial fest, den man in Forschung und der Entwicklung erziele. Auch und vor allem die Automobilbranche greife auf das Verfahren zurück, heißt bei der 1992 gegründeten Firma mit derzeit 13 Mitarbeitern.

Der Auftragseingang bei der Computertomographie ist laut Camesma-Chefetage entsprechend gestiegen. Das Verfahren erweitere das Dienstleistungsangebot in der Qualitätssicherung und sei außerdem ein klares Alleinstellungsmerkmal, so die Erklärung des Managements. Auch beobachtet das Unternehmen, dass sich mittlerweile immer mehr andere Branchen für den CT interessieren. Unternehmen aus den Bereichen Medizintechnik und Maschinenbau zum Beispiel würden darauf zurückgreifen wollen.

Investitionen

Um von diesen Trend zu profitieren und auch dauerhaft an der Spitze dabei zu sein, erneuert und modernisiert Camesma regelmäßig die Maschinen. Der für Technik zuständige Geschäftsführer Werner Kraft ist sich sicher: "Die regelmäßigen Investitionen in den Maschinenpark lohnen sich."

Sein Kollege Goth bekräftigt zudem, dass schon bald neue Investitionen in Laserscanner und Fotometrie anstünden. "Diese neuen Technologien sind für unsere Bestandskunden von großem Nutzen", sagt er und räumt lächelnd ein: "Und natürlich erhoffen wir uns auch, dadurch einen neuen Kundenkreis erschließen zu können."

Quelle: Heilbronner Stimme vom 28. Mai 2010
Quelle Foto: Camesma GmbH

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