Der Autohersteller Audi will mit einem milliardenschweren Investitionsprogramm die Grundlagen für das zukünftige Wachstum des Unternehmens legen.
Bis 2012 sollen sich die Ausgaben dazu auf 7,3 Milliarden Euro belaufen, wie die Volkswagen-Tochter am Montag in Ingolstadt mitteilte. Zugleich soll die Modellpalette von 34 auf 42 Fahrzeugtypen ausgeweitet werden. Weiter hieß es, dass «alle geplanten Investitionen aus dem operativen Cashflow» finanziert werden. Gleichzeitig bekannte sich das Unternehmen zu seinen deutschen Standorten in Ingolstadt und Neckarsulm und kündigte Investitionen in die dort beheimateten Werke an.
In die Werke Neckarsulm und Ingolstadt sollen bis 2012 rund 3,8 Milliarden Euro investiert werden. Der Einsatzwille und die hohe Qualifikation der Beschäftigten in den heimischen Werken seien die Grundlagen für den anstehenden technologischen Umbruch in der Branche, sagte Gesamtbetriebsratschef Peter Mosch.
Auf Neckarsulm entfielen dabei rund 1,3 Milliarden Euro, auf Ingolstadt rund 2,5 Milliarden Euro. Im baden-württembergischen Neckarsulm liege der Investitionsfokus auf den Modellen A6, A7 und A8 sowie neue Funktionsprüfstände für Motoren. Im bayerischen Ingolstadt stünden Investitionen in ein neues Getriebe- und Emissionszentrum, in Presswerkzeuge für den neuen Audi A1 sowie Fertigungsstrukturen für die Modelle A3 und A4 im Vordergrund.
Rund 80 Prozent des 7,3 Milliarden Euro schweren Investitionspakets sollen den Angaben zufolge in neue Produkte, die Verbesserung von Antriebssystemen und die Entwicklung von Elektro- und Hybridmodellen fließen. Ende 2010 will Audi den Angaben zufolge mit dem Q5 Hybrid den ersten sogenannten Full Hybrid der Marke vorstellen und Anfang 2011 in den Markt einführen.
Audi hat den Angaben zufolge in den ersten elf Monaten des Jahres mit 870 600 Fahrzeugen 5,4 Prozent weniger verkauft als im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr hatte der Konzern seine Prognose zuletzt leicht auf 925 000 Neuwagenverkäufe angehoben.
Quelle ddp/jwu/wca/iha
Weitere Informationen
|