Die Freilichtbühnen sind aus dem Kulturkalender der Region nicht mehr wegzudenken. Sie bieten hochklassiges Profi-Theater und engagierte Laienspielkunst. Vom Klassiker bis zur Komödie ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Goethes „Götz von Berlichingen“ gehört zu Jagsthausen wie die Burg und die Jagst. Mit dem Traditionsstück eröffnen die Burgfestspiele Jagsthausen am 10. Juni die 61. Spielzeit in der Götzenburg. Regie führt beim Traditionsstück in diesem Jahr erneut der künstlerische Leiter der Festspiele, Heinz Kreidl, der eine Neuinszenierung verspricht, die diese Bezeichnung auch verdient. Die Titelrolle des Götz von Berlichingen spielt Ulrich Bähnk, der im Vorjahr als Franz von Mohr überzeugte. Bähnk war zuletzt in den TV-Produktion „Der Landarzt“ und „Notruf Hafenkante“ zu sehen. Als Komödie steht Shakespear‘s „Was ihr wollt“ ebenfalls in der Regie von Heinz Kreidl auf dem Spielplan. Über das orientalische Märchen „Der kleine Muck“ aus der Feder von Wilhelm Hauff in der Regie von Peter Seuwen dürfen sich die kleinen und großen Kinder freuen. Die erstmals in Jagsthausen arbeitende Regisseurin Barbara Neureiter inszeniert das Musikstück „The Blues Brothers“, nach dem Kultfilmes von John Landis.
In Neuenstadt wird im Burggraben des Schlosses die Geschichte von „Piroschka“ erzählt. In dem Lustspiel verliebt sich der Austauschstudent Andreas auf der Fahrt nach Budapest in die junge, hübsche Greta und verbringt mit ihr einen schönen Abend. Am nächsten Tag reist er weiter zu seiner Gastfamilie in das Pusztadorf Hódmezövásárhelykutasipuszta. Dort lernt er Piroschka, die temperamentvolle Tochter des Stationsvorstehers, kennen. Die Verwicklungen beginnen. Das Stück in der Regie von Hajo Baumgärtner wird vom 4. Juni bis 18. Juli jeweils Freitag, Samstag und Sonntag um 20.30 Uhr aufgeführt. Am 6. Juni wird nur um 16 Uhr gespielt.
Bei den Künzelsauer Burgfestspielen auf Schloß Stetten wird in diesem Jahr „Der Schinderhannes“ von Carl Zuckmayer in der Regie Franz Bäck aufgeführt (Premiere am 2. Juni). Die Musikliebhaber können sich am 17. Und 18. Juli von Franz Lehárs bekanntester und meist gespielter Operette, der „Lustigen Witwe“ verzaubern lassen, die vom Ensemble der Budapester Operettenwelt aufgeführt wird. Für die jugendlichen Zuschauer spielt die Badische Landesbühne im Burggraben „Ali Baba und die 40 Räuber“.
Die Komödie „Und ewig rauschen die Gelder“ von Michael Cooney steht in diesem Jahr ab dem 25. Juni auf dem Spielplan der Jagsttalbühne Möckmühl. Darin bringt es Eric Swan nicht über´s Herz, seiner Frau Linda zu gestehen, dass er vor zwei Jahren seinen Job verloren hatte. Der wöchentliche Scheck vom Sozialamt für seinen gerade nach Kanada ausgewanderten früheren Untermieter war die finanzielle Rettung und weckt weitere Begehrlichkeiten an die großzügigen britischen Sozialverwaltung, bis eines Tages eine Außendienstmitarbeiterin des Sozialamtes vor der Tür steht. Für Freunde des englischen Humors ist die Komödie Pflicht. (zim)
Quelle pro Magazin Juni 2010 Thomas Zimmermann www.pro-region.de
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