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Günstige Kitas sollen Stadt attraktiv machen
     
 
 

29.5.10

 

Die Stadt Neckarsulm will sich als kinder- und familienfreundliche Stadt profilieren. Der Gemeinderat hat am Donnerstag den Weg freigemacht für eine Neuorientierung im Bereich der Kinderbetreuung. In allen Stadtteilen sollen flexible Angebote geschaffen werden, auch und vor allem für unter Dreijährige. Dazu sind Neubauten, Personalaufstockungen und die Verbesserung der Ausstattung in mehreren Einrichtungen notwendig. Die Investitionen summieren sich auf einen Millionenbetrag.

Auch die Gebühren werden neu geordnet. Bisher gab es verschiedene Systeme, einen Satz für Regelbetreuung, daneben eine einkommensabhängige Staffelung für den Kindergarten Karlstraße, der eine besonders flexible Ganztagsbetreuung ermöglicht. Der Forderung der Grünen nach beitragsfreien Kindertagesstätten wird zwar nicht entsprochen. Ab September gibt es aber ein einheitliches System für alle städtischen Einrichtungen. Bisher wurden mit diesen Einnahmen rund neun Prozent der Kosten gedeckt. Dieser Wert wird künftig wohl sinken.

Hohe Personalkosten

Grund dafür sind vor allem die hohen Personalkosten. Um das künftig deutlich flexiblere Angebot in allen Einrichtungen zu ermöglichen, sind rechnerisch 5,7 Vollzeitstellen zusätzlich notwendig. Das kostet 230.000 Euro pro Jahr. Schon im vergangenen Jahr stieg der Personalbedarf durch den vom Land vorgegebenen Orientierungsplan. Rund 370 000 Euro fallen hierfür zusätzlich an, von denen die Stadt 120.000 Euro pro Jahr tragen muss. Und bereits beschlossen war, in allen Einrichtungen Leitungspositionen einzusetzen. Diese Maßnahme kostet 350.000 Euro jährlich. Unter dem Strich steigen die Personalkosten in den städtischen Kitas um rund ein Viertel auf knapp fünf Millionen Euro.

Eines der ungelösten Probleme ist die Durchgängigkeit des Betreuungsangebots über die Kindergartenzeit hinaus. OB Joachim Scholz ist deshalb in Gesprächen mit den vier Grundschulen. „Es ist wichtig, dass dort ein vergleichbares Angebot vorhanden ist.“ Allerdings könne die Stadt den zusätzlichen Aufwand nicht alleine schultern.

Hier eine Übersicht, was die Stadt Neckarsulm im Bereich Kinderbetreuung beschlossen hat:

  • Flexible Öffnungszeiten: Ab September öffnet in jedem Stadtteil mindestens eine Kindertagesstätte um 7 Uhr. Ziel ist, in all diesen Einrichtungen bis 19 Uhr Betreuung anzubieten, vorerst schließen sie um 17 Uhr. Nur im Kindergarten Grenchenstraße in Amorbach wird die zwölfstündige Öffnungszeit getestet. Eltern sollen das Angebot immer flexibel buchen können. 30 bis 60 Wochenstunden (in der Grenchenstraße) sind möglich.
  • Ferienbetreuung: Die Stadt bietet während der Sommerferien zwei Wochen Ferienbetreuung von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr in einer Kita an.
  • Angebot für unter Dreijährige: In jedem Stadtteil soll mindestens eine Einrichtung die Betreuung von Kindern ab etwa einem halben Jahr ermöglichen. Dafür vorgesehen sind die Kitas Danziger Straße (Neuberg/Viktorshöhe), Lautenbacher Straße (Amorbach), Auf der Breit (Obereisesheim). In der Kernstadt werden vorerst nur Kinder ab zwei Jahren in der Kita Karlstraße betreut. In Dahenfeld ist die Krippengruppe im kirchlichen Pfarrer-Abele-Kindergarten bereits in Betrieb.
  • Schwerpunkt Bewegung: Außenspielbereiche sollen für Kinder unter drei Jahren optimiert werden. In jeder Einrichtung wird es einen Bewegungsraum geben. Die Baumaßnahmen kosten 520 000 Euro.
  • Großprojekte: Die Bedarfsplanung der Stadt hat ergeben, dass die Erweiterung der Kita Philipp-Wesp, für die bereits knapp eine Million Euro eingeplant waren, nicht notwendig ist. Allerdings soll der Baubeschluss für den ebenfalls seit vielen Jahren geplanten Kindergarten Salinenstraße mit vier Gruppen in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen verabschiedet werden. Dorthin sollen die Kinder aus dem seit rund neun Jahren bestehenden Provisorium Karlstraße umziehen. 3,5 Millionen Euro sind für den Neubau vorgesehen.


Neue Gebührenordnung bringt teils deutliche Entlastung

Eltern können für ihre Kinder ab September flexible Pakete buchen. 30 bis 50 Wochenstunden sind in mindestens einer Kita pro Stadtteil möglich, in momentan einer auch 60 Stunden. Für Eltern, die eine Regelbetreuung für ihr Einzelkind von 30 Wochenstunden wünschen, steigen die Gebühren von bislang 60 auf nun 72 Euro. Leben mehrere Kinder unter 18 Jahren im Haushalt, wird der Beitrag gesenkt.

Allerdings legen die Verantwortlichen im Rathaus wert auf die Feststellung, dass Flexibilität die pädagogische Arbeit in den Kindertagesstätten nicht unmöglich machen darf. Deshalb beginnen die Betreuungszeiten je nach Bedarf morgens um 7, um 8 oder um 9 Uhr. Somit kann eine sechsstündige Betreuung von 7 Uhr bis 13 Uhr genutzt werden oder auch von 9 Uhr bis 15 Uhr, nicht aber von 13 bis 19 Uhr. Grundsätzlich sollen die Kinder in Ganztagseinrichtungen erst nach dem Mittagessen abgeholt werden. Um den Personalbedarf planen zu können, ist eine Änderung der Betreuungszeiten nur zweimal im Jahr möglich.

In den Regelkindergärten gelten diese Einschränkungen nicht. Dort muss der Minimalbetrag für 30 Wochenstunden bezahlt werden.

Quelle Heilbronner Stimme vom 24. Juni 2010 von Christian Gleichauf www.stimme.de

 

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Dorothee Schoettle

"Ich war während meines Studiums über zwei Jahre lang bei der WHF und war
zum Beispiel während des Fußball-Events "it's your kick" zur WM im Bereich
Marketing und habe das Projekt auf Messen in Frankreich und Spanien präsentiert. Ich war für die Planung und Durchführung von Studentenexkursionen aus ganz Deutschland zuständig, habe bei der WHF jede Menge Softskills erworben, viele
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Dorothee Schoettle, Mitarbeiterin im Bereich Kultur, Theater, Konzerte bei INTERSPORT Messe- und Eventcenter redblue
 
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